Die Biografie >>Des Kaisers Falke<< gibt Einblick in die zwiespältige Persönlichkeit von Franz Conrad von Hötzendorf, der den Weg der Habsburgermonarchie in den Untergang begleitet und mitgestaltet hat. Seit seinem Amtsantritt als Chef des Generalstabes der k.u.k. Armee 1906 drängt Franz Conrad von Hötzendorf auf Krieg: Krieg gegen Serbien, Krieg gegen Italien, ja sogar Krieg gegen Ungarn – dies sei die einzige Möglichkeit, den inneren wie äußeren Problemen des maroden Reichs zu begegnen. Im persönlichen Umgang ausgesprochen liebenswürdig, bei der Truppe und im Generalstab gehasst und unterwürfig verehrt zugleich, in seine Frauen bis zur völligen Selbstaufgabe vernarrt, in Krisen zerbrechlich wie ein Glasflakon, erweist sich der Mann mit den gutmütigen Augen und dem breiten Schnauzbart als "Falke in des Kaisers Horst". In seinem militärischen Denken und seiner Weltsicht ist er ein rücksichtsloser Kriegstreiber – sogar zum Preis seiner geliebten Söhne. Was ist übrig geblieben vom alten General außer Straßenbezeichnungen und dem Vorwurf, geistiger Wegbereiter von NS-Gedankengut gewesen zu sein? Wolfram Dornik, Verena Moritz und Hannes Leidinger begeben sich auf eine Spurensuche.
Wolfram Dornik Bücher




Die Autoren erzählen die Grazer Stadtgeschichte vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Italienische Festungsmeister bauten Graz als äußersten Vorposten des „Heiligen Römischen Reiches“ gegen das Osmanische Reich aus. Diese Architektur und viele andere Einflüsse prägen die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt. Lange sahen sich die Stadtväter als Vertreter der „deutschesten Stadt“ der Habsburgermonarchie. 1938 war Graz nationalsozialistisch, noch bevor Hitlers Truppen in Österreich einmarschierten. Nach 1945 mussten sich die Grazer*innen neu erfinden: Industrie, Kultur und Wissenschaft bilden heute die Markenzeichen. Wie kam es dazu? Ein reich bebildertes Lesebuch, das die aktuellsten Forschungsergebnisse zusammenfasst.
Sind Aspekte wie „Rüstungswettlauf“, „Totaler Krieg“, „Heimatfront“ und Zwangsarbeit singuläre Phänomene des 20. Jahrhunderts oder auch Begleit- und Folgeerscheinungen früherer militärischer Konflikte? War der Erste Weltkrieg wirklich der erste „totale“ Krieg oder gab es Ähnliches in vorangegangenen Epochen? Diese und weitere spannende Fragen werden in dem Sammelband behandelt. Renommierte Historiker/-innen aus Österreich und dem Ausland sowie junge Kollegen/-innen analysieren das Themenfeld „Krieg und Wirtschaft“ anhand ausgewählter Fallbeispiele. Der Fokus liegt auf der vergleichenden Analyse der Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und kriegerischen Konflikten, spanning über alle Epochen von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Beiträge stammen von zahlreichen Experten, darunter Heribert Aigner, Dieter Bacher, Roland Bernhard, Wolfram Dornik, Peter Fritz und viele mehr. Die Herausgeber, Wolfram Dornik und Walter M. Iber, sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, während Johannes Gießauf als Ass.-Prof. an der Universität Graz tätig ist.
Historisches Jahrbuch der Stadt Graz - 48: Graz 1918 bis 1938
- 456 Seiten
- 16 Lesestunden