Band 7 des "Handbuchs des Strafrechts" behandelt die historischen und verfassungsrechtlichen Grundlagen des Strafverfahrens sowie die Grundstrukturen, Prozessmaximen und Verfahrensbeteiligten. Es beleuchtet die Stellung und Aufgaben der Gerichte, die erstinstanzliche Zuständigkeit, den prozessualen Begriff der Tat, den Strafklageverbrauch sowie Fristen und Entscheidungsformen. Das Handbuch ist in neun Bände gegliedert und bietet eine umfassende Darstellung des deutschen Strafrechts und Strafverfahrensrechts. Es konzentriert sich nicht auf die Kommentierung einzelner Vorschriften, sondern auf themenspezifische Abhandlungen. Die erste Sektion behandelt die Grundlagen und den Allgemeinen Teil des Strafrechts, die zweite den Besonderen Teil mit ausgewählten Teildisziplinen, und die dritte das Strafverfahrensrecht. Im Mittelpunkt steht die Dogmatik, wobei die Grundlagen und deren Fortentwicklung besonders berücksichtigt werden. Das Werk verfolgt die Entwicklung des deutschen Strafrechts aus einer kritischen Distanz, unabhängig von aktuellen Herausforderungen. Es bietet eine solide Basis für weitere strafrechtswissenschaftliche Untersuchungen und ist aufgrund seiner Interdisziplinarität sowie der Berücksichtigung europäischer und internationaler Tendenzen von Interesse für die strafrechtliche Forschung und Praxis über nationale Grenzen hinweg.
Dominik Brodowski Bücher




Die Evolution des Strafrechts
Strafverfassungsrechtliche, europastrafrechtliche und kriminalpolitische Wirkungen auf Strafgesetzgebung
Durchschnittlich sechsmal pro Jahr wird das StGB, die Kernkodifikation des materiellen Strafrechts in Deutschland, geändert. Solche Veränderungen der materiellen Strafrechtslage – aber auch die Abwesenheit weiterer solcher Veränderungen – werden auf verschiedenen Pfaden durch das (Straf-)Verfassungsrecht, durch europäische und internationale Vorgaben und die Kriminalpolitik bewirkt und begrenzt. In dieser Abhandlung werden die (straf-)verfassungsrechtlichen, europa(straf)rechtlichen und (kriminal-)politischen Einflusslinien auf die aktuelle Entwicklung des materiellen Strafrechts in Deutschland untersucht und hieraus Folgerungen für die (dynamische) Bestimmtheit von Strafvorschriften entwickelt.
Die Covid-19-Pandemie fordert die europäische Idee heraus: Denn nicht nur die EU-Außengrenzen, sondern auch Binnengrenzen innerhalb des Schengen-Raums wurden ab Frühjahr 2020 wieder verstärkt kontrolliert, durch an deren Überquerung anknüpfende Quarantäne- und Test-Vorschriften zum Hindernis oder auch zeitweise ganz geschlossen. Damit sind die geographischen Grenzverläufe für Berufspendelnde, für Ausflügler:innen oder für Einkaufende wieder ,real‘. Doch reichen die Auswirkungen über Transit, Tourismus und Handel weit hinaus: Mit den verstärkten Kontrollen, Quarantänepflichten und Schließungen verändert sich auch die Wirkung der territorialen Grenz(ziehung)en. Das betrifft schließlich auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in binneneuropäischen Grenzregionen. Im Zusammenspiel aus Kultur-, Raum- und Rechtswissenschaften erfolgt im Sammelband eine multiperspektivisch vertiefende Beleuchtung zu Covid-19 und der europäischen Idee.
European Public Prosecutor's Office
Regulation (EU) 2017/1939 implementing enhanced cooperation on the establishment of the European Public Prosecutor's Office ('the EPPO')
- 1000 Seiten
- 35 Lesestunden