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Bookbot

Ove Sutter

    Erzählte Prekarität
    Ästhetisierung der Arbeit
    • Aktuelle Gesellschaftsanalysen zeigen, dass wir uns im Stadium eines ›kognitiven‹ oder ›ästhetischen‹ Kapitalismus befinden, insbesondere in westlichen Industriegesellschaften. Diese Transformation hin zu einer ästhetischen Ökonomie fördert permanente Innovation und die Verbreitung eines ›Kreativitätsdispositivs‹. Immer mehr Menschen empfinden den Wunsch und die Anforderung, kreativ zu sein. Gleichzeitig orientieren sich verschiedene gesellschaftliche Bereiche an der Produktion und dem Konsum sinnlich intensiver Erfahrungen. Der Band untersucht diese Diagnosen aus der Perspektive der Arbeitskulturenforschung und diskutiert sie theoretisch sowie ethnografisch. Es wird erörtert, wie Menschen die Anrufungen von Kreativität deuten und verarbeiten und welche Auswirkungen die Ästhetisierung auf Arbeitsinhalte, -handlungen und -organisation hat. Zudem wird die Beziehung zu Prekarisierung und Nicht-Arbeit thematisiert. Die Untersuchung beleuchtet, wie sich diese Dynamiken in Narrativen und Bildern artikulieren und wie sie in verkörperten Performanzen, Arbeitsmitteln oder räumlichen Architekturen materialisiert werden. Des Weiteren wird die Frage aufgeworfen, was mit historischen und gegenwärtigen Arbeitsformen geschieht, wenn sie im Museum ausgestellt werden, sowie wie die Kritik an der Ästhetisierung formuliert und strukturiert wird.

      Ästhetisierung der Arbeit
    • Erzählte Prekarität

      • 382 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Im postfordistischen Zeitalter sind Beschäftigte prekären Arbeitsverhältnissen und brüchigen Lebensläufen ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die eigene Lebenssituation reflexiv zu verorten und sprachlich zu verarbeiten. Dies gilt vor allem für Beschäftigte aus den Bereichen der immateriellen Arbeit, die in hohem Maße mit entgrenzter Arbeit konfrontiert sind und deren Aufgabenfeld insbesondere kommunikative Tätigkeiten umfasst. Ove Sutter weist in einer ethnographischen Untersuchung nach, dass autobiographisches Sprechen und Erzählen eine grundlegende Alltagspraxis darstellt, die Prekarität immaterieller Arbeit zu bewältigen und ihr zu widersprechen. Ausgezeichnet mit dem »Doc. Award« 2012 der Universität Wien und der Stadt Wien für hervorragende Forschungsleistungen.

      Erzählte Prekarität