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Bookbot

Steffen Mau

    31. Oktober 1968
    (Un-)Gerechte (Un-)Gleichheiten
    Die Sozialstruktur Europas
    Lebenschancen
    Ungleich vereint
    Lütten Klein
    Lütten Klein
    • 2024

      Ist die deutsche Gesellschaft gespalten? Nimmt die politische Polarisierung zu? Viele populäre Zeitdiagnosen aus Medien und Wissenschaft der vergangenen Jahre legen eine solche Deutung nahe. Doch treffen derartige Befunde zu? Die Soziologen Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuser zeigen anhand von Umfragen und Interviews, dass in vielen - auch politisch umstrittenen - Bereichen die Einstellungen der Bevölkerungsmehrheit deutlich mehr Konsens und Überschneidungen aufweisen, als zahlreiche Diagnosen es nahelegen. Das bedeute jedoch nicht, dass Konflikte eine untergeordnete Rolle in der Gesellschaft spielen. Vielmehr, so zeigen die Autoren, folgen politische Auseinandersetzungen in Deutschland komplexen und mehrdimensionalen Dynamiken. Anhand von vier Arenen der Ungleichheit, die um die Themen Wohlstandsverteilung, Migration, Antidiskriminierung und Klimaschutz kreisen, zeichnen sie die Einstellungsmuster in der deutschen Bevölkerung nach. Sie fragen nach den sozialstrukturellen Hintergründen und den moralischen Logiken, die gegenwärtigen Konflikten zugrunde liegen. Dabei machen die Autoren spezifische Triggerpunkte aus: Themen oder Stichworte, die bei vielen Menschen nachdrückliche und emotional aufgeladene Stellungnahmen hervorrufen - und dadurch polarisierend wirkten. Bestimmte Akteure versuchten, solche Reaktionen gezielt hervorzurufen und aus ihnen im politischen Wettbewerb Profit zu schlagen.

      Triggerpunkte
    • 2024

      Ein Dorf

      1950-2022

      • 362 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Dieses Buch ist eine Reiseerzählung der anderen Art. Der Betrachter reist beim Lesen durch die Zeit und bleibt dabei am gleichen Ort, dem Dorf Berka in Thüringen. Das Dorf wurde von drei Fotografen einer Familie über 70 Jahre zwischen 1950 und 2022 fotografisch begleitet. Es handelt sich um ein ungewöhnliches, mehreren Zufällen geschuldetes Projekt, das viel erzählt über dieses Land, das Dorf, seine Menschen und wie sich die Dinge so entwickelt haben. Zufall: Der Müllermeister von Berka, Ludwig Schirmer ist begeisterter Amateurfotograf, der nach dem Zweiten Weltkrieg neben der Arbeit als Müller noch Zeit findet das Leben im Dorf und auf dem Feld in Bilder zu fassen, die an andere große deutsche Fotografen seiner Zeit erinnern. Zufall: Die Familie Schirmer bekommt 1950 eine Tochter, Ute, die ihre Kindheit in Berka verbringt. Zufall: Ute heiratet 1973 Werner, den sie am Gymnasium in Oranienburg kennenlernt. Beide studieren später an der HGB Leipzig und Werner macht 1977/78 sein Diplom über Utes Heimatdorf, Berka. Zufall: Werner bekommt 1997 einen Auftrag vom STERN, die von Helmut Kohl versprochenen Blühenden Landschaften zu fotografieren und geht 1998 noch einmal nach Berka zum Fotografieren. 2001 stirbt Ludwig Schirmer, der in den sechziger Jahren zu einem der bekanntesten Werbefotografen der DDR geworden war und in seinem Nachlass tauchen zufällig einige wenige Abzüge und viele Negative seiner Berka-Bilder auf. Ute Mahler und Werner Mahler machen in ihrer Dunkelkammer erste Abzüge und ihnen wird klar welche künstlerische und dokumentarische Qualität diese Bilder haben. 2021/2022, kein Zufall mehr: Ute Mahler fährt wiederholt nach Berka und portraitiert die Jugendlichen des Dorfes, die noch nicht einmal geboren waren, als Werner Mahler das letzte mal dort fotografierte. Es sind die Ur- oder Ururenkelinnen der Menschen, die Ludwig Schirmer in den fünfziger Jahren kannte und portraitierte. 2022/2023, das vollkommen analog und schwarzweiss fotografierte Langzeitprojekt ist abgeschlossen und die Idee des Buches, die schon einige Jahre gereift ist, nimmt erste Formen an. Die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck, die Journalistin und Freundin Anja Maier, der Soziologe Steffen Mau (Humboldt Universität Berlin) und der amerikanische Fotohistoriker Gary Van Zante (MIT, Boston) beschreiben den Ort, die Zeit, die Menschen, die Fotografen und Fotografien. Der Grafiker Florian Lamm entwickelt mit subtilen gestalterischen Ideen ein komplexes Layout, das Bilder und Texte in eine dichte Erzählung formt, die an große literarische, fotografische und filmische Vorbilder erinnert. 2024, die vielfältigen Bezüge können aufmerksame Betrachter, Leser und Rezensenten rein zufällig selbst entdecken!

      Ein Dorf
    • 2024

      Ungleich vereint

      Warum der Osten anders bleibt | Ein Buch, das aus Sackgassen herausführt – und für Gesprächsstoff sorgt | Bayerischer Buchpreis 2024

      4,3(16)Abgeben

      Die Diskussion über Ostdeutschland und das Verhältnis zwischen Ost und West flammt immer wieder auf. Sei es anlässlich runder Jubiläen, sei es nach Protesten. Und dennoch gibt es in dieser Debatte keine Verständnisfortschritte. Sie dreht sich im Kreis, auf Vorwürfe folgen Gegenvorwürfe: »Ihr seid diktatursozialisiert!« – »Ihr habt uns ökonomisch und symbolisch kleingemacht!«Im November jährt sich der Mauerfall zum 35. Mal. Bereits zuvor könnte die AfD aus drei Landtagswahlen als stärkste Partei hervorgehen. In dieser Lage meldet sich der »gefragteste Gesellschaftsdeuter im Land« (FAS) mit einer differenzierten Intervention zu Wort. Steffen Mau setzt sich mit prominenten Beiträgen auseinander und widerspricht der Angleichungsthese, laut der Ostdeutschland im Lauf der Zeit so sein werde wie der Westen. Aufgrund der Erfahrungen in der DDR und in den Wendejahren wird der Osten anders bleiben – ökonomisch, politisch, aber auch, was Mentalität und Identität betrifft. Angesichts der schwachen Verwurzelung der Parteien plädiert Steffen Mau dafür, alternative Formen der Demokratie zu erproben und die Menschen etwa über Bürgerräte stärker zu beteiligen.Ein Buch, das aus Sackgassen herausführt – und für Gesprächsstoff sorgen wird.

      Ungleich vereint
    • 2023

      Triggerpunkte

      Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft | Warum Gendersternchen und Lastenfahrräder so viele Menschen triggern

      »Soziale Konflikte sind nie einfach nur da, sie werden auch gesellschaftlich hergestellt: entfacht, angeheizt, getriggert.« Von einer »Spaltung der Gesellschaft« ist immer häufiger die Rede. Auch in der Alltagswahrnehmung vieler Menschen stehen sich zunehmend unversöhnliche Lager gegenüber. So plausibel sie klingen mögen, werfen entsprechende Diagnosen doch Fragen auf: Wie weit liegen die Meinungen in der Bevölkerung wirklich auseinander? Und ist die Gesellschaft heute wirklich zerstrittener als zur Zeit der Studentenproteste oder in den frühen Neunzigern? Nicht zuletzt weil man eine Spaltung auch herbeireden kann, tut mehr Klarheit not. Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuser kartieren aufwendig die Einstellungen in vier Arenen der Ungleichheit: Armut und Reichtum; Migration; Diversität und Gender; Klimaschutz. Bei vielen großen Fragen, so der überraschende Befund, herrscht einigermaßen Konsens. Werden jedoch bestimmte Triggerpunkte berührt, verschärft sich schlagartig die Debatte: Gleichstellung ja, aber bitte keine »Gendersprache«! Umweltschutz ja, aber wer trägt die Kosten? Eine 360-Grad-Vermessung der Konflikte um alte und neue Ungleichheiten, die eine unverzichtbare Diskussionsgrundlage bietet und viele Mythen entzaubert.

      Triggerpunkte
    • 2022

      It is commonly thought that, thanks to globalization, nation-state borders are becoming increasingly porous. Steffen Mau shows that this view is misleading: borders are not getting more permeable in the era of globalization, but rather are being turned into powerful sorting machines. Today they fulfil their separation function better and more effectively than ever. While the cross-border movement of people has steadily increased in recent decades, a counter-development has taken place at the same time: in many places, new deterrent walls and militarized border crossings are being created. Borders have also become increasingly selective. Supported by digitalization, they have been upgraded to smart borders, and border control has expanded spatially on a massive scale, even becoming a global enterprise that is detached from territory. Steffen Mau shows how the new sorting machines create mobility and immobility at the same time: for some travellers, borders open like department-store doors, but for others they remain closed more firmly than ever. While a small circle of privileged people are allowed to travel almost everywhere today, the vast majority of the world’s population continues to be systematically excluded. Nowhere is the Janus face of globalization more evident than at the borders of the 21st century.

      Sorting Machines - The Reinvention of the Border in the 21st Century
    • 2022

      Metrická společnost

      • 196 Seiten
      • 7 Lesestunden
      4,4(3)Abgeben

      Všudypřítomný jazyk hodnocení a bodování zásadně změnil naše vnímání hodnoty a statusu. Vzestup kvantifikace vytvořil a posílil sociální hierarchie a kvalitativní rozdíly proměnil v kvantitativní nerovnosti. Ačkoli původním záměrem mohlo být budování důvěry a transparentnosti, Steffen Mau ukazuje, jak se metriky ve skutečnosti staly formou sociálního podmiňování. Tato aktuální analýza zhoubného vlivu kvantifikace zaujme studenty a vědce napříč společenskými vědami, stejně jako každého, koho zajímá kult čísel a jeho dopad na naše životy a dnešní společnost

      Metrická společnost
    • 2021
    • 2020

      Lütten Klein

      Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft | SPIEGEL-Bestseller

      4,4(10)Abgeben

      Steffen Mau reflektiert 30 Jahre nach dem Mauerfall über seine Kindheit in Lütten Klein und die gesellschaftlichen Veränderungen in Ostdeutschland. Er analysiert die Ursachen für soziale Spaltung, Unzufriedenheit und politische Entfremdung, indem er mit Weggezogenen und Dagebliebenen spricht und auf die Vergangenheit blickt.

      Lütten Klein
    • 2019

      In today’s world, numbers are in the ascendancy. Societies dominated by star ratings, scores, likes and lists are rapidly emerging, as data are collected on virtually every aspect of our lives. From annual university rankings, ratings agencies and fitness tracking technologies to our credit score and health status, everything and everybody is measured and evaluated. In this important new book, Steffen Mau offers a critical analysis of this increasingly pervasive phenomenon. While the original intention behind the drive to quantify may have been to build trust and transparency, Mau shows how metrics have in fact become a form of social conditioning. The ubiquitous language of ranking and scoring has changed profoundly our perception of value and status. What is more, through quantification, our capacity for competition and comparison has expanded significantly – we can now measure ourselves against others in practically every area. The rise of quantification has created and strengthened social hierarchies, transforming qualitative differences into quantitative inequalities that play a decisive role in shaping the life chances of individuals. This timely analysis of the pernicious impact of quantification will appeal to students and scholars across the social sciences, as well as anyone concerned by the cult of numbers and its impact on our lives and societies today.

      The Metric Society on the Quantification of the Social
    • 2019

      Lütten Klein

      Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

      4,7(11)Abgeben

      Steffen Mau wächst in den siebziger Jahren im Rostocker Neubauviertel Lütten Klein auf. Als die Mauer fällt, ist er bei der NVA, nach der Wende studiert er, wird schließlich Professor. Währenddessen kämpft seine Heimat mit den Schattenseiten der Wiedervereinigung: Statt blühender Landschaften prägen verrostende Industrieruinen die Szenerie. Mit der neuen Freiheit und dem Massenkonsum kommen Erfahrungen sozialer Deklassierung. 30 Jahre nach 1989 zieht Mau mit dem ebenso scharfen wie empathischen Blick eines Lütten Kleiner Soziologen Bilanz. Er spricht mit Weggezogenen und Dagebliebenen, er schaut zurück auf das Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt. Wie veränderte sich die Sozialstruktur, wie die Mentalitäten? Was sind die Ursachen für Unzufriedenheit und politische Entfremdung in den neuen Ländern? Wie wurde aus der Stadt, in der er gemeinsam mit Kindern aller Schichten seine Jugend verbrachte, ein Ort sozialer Spaltung? Viele der Spannungen, so sein Fazit, die sich in Ostdeutschland beobachten lassen, haben ihren Ursprung in der DDR-Zeit. Doch wurden sie durch die Transformation nicht aufgehoben. Vielmehr verschärften sie sich zu gesellschaftlichen Frakturen, die unser Land bis heute prägen.

      Lütten Klein