Die erste Einführung in die mittelniederdeutsche Sprache und Literatur fördert eine umfassende Lektürekompetenz durch die Verknüpfung von literarhistorischer Darstellung und sprachlicher Beschreibung. Besonderheiten der Konzeption sind die gleichzeitige Betrachtung von Sprache und Literatur, die Orientierung an der Überlieferung sowie die Integration ausgewählter Texte mit Übungen in die Kapitel. Die mittelniederdeutsche Sprache wird synchron auf verschiedenen grammatischen Ebenen beschrieben, wobei diachrone Aspekte ergänzend zur Textverständnis herangezogen werden. Sprachliche Variation wird als wesentliches Merkmal historischer Sprachstufen behandelt, um das Verständnis und die Übersetzung der Quellen zu erleichtern. Die Sprachlehre berücksichtigt aktuelle Forschungsergebnisse und Daten des "Referenzkorpus Mittelniederdeutsch/Niederrheinisch (1200-1650)". Die literaturgeschichtliche Darstellung zeigt die Vielfalt der mittelniederdeutschen Textkultur, indem sie sowohl kanonische als auch weniger beachtete Texte und Textgruppen einbezieht. Die zeitliche und räumliche Breite des Mittelniederdeutschen wird sichtbar gemacht. Um die LeserInnen zur eigenständigen Bearbeitung mittelniederdeutscher Texte zu befähigen, werden Primärtexte umfassend eingebunden. Anhand dieser Texte werden literaturgeschichtliche Informationen und grammatische Merkmale vermittelt. Ergänzend werden zentrale Arbeitsmethoden wie die Nutzung von Wörterbüche
Robert Langhanke Bücher


Klaus-Groth-Lesebuch
- 184 Seiten
- 7 Lesestunden
Das Klaus-Groth-Lesebuch stellt niederdeutsche und hochdeutsche Texte des schleswig-holsteinischen Dichters zusammen. Klaus Groth (1819–1899) erreichte mit seiner Lyriksammlung „Quickborn“ ab 1852 den endgültigen Durchbruch der neuniederdeutschen Literaturtradition und hat in den Folgejahrzehnten zudem hochdeutsche Lyrik, niederdeutsche Prosa und Verserzählungen sowie hochdeutsche Sachtexte zu unterschiedlichen Themen publiziert. Seine in großer Zahl überlieferten Briefe geben Einblick in sein Denken und in seinen Lebensalltag. Aus dieser Werkfülle schöpft das Lesebuch, das bekannte Verse wie „Ik wull, wi weern noch kleen Jehann / Dor weer de Welt so grot!“ neben Textpassagen stellt, die weniger populär wurden und für die vielen Entdeckungen stehen können, die Klaus Groths Werk bereithält. Die Welt des „Heisterkrog“ wird ebenso vermittelt wie die Kinderreime der Sammlung „Vær de Gærn“ oder die hochdeutsche Lyrik Groths, die Johannes Brahms zu Vertonungen anregte. Ein Vorwort informiert über Dichter und Werk, Kommentierungen und Worterläuterungen geben weitere Hinweise. Die sprachliche, formale und inhaltliche Vielfalt der Texte Klaus Groths wird über das Lesebuch in einem Band greifbar und erlebbar. Am 17. 9. 2019 findet im Schleswig-Holsteinischen Landtag ein Festakt aus Anlass des 200. Dichter-Geburtstags statt. Die Festrede hält Prof. Dr. Heinrich Detering: „Klaus Groth im 21. Jahrhundert“.