Diese deutsch-deutsche Kulturgeschichte nimmt erstmals die Entwicklungen in Ost und West vom Ausgang des Zweiten Weltkriegs bis zur Wiedervereinigung gemeinsam in den Blick. Am Beispiel von Kunst, Literatur und Musik, aber auch anhand der Phänomene von Massen- und Populärkultur analysiert Carsten Kretschmann übergreifende kulturelle Prägungen und Mentalitäten und beschreibt das spannungsreiche Verhältnis zwischen Kultur und Politik. Mit der Reihe »Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert« wendet sich erstmals eine junge Generation von Historikern dem gerade zu Ende gegangenen »deutschen Jahrhundert« zu. In 16 populär geschriebenen Bänden werfen sie einen unverstellten Blick auf Alltag, Kultur, Politik und Wirtschaft vom Kaiserreich bis zur Berliner Republik. »… die komplexe deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis zur Berliner Republik kurz, verständlich und ansprechend …« Süddeutsche Zeitung
Carsten Kretschmann Bücher



Die Biographie von Otto von Bismarck, verfasst von Carsten Kretschmann, beleuchtet die komplexe Persönlichkeit des Staatsmannes. Sie zeigt Bismarck als konservativen Reichsgründer, pragmatischen Politstrategen und skrupellosen Machtmenschen. Die Darstellung umfasst seine Ambivalenzen und das grandiose Scheitern in der modernen Politik.
Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel - 12: Räume öffnen sich
Naturhistorische Museen im Deutschland des 19. Jahrhunderts
- 365 Seiten
- 13 Lesestunden
Von der "Allmacht der Naturwissenschaft" war im Deutschland des 19. Jahrhunderts vielerorts die Rede - auch und gerade in den Naturhistorischen Museen, die sich nicht nur als Inbegriff der modernen Welt, sondern geradezu als Manifestation der Bildungsidee verstanden. Schon in der Humboldtzeit hatten sie als Ort gegolten, an denen der einzelne Besucher sich selbst bilden und durch diese Selbstbildung auch die Entstehung einer neuen, bürgerlichen Gesellschaft befördern könne. Seit der Jahrhundertmitte geriet dieses Modell in die Krise: Die beschleunigte Spezialisierung innerhalb der Naturwissenschaft drängte auf eine Professionalisierung der Museumsarbeit. Zugleich sahen sich die Museen nun einem Massenpublikum gegenüber, das nicht mehr ohne weiteres dem Ideal der Selbstbildung zu folgen vermochte. Die Öffentlichkeit wandelte sich - und das Museum mit ihr. Die Studie fragt nach den Etappen dieses Wandlungsprozesses, in dem sich die Popularisierung als neue und erfolgreiche Form der Wissenskommunikation etablierte. In ihr wurden kulturelle Leitbilder ausgehandelt, die den Bedürfnissen einer durch den rapiden sozialen Wandel vielfach verunsicherten Öffentlichkeit Rechnung trugen. Auf diese Weise kam den Naturhistorischen Museen eine wichtige Ordnungsfunktion innerhalb der Gesellschaft zu.