Adriana Altaras erzählt von ihrer Tante Jele, die 101 Jahre alt wurde und zahlreiche Herausforderungen überstand. Ihre Beziehung ist liebevoll und eigensinnig, geprägt von Erinnerungen und pragmatischen Ratschlägen. Während der Pandemie telefonieren sie häufig und reflektieren über Jeles faszinierendes Leben. Ein humorvolles Porträt einer starken Frau.
»Das Schicksal hat viel Humor.« Die Ich-Erzählerin dieses Romans heißt Adriana Altaras, und sie erzählt mit hinreißender Tragikomik von den Absurditäten des Theateralltags, von einer unverhofften Familienzusammenführung und davon, warum die Shoah, die Tragödie des 20. Jahrhunderts, das Epizentrum ihres Schaffens ist. Während der Proben zu Mozarts »Entführung aus dem Serail« entpuppt sich ausgerechnet die Souffleuse als größte Herausforderung. Susanne, genannt Sissele, hat Adrianas Bücher gelesen und ist davon überzeugt, dass nur sie ihr helfen kann. Jahrzehntelang hat Sissele vergeblich nach ihren Verwandten gesucht, die nach dem Zweiten Weltkrieg in alle Winde zerstreut wurden. Nun will sie einen letzten Versuch unternehmen – und Adriana Altaras muss mit! Auf einer abenteuerlichen Reise quer durch die Bundesrepublik verbinden sich Gegenwart und Vergangenheit, unvergessliche Geschichten vom Überleben mit jenen der Nachgeborenen. Ein mitreißendes und anrührendes Buch von tiefster Menschlichkeit. »›Die jüdische Souffleuse‹ erzählt mit Witz und Wärme von den Schatten der Vergangenheit.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die außergewöhnliche Familiengeschichte der Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras vereint humorvolle und einfühlsame Elemente von Vergangenheit und Gegenwart. In Berlin führt sie ein chaotisches, unorthodoxes Leben mit ihren fußballbegeisterten Söhnen, einem westfälischen Ehemann und einem nörgelnden Freund, der ständig von Auswanderung träumt. Doch als ihre Eltern sterben und sie eine seit 40 Jahren unveränderte Wohnung erbt, ändert sich alles. Fassungslos durchforstet sie kuriose Hinterlassenschaften, bewegende Briefe und alte Fotos, die nicht nur turbulente Familiengeheimnisse enthüllen, sondern auch die Stimmen der Verstorbenen hörbar machen. Mit Witz und Wärme verknüpft Altaras ihre Gegenwart mit der Vergangenheit und erzählt von ungleichen Schwestern, einem heldenhaften Vater und einer energiegeladenen, einsamen Mutter. Sie reflektiert über Exil, jüdische Feste, einen gescheiterten italienischen Esel und eine Stauballergie, die ihr im deutschen Fernsehen Schwierigkeiten bereitete. Diese außergewöhnliche Familiengeschichte zieht sich durch Europa und das 20. Jahrhundert, um schließlich in der Gegenwart anzukommen und eine kluge, hellsichtige Zeitdiagnose zu liefern. Unwiderstehlich witzig, anrührend und unvergesslich.
Im Tohuwabohu zwischen »Germany’s Next Topmodel« und Bar-Mizwa - das zweite Buch von Adriana Altaras In ›Titos Brille‹ hat sich Adriana Altaras der Geschichte ihrer Vorfahren gewidmet. Ebenso mitreißend und witzig erzählt sie nun von ihren pubertierenden Söhnen und ihrem Alltag in Berlin. Ein faszinierendes, vielstimmiges Porträt jüdisch-deutscher Gegenwart und ein unvergessliches Buch über Familie in all ihren tröstlichen und irrsinnigen Facetten.
Die Gegenwart ist nichts für Feiglinge
Eine Ehekrise, die am gemeinsamen Bücherregal ausgetragen wird. Ein KZ-Gedenkstättenbesuch mit dem jüngsten Sohn. Eine Liebeserklärung an die jüdische Literatur und eine Kriegserklärung an die Angst.
In ihren urkomischen und berührenden, ihren stets überraschenden und scharfsinnigen Geschichten vermisst Adriana Altaras unsere Gegenwart. Sie erzählt von Mut und Zivilcourage, vom Älterwerden und dem Umgang mit Erinnerung. Von Nachhilfestunden in türkischer Geschichte beim Fischhändler ihres Vertrauens und davon, warum sie nie bereuen wird, Kinder zu haben. Im familiären Alltag, in kurzen zwischenmenschlichen Begegnungen, im Film, der Literatur und dem Theater spürt sie in ihrem unvergleichlich charmanten und mitreißenden Ton den existenziellen Fragen nach, die uns alle angehen.