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Lars Eidinger

    Autistic Disco
    O Mensch
    Kaffee und Zigaretten
    Eidinger
    • Ferdinand von Schirachs neues Buch »Kaffee und Zigaretten« verwebt autobiographische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die Würde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der Aufklärung, das es zu bewahren gilt, und um das, was den Menschen erst eigentlich zum Menschen macht. In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzählerischen Annäherungen und Themen ist »Kaffee und Zigaretten« das persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs. »Wir müssen verstehen, wie wir wurden, wer wir sind. Und was wir wieder verlieren können. Als sich unser Bewusstsein entwickelte, sprach ja nichts dafür, dass wir einmal nach anderen Prinzipien handeln würden, als unsere Vorfahren. Aber wir gaben uns selbst Gesetze, wir erschufen eine Ethik, die nicht den Stärkeren bevorzugt, sondern den Schwächeren schützt. Das ist es, was uns im höchsten Sinn menschlich macht: die Achtung vor unserem Nebenmenschen.«

      Kaffee und Zigaretten2019
      3,9
    • Eidinger

      • 139 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Lars Eidinger, der Star der Berliner Schaubühne, dessen Hamlet zurzeit in Sydney wie Moskau, Taipeh wie Helsingör, Seoul wie Paris als Verkörperung eines neuen, total modernen Typus von Mensch gefeiert wird, hat auch mit seiner ersten großen Film rolle, dem Chris in Maren Ades „Alle anderen“, für großes Aufsehen gesorgt. Lars Eidinger erzählt im Gespräch mit Michael Eberth von seiner Westberliner Jugend, seiner Ausbildung an der Schauspielschule „Ernst Busch“ und seinen Anfängen am Theater mit Jürgen Gosch, der ihn ans Deutsche Theater holte, von seinem Ringen um die Aufmerksamkeit von Thomas Ostermeier, der seine besondere Begabung nicht gleich erkennen wollte, von der Sehnsucht nach dem intensiven Spielerlebnis, der Lust, über alle Schwellen von Scham und Entblößung hinaus die Grenzen des physisch und psychisch Erträglichen zu berühren, spricht über Eitelkeit, Selbst-Verlust, Größenwahn, Einsamkeit, das nie endende Suchen nach einer Liebe, die mehr als ein leeres, dahingesagtes Versprechen ist – und präsentiert sich wie auf der Bühne als die Verkörperung eines total modernen Typus von Schauspieler: des narzisstischen Performers, der sich in unersättlicher Spiel-Sucht in allen Rollen, Geschlechtern, Kunstformen, Genres bewegt, in die er eindringen kann.

      Eidinger2011
      4,5