Ethikkompetenz geht jeden an. Ein digital- und medienethischer Kompass hält uns auf Kurs in einer verantwortungsbewussten, aufgeklärten, digitalen Gesellschaft – gerade in Zeiten, in denen komplexe Themen Menschen rasch verunsichern (Pandemie, Polarisierung, Krieg, Klima, Überwachung, Netzhass, [generative] KI-Anwendungen etc.). JournalistInnen sind Beobachterinstanz. Sie informieren, bieten Gelegenheiten, um über aktuelle Themen zu diskutieren, ordnen ein. Von vielen gegenwärtigen gesellschaftlichen Veränderungen sind sie zudem selbst betroffen. Das Lehrbuch reflektiert über stabile und über sich wandelnde Wertmaßstäbe und geht systematisch entlang konkreter Beispiele vor. Es richtet sich an Studierende, Journalist: innen, Forscher: innen und Bürger: innen.
Marlis Prinzing Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





Migration, Integration, Inklusion
Medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitale Mediengesellschaft
Qualitativ hochwertiger Journalismus spiegelt alle gesellschaftlichen Akteure wider und bietet ihnen ein Forum. Eine zentrale Aufgabe dieses Journalismus ist die Förderung von sozialer Integration und Inklusion. In einer demokratischen Gesellschaft sind Medien, sowohl öffentlich-rechtliche als auch privat-kommerzielle, gefordert, zum sozialen Zusammenhalt beizutragen und zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu vermitteln. Diese Herausforderung ist ethisch bedeutend und hat sich im Zuge des digitalen Wandels und der aktuellen Zuwanderungssituation verstärkt. Wissenschaftler und Journalisten reflektieren die Möglichkeiten und Grenzen, gesellschaftliche Integration zu fördern. Die Beiträge stammen von einer Vielzahl von Autoren, die unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen einbringen. Interviews mit Experten vertiefen die Diskussion über die Rolle der Medien in der Gesellschaft und deren Verantwortung in Bezug auf Integration und Zusammenhalt.
Was bedeutet Christsein heute? Was heißt Katholisch-Sein? Evangelisch-Sein? Inwiefern bietet der Glaube Orientierung, wie kann er Rückgrat sein in einer Zeit der Veränderungen, Ungewissheiten, Zerreißproben ?Die Gesprächspartner/innen beziehen Position zu drängenden Fragen des Glaubens und der Gegenwart. Sie werden als Menschen sichtbar, die überraschende Wege einschlugen, die entschieden handeln, an deren Überzeugungen wir uns reiben können.- Schwester Lea Ordensschwester, Vertrauensfrau, Auswegsucherin- Kirsten Bischöfin, Brückenbauerin, Seelsorgerin- Bruder Paulus Kapuziner, Männerfischer, Medienmeister- Notker Lehrmeister, Weltreisender, Oberster Benediktiner- Friedrich Pfarrer, Prediger, Kämpfer- Arnd Chrismon-Chef, Konvertit, schreibender ProtestantProminente der So glauben sie wirklichPorträts und Interviews gewähren überraschende EinblickeKonsequente Lebensentwürfe fordern herausSpannungsfelder, Brüche und Zweifel inbegriffen
Sie wird die letzte Holocaust-Überlebende sein, die das Bild des Judentums in Deutschland prägt, und eine der ersten, die sich leidenschaftlich um die jüngere Generation und ihr Verständnis der deutschen Geschichte kümmert: Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzende der orthodoxen Israelitischen Kultusgemeinde in München. Furchtlos kritisiert sie Äußerungen von Politikern und Positionen des Papstes zu jüdischen Themen, Diskriminierung und Angriffen auf das Judentum. Ihre größte Sorge ist die Neuinterpretation der Vergangenheit, gegen die sie kämpft, auch wenn sie dadurch Gegner gewinnt. Ihre wichtigste Aufgabe bleibt jedoch der Dialog mit der neuen Generation. Trotz ihrer öffentlichen Ämter begann sie erst, als ihre Kinder groß waren, und reservierte sich stets Zeit für Gespräche mit jungen Menschen. Im Gespräch mit Marlis Prinzing äußert Charlotte Knobloch ihren leidenschaftlichen Kampf gegen das Vergessen, reflektiert über ihre Rolle als prominenteste „jüdische Deutsche“ und teilt persönliche Erfolge und Niederlagen als „Karrierefrau“. Sie spricht über Ängste, Sehnsüchte und ihre unzerstörbare Hoffnung auf die Zukunft. Das aktuelle Gespräch mit der scheidenden Präsidentin bietet Einblicke in ihre Botschaften für die nächste Generation, ergänzt durch Stimmen von Weggefährten und Zeitzeugen.
Galsan Tschinag ist vielleicht der bekannteste Mongole in Deutschland. Seit Jahren gibt er Seminare und hält Vorträge über den mongolischen Schamanismus, ist Oberhaupt des aussterbenden Stammes der Tuwiner, mehrfach preisgekrönter Erzähler und Romancier (Chamisso Preis, Romane und Erzählungen bei Suhrkamp u. Unionsverlag), praktizierender Heiler und Gast in zahlreichen Talkshows. Marlis Prinzing stellt in den Mittelpunkt dieses Portraits Tschinags Arbeit als schamanischer Heiler und ihre persönliche Erfahrung mit dem mongolischen Schamanismus.