Flucht über die Meere
Die abenteuerlichen Erlebnisse einiger Hugenotten. Mit zeitgenössischen Abbildungen - 2., überarbeitete Auflage
- 218 Seiten
- 8 Lesestunden
Die "Flucht über die Meere" thematisiert die tragische Aktualität von Massenfluchten, beginnend im 17. Jahrhundert, als viele Menschen aus Frankreich aufgrund ihres protestantischen Glaubens verfolgt wurden. Eine Gruppe von Hugenotten floh bis in den Indischen Ozean und entdeckte nach einer neunjährigen Seereise die unbewohnte Insel Rodrigues, die sie als Paradies erlebten. Dort lebten sie isoliert, errichteten Hütten in einem grünen Tal und nutzten die üppige Natur für ihr Überleben. Nach zwei Jahren der Einsamkeit wuchs ihr Wunsch nach Gesellschaft, insbesondere nach Frauen. Sie bauten ein Boot mit einfachen Mitteln, um die 653 Kilometer entfernte Insel Mauritius zu erreichen, doch ihre Hoffnungen wurden enttäuscht. François Leguat, der Anführer, kehrte nach acht Jahren nach Europa zurück und verfasste einen ausführlichen Bericht über ihre Abenteuer, der 1708 in London veröffentlicht wurde. Leguat, ein gebildeter Mann, beobachtete die Kulturen und die Natur der exotischen Länder, die er bereiste, und dokumentierte unbekannte Pflanzen und Tiere. Sein Werk enthält den ersten Bericht über Rodrigues und beschreibt die Insel in ihrem unberührten Zustand. Diese stark gekürzte Nacherzählung von Leguats umfangreichem Werk wird durch historische und geografische Informationen ergänzt. Besuchen Sie die Homepage der Autorin: renate-du-vinage.de.


