Josef Lada Bücher
Josef Lada war ein tschechischer Maler und Schriftsteller, der als Illustrator und Karikaturist einen unverwechselbaren Stil entwickelte. Sein Werk, oft von Humor und Satire durchdrungen, fängt Leben und Charaktere mit einer einzigartigen visuellen Sprache ein. Lada wurde besonders berühmt für seine Illustrationen satirischer Werke, in denen er die Machtstrukturen seiner Zeit kritisch darstellte. Darüber hinaus beschäftigt sich sein Schaffen auch mit Landschaften und dem traditionellen tschechischen Leben und hinterlässt damit eine unauslöschliche Spur in der tschechischen Kunst und Literatur.







Kater Mikesch
Geschichten vom Kater, der sprechen konnte
Der Kinderbuchklassiker: Seit mehr als fünfzig Jahren ist der sprechende Kater aus Holleschitz der Liebling aller Kinder. Kater Mikesch versetzt die Bewohner von Holleschitz in Staunen, weil er plötzlich sprechen kann. Alle schließen den höflichen und lieben Kater in ihr Herz. Er bekommt vom Schuster ein paar Stiefel gemacht und vom Schneider einen Mantel geschenkt. Kater Mikesch bringt seinerseits dem Hund und dem Schwein der Großmutter das Sprechen bei. Als Mikesch versehentlich den Rahmtopf der Großmutter zerbricht, begibt er sich auf Wanderschaft, um Geld für einen neuen Rahmtopf aufzutreiben, und erlebt auf seiner Reise viele Abenteuer. Otfried Preußler wurde für seine Übertragung ins Deutsche 1963 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Seitdem ist der Siegeszug des sprechenden Katers nicht mehr aufzuhalten: Theater (Augsburger Puppenkiste), Film, Fernsehen, Rundfunk – und natürlich das Buch! Kater Mikesch ist ein Star!
Wer kennt ihn nicht, den um keine Ausrede verlegenen guten Soldaten Josef Švejk, der seine Vorgesetzten zur Raserei brachte, sich aber mit seinem treuen Blick und seinen skurrilen Geschichten jedes Mal vor der drohenden Bestrafung rettete? In Tschechien gehört der »Švejk« zum Nationalerbe; in Zeiten der Okkupation war er ein Widerstandsbuch –über die Rolle, die das Buch für die Tschechen spielt, informiert Jaroslav Rudiš’ sehr persönliche Nachbemerkung. Bei uns hat er sich vor allem durch die Verfilmungen mit Heinz Rühmann oder Fritz Muliar oder die Zeichnungen von Josef Lada auch bildlich ins Gedächtnis eingeprägt. Ins Deutsche übersetzt wurde der Text bisher aber erst einmal: von Grete Reiner, die in den 1920er Jahren mit ihrem »Böhmakeln« gleich eine eigene Sprachform für Švejk schuf. Doch Švejk spricht im Original sauberes Umgangs-Tschechisch, eine Sprache, die sich keineswegs durch grammatikalische Unkorrektheiten auszeichnet. Es war also durchaus an der Zeit, eine neue Übersetzung vorzulegen, die auf diese heute zu komödiantisch wirkenden, k. u. k.-tümelnden Elemente verzichtet und dem Roman so seine Modernität wiedergibt. Auf diese Weise entschlackt, erweist sich dieser große Roman 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges als erschreckend zeitgemäß in seiner Aufdeckung von Behördenwillkür, Selbstüberheblichkeit der Militärs, Obrigkeitshörigkeit und Dummheit.



