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Peter Schay

    Psychodynamische Psycho- und Traumatherapie
    Durchgerutscht: Kinder und Jugendliche zwischen den Hilfesystemen!
    Ein ewiger Kampf: Die Wirklichkeit der Rehabilitation Abhängigkeitskranker
    • Psychisch kranke Menschen, insbesondere Abhängigkeitskranke, erfahren eine Stigmatisierung durch die Gesellschaft, die ihre ohnehin belastende Situation weiter verschärft. Neben psychischen Komorbiditäten und sozialer Ausgrenzung wird der Zugang zu Hilfen durch bürokratische Hürden erschwert. Viele Betroffene fallen durch das Raster der verschiedenen Finanzierungs- und Bewilligungsstellen, da Behörden sie von einer Stelle zur nächsten weiterleiten. Infolgedessen beantragen viele Abhängigkeitskranke ihre zustehenden Hilfen nicht und ziehen sich zurück, was zu Vereinsamung, erhöhtem Konsum, Überschuldung und Beschaffungskriminalität führt. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, sind nicht nur externe Hilfen notwendig, sondern auch grundlegende Änderungen in der Praxis der Rehabilitationsmaßnahmen. Ein Rückfall sollte nicht zum Ausschluss aus der Rehabilitation führen, wie es bei anderen psychischen Erkrankungen nicht der Fall ist. Die Autoren beleuchten die Lebensrealität von Suchtkranken in der Rehabilitation, kritisieren Missstände in Politik und Bewilligungsstellen und regen an, wie Rehabilitation gestaltet werden sollte, um den deutschen Gesetzen und den WHO-Konventionen zur Teilhabe benachteiligter Menschen gerecht zu werden.

      Ein ewiger Kampf: Die Wirklichkeit der Rehabilitation Abhängigkeitskranker
    • Psychodynamische Psycho- und Traumatherapie

      Konzepte - Praxis - Perspektiven [Fachtag "Alles Trauma - Oder?" am 29.09.2007 in Köln]

      • 229 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Psychisches Trauma wurde lange Zeit in der wissenschaftlichen Diskussion vernachlässigt. In Fachbüchern aus Bereichen wie Psychiatrie, Klinische Psychologie oder Psychotherapie, die vor 1998 veröffentlicht wurden, findet sich der Begriff „Trauma“ oft nicht einmal im Sachregister. Praktiker sind jedoch täglich mit den Folgen traumatischer Erfahrungen ihrer Klienten konfrontiert. Die Gründe für diese Diskrepanz liegen in den Abwehrmechanismen, die sowohl Wissenschaftler als auch die allgemeine Bevölkerung gegen Trauma haben, insbesondere in der Tendenz zur Opferbeschuldigung. Fragen wie: „Warum war das Opfer zur fraglichen Zeit dort?“ oder „Sind Opfer nicht auch teilweise verantwortlich?“ verdeutlichen diese Problematik. Diese irrationalen Denkweisen sind tief im magischen Denken verwurzelt, nicht nur bei Unbeteiligten, sondern manchmal auch bei den Opfern selbst. Daher ist es wenig überraschend, dass der wissenschaftliche Diskurs oft von dieser Opferbeschuldigung geprägt war und teils weiterhin ist. Wenn Traumatisierung nicht ignoriert wird, wird häufig argumentiert, dass das Opfer eine Mitverantwortung trägt oder dass das Trauma aus der frühen Kindheit stammt oder auf eine problematische Persönlichkeitsstruktur zurückzuführen ist.

      Psychodynamische Psycho- und Traumatherapie