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Paul Reitter

    Paul Reitter ist Professor für deutsche Literatur, dessen Werk die philosophischen Grundlagen der Bildung kritisch untersucht. Er erforscht Kritiken etablierter akademischer Strukturen und untersucht alternative Lernmodelle. Reitters Forschung bietet tiefe Einblicke in die gesellschaftliche Rolle und die Zukunft von Bildungseinrichtungen.

    Das Kraus-Projekt
    Permanent Crisis
    • The humanities, considered by many as irrelevant for modern careers and hopelessly devoid of funding, seem to be in a perpetual state of crisis, at the mercy of modernizing and technological forces that are driving universities towards academic pursuits that pull in grant money and direct students to lucrative careers. But as Paul Reitter and Chad Wellmon show, this crisis isn’t new—in fact, it’s as old as the humanities themselves.  Today’s humanities scholars experience and react to basic pressures in ways that are strikingly similar to their nineteenth-century German counterparts. The humanities came into their own as scholars framed their work as a unique resource for resolving crises of meaning and value that threatened other cultural or social goods. The self-understanding of the modern humanities didn’t merely take shape in response to a perceived crisis; it also made crisis a core part of its project. Through this critical, historical perspective, Permanent Crisis can take scholars and anyone who cares about the humanities beyond the usual scolding, exhorting, and hand-wringing into clearer, more effective thinking about the fate of the humanities. Building on ideas from Max Weber and Friedrich Nietzsche to Helen Small and Danielle Allen, Reitter and Wellmon dig into the very idea of the humanities as a way to find meaning and coherence in the world. ,

      Permanent Crisis
      4,0
    • Das Kraus-Projekt

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Jonathan Franzen hat schon oft gezeigt, wie viel ihm deutsche Sprache und Literatur bedeuten. Jetzt hat er sich mit einem weiteren Helden seiner Deutsch-Lektüren befasst, dem Sprach- und Kulturkritiker Karl Kraus (1874-1936), einem der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts, so scharfsichtig und scharfzüngig wie kein anderer seiner Zeit. Vor etwa 100 Jahren prangerte er in seiner Zeitschrift „Die Fackel“ den Einfluss der Massenmedien an, kritisierte die entmenschlichenden Folgen von Technik und Konsumkapitalismus sowie die chauvinistische Rhetorik in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis in die Weimarer Republik. Aber obwohl er glühende Anhänger hatte, darunter Franz Kafka und Walter Benjamin, blieb er ein einsamer Prophet, und heute sind seine Schriften nur noch Wenigen bekannt. Mit seinem «Kraus-Projekt» versucht Jonathan Franzen, das zu ändern. Er versammelt die aus seiner Sicht bedeutsamsten zwei Aufsätze des Wiener Polemikers und hat sie – unterstützt von Daniel Kehlmann und dem Kraus-Experten Paul Reitter – auf Aufsehen erregende Weise, nämlich sehr persönlich kommentiert. So erfährt der Leser nicht nur Wesentliches über den literaturhistorischen Hintergrund, sondern erhält auch Hinweise zum Verständnis der komplexen Texte und neue Einblicke in Franzens Denken, Leben, Werk.

      Das Kraus-Projekt
      3,3