Jugendliche, die einen nahe stehenden Menschen durch den Tod verlieren, brauchen sensible Unterstützung. Sie sollten mit ihren Gefühlen, Gedanken und Sorgen nicht allein gelassen werden. Im Alltag finden Jugendliche häufig wenige Möglichkeiten zu trauern. Zudem fühlen sie sich von Gleichaltrigen oder in der Familie oft nicht richtig verstanden. Sie ziehen sich zurück, können oder möchten ihre Trauer nicht zeigen, obwohl sie sich Trost und Beistand wünschen. Eltern und andere Bezugspersonen sind hilflos, unsicher und überfordert im Umgang mit trauernden Jugendlichen. So gestaltet sich das Leben miteinander, zusätzlich zum erlebten Verlust, für beide Seiten schwierig. Stephanie Witt-Loers greift diesen Konflikt auf und informiert über wesentliche Aspekte von Trauerprozessen. Dabei werden besonders Jugendliche in ihrer Entwicklungsphase mit ihren Bedürfnissen und Anliegen in den Blick genommen, denn sie trauern anders als Kinder oder Erwachsene und benötigen dementsprechende Unterstützung. Ziel ist es, ein gegenseitiges Verständnis in der Familie zu fördern das Trauern für alle zu erleichtern. Zudem geben Erfahrungsberichte Jugendlicher sowie ihrer Bezugspersoneneinen eindrücklichen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt betroffener Familien.
Stephanie Witt-Loers Bücher






Trauernde Jugendliche in der Schule
- 136 Seiten
- 5 Lesestunden
Meine Schwester Sophie
Geschwisterkinder in Zeiten von Krankheit, Tod und Trauer unterstützen
- 64 Seiten
- 3 Lesestunden
Greta versteht die Welt nicht mehr. Früher waren sie eine normale Familie, doch plötzlich dreht sich alles nur noch um ihre Schwester Sophie. Hat sie etwas falsch gemacht? Liebt sie niemand mehr? Erst als sie erfährt, dass Sophie schwer krank ist, beginnt sie zu verstehen. Sophie wird nicht mehr gesund. Ihr Tod verändert alles, und Greta muss lernen, mit ihrer Trauer und der neuen Realität umzugehen. Gretas Geschichte zeigt eindrücklich, wie Krankheit und der Tod eines Kindes eine ganze Familie und ihr Umfeld verändern. Denn niemand ist allein krank– alle Angehörigen durchleben den Prozess auf ihre eigene Weise. Wie Kinder eine schwere Krankheit und den Tod eines Geschwisters begreifen, welche Fragen sie haben und wie sie damit umgehen, hängt von vielen Faktoren ab. Die Autor*innen geben einfühlsame Einblicke, was Geschwisterkindern in dieser Zeit hilft und warum auch schwierige Gefühle wie Ekel, Schuld oder Erleichterung Raum haben dürfen. Gleichzeitig vermittelt das Buch Hoffnung: Auch nach einem schweren Verlust darf das Leben wieder schön sein. „Meine Schwester Sophie“ richtet sich an Kinder ab 5 Jahren. Ein ergänzender Theorieteil bietet Familien, Bezugspersonen und Fachkräften wertvolle Hilfestellungen, um mit Kindern offen und ehrlich über Sterben, Tod und Trauer zu sprechen – und auch als Erwachsene einen Weg durch den eigenen Schmerz zu finden.
Methoden in der Trauerbegleitung und der Geist, in dem sie genutzt werden sollten In der Begleitung von Menschen durch Krisen und Trauer sind neben Gesprächen auch andere methodische und kreative Zugänge unterstützend. Dieses Leidfaden-Heft stellt eine breite Palette vor mit Hintergrundinformationen, Anleitungen und Werkstatteinblicken. Doch ist eine Methode nur eine Methode - wirkungsvoll ist dabei weniger das jeweilige Vorgehen als vielmehr die Haltung, aus der heraus diese eingesetzt und mit der sie durchgeführt wird. Aus der Psychotherapieforschung ist bekannt, dass authentisches Zuhošren, Akzeptanz gegenüber den individuellen Ausdrucksformen von Trauer und echte Begegnung in Resonanz die bedeutendsten Wirkfaktoren sind. Die einzelnen Beiträge beleuchten diese Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven und vielfältigen beraterischen Kontexten, von Psychodrama über Arbeit am Tonfeld, Kreatives Schreiben, Ikebana, Empowerment oder Gongarbeit bis hin zu körperbezogenen Zugängen - um nur einige zu nennen.
Hallo, ich lebe noch!
Trauernde Geschwister begleiten
Tod – Kein Thema für Kinder?
Zulassen – Erfahren – Teilen: Verlust und Trauer im Leben von Kindern und Jugendlichen. Anregungen für die Praxis.
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden