Im Jahr 2011: Seit nunmehr 15 Jahren weht die blaue Flagge der Vereinten Nationen verstärkt in Bonn, seit fünf Jahren sogar vor dem „Langen Eugen“, dem Symbol für die Bonner Republik und heutigem UN-Campus im Regierungsviertel. Erdkugel und Olivenzweige haben den Bundesadler von den Flaggenmasten der Bundesstadt zwar nicht völlig verdrängt, doch sie sind ausdrucksstarker Beleg dafür, dass sich die ehemalige Bundeshauptstadt am Rhein seit der deutschen Wiedervereinigung längst neu erfunden hat. Der Wandel zum Zentrum für nachhaltige Entwicklung manifestiert sich vor allem durch Einrichtungen der Vereinten Nationen, die in Bonn heimisch geworden sind und zusammen mit Einrichtungen des Bundes, Unternehmen, Denkfabriken und Nichtregierungsorganisationen aller Art Politik für das 21. Jahrhundert gestalten. Aus diesem Anlass blicken namhafte Autoren auf den Wandel zurück, Zeitzeugen erinnern sich und Fachleute analysieren die neue Bedeutung Bonns für die deutsche und internationale Politik.
Nina Hürter Reihenfolge der Bücher


- 2011
- 2009
Is a mission shared a problem halved?
- 149 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Vereinten Nationen haben in über sechzig Jahren 63 Friedensmissionen durchgeführt und sind aktuell mit 116.000 Personen in 17 Missionen aktiv, jedoch an der Grenze ihrer Kapazitäten. Es mangelt an Geld, Ausrüstung und dem Willen der Mitgliedsländer, Soldaten zu entsenden. Vor allem Entwicklungsländer stellen ihre Truppen, die mit Blauhelmen ausgestattet sind. Vergangene fatale Niederlagen, wie in Somalia, Ruanda und Srebrenica, haben die Friedenssicherung der UN zu einem Problemfall gemacht. Nina Hürter untersucht mögliche Lösungen für die Engpässe der Vereinten Nationen, indem sie die Delegation der Wahrung des Weltfriedens an regionale Organisationen wie die Europäische oder die Afrikanische Union in Betracht zieht. Diese Organisationen könnten, mit einem Mandat der UN, aber unter eigener Führung und Verantwortung, Friedensmissionen durchführen. Die zentrale Frage bleibt, ob diese Kooperation ein wirksames Instrument zur Steigerung der Effektivität und Kapazität der Vereinten Nationen sein kann. Fallbeispiele wie der Einsatz der Europäischen Union in der Demokratischen Republik Kongo 2005 und der Einsatz der Afrikanischen Union in Darfur/Sudan ab 2004 verdeutlichen die Herausforderungen und Hürden, die eine solche Kooperation mit sich bringt.