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Wilhelm Warning

    Annette Lucks Flipflop
    Benjamin Bergmann, Post scriptum
    Fremdenzimmer
    • Fremdenzimmer

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Biografien des Verlustes - Wilhelm Christoph Warnung stellt 16 Syrer und ihre Lebensgeschichten vor. Sechzehn Männer, vertrieben vom Krieg, haben nahezu alles verloren und finden sich durch Zufall an einem Ort in Deutschland wieder. Warning gelingt es, seine Gesprächspartner aus der anonymen Flüchtlingswelle herauszuholen und ihnen eine Stimme zu geben. Seine einfühlsamen Porträts verdeutlichen, dass es nicht nur Flüchtlinge oder Fremde sind, die nach Deutschland kommen, sondern sehr unterschiedliche Menschen, die mit schweren Erlebnissen beladen sind. Sie suchen das, was die Genfer Flüchtlingskonvention verspricht: Sicherheit und einen rechtlichen Rahmen. Die syrischen Staatsbürger leben heute in einer ehemaligen Ausflugspension, wo das Wort Fremdenzimmer eine neue Bedeutung erhalten hat. Sie stammen aus verschiedenen Regionen Syriens, einige sind Städter, andere vom Land. Unter ihnen sind Studenten, Landwirte, Ingenieure, Manager und Pferdezüchter. Sie repräsentieren Muslime, Drusen und Kurden, die in Syrien muslimische, christliche und kurdische Freunde hatten. Ihre unterschiedlichen Dialekte und Traditionen wurden durch den Krieg zerstört, der ihnen Zerstörung, Verwüstung, Tod und Flucht brachte. Enno Kapitzas Porträtfotografien unterstreichen die Botschaft: Nach Deutschland fliehen Menschen, die als individuelle Personen ernst genommen werden wollen und ein Recht darauf haben.

      Fremdenzimmer2016
    • Annette Lucks Flipflop

      Paintings - Drawings - Ceramics

      • 221 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Erstmals sind die wesentlichen Aspekte des Werks von Annette Lucks in einer Publikation vereint. Dabei geht es vor allem um das Agieren in einem Geflecht zwischen Zeichnung, Radierung, Malerei und Wort. Autobiografische Bezüge der 1952 als Flüchtlingskind geborenen Künstlerin wie historische Zusammenhänge spielen dabei eine Rolle. Assoziativ verarbeitet Lucks Gedankengut, Inspiration, Erinnerungsbilder zu mehrschichtigen Kompositionen. „So wachsen verzweigte Räume, darin zu wohnen” (Annette Lucks). Das eigene Erleben, Gelesenes, gesammelte Eindrücke und Ideen, philosophische Überlegungen und Natur bieten eine unerschöpfliche Quelle für die collageartig angelegten Werke. Sie formen in sich und im Ganzen ein dichtes Gewebe um die bildnerische „Textur“ - und lassen den Betrachter in eine große Erzählung eintauchen.

      Annette Lucks Flipflop2015