Sklaverei und Rassismus in Lateinamerika und der Karibik
Diese Geschichte von Sklaverei und Rassismus außerhalb der USA erzählt von Afrokariben und Afrolateinamerikanern, von ihrer Versklavung und ihren Kämpfen, von ihrem Wiederstandsgeist bis heute und von der Schuld, die europäische Staaten haben.
Durchschnittliche Mitteleuropäer trinken zwei oder drei Tassen Kaffee am Tag, Nordeuropäer noch mehr. Kaum jemand denkt dabei an die Arbeit, die Armut und die Umweltzerstörung, die in dieser Alltagsdroge stecken. Kaffee war in Europa von Anfang an eine Kolonialware und ist es im Grund noch immer.. Dieses Buch erklärt die verschiedenen Methoden, Kaffee anzubauen und aufzubereiten mit allen damit verbundenen Gefahren für die Umwelt. Es zeigt, wie die Produktion der Bohnen zum Klimawandel beigetragen hat und warum sie nun von ihm bedroht wird. Es erzählt die Geschichte der Ausbreitung des Kaffees von seinen Anfängen als wilder Waldkaffee in Äthiopien, seinem Weg über die arabische Welt nach Asien und übers Meer nach Lateinamerika, der heute bei weitem wichtigsten Anbauregion. Diese Geschichte war immer auch eine Geschichte des Kahlschlags von Regenwäldern, der Zwangsarbeit und der Sklaverei, des ungezügelten Kapitalismus und der Gewalt bis hin zum Völkermord. Auf vielen Plantagen gilt noch heute, was man in Lateinamerika sagt: Kaffee wird auf Armut angebaut. Das muss nicht so sein. Das Buch zeigt auch, dass es möglich ist, umwelt- und sozialverträglichen Kaffee zu produzieren. Der ist in aller Regel viel besser als die unter menschenverachtenden Bedingungen produzierte Massenware.
Sklaven, Vodou und ein endloser Kampf um Befreiung
320 Seiten
12 Lesestunden
Haiti sei »das ärmste Land der westlichen Hemisphäre«. So steht es in so gut wie jedem Zeitungsartikel über diesen karibischen Staat. Und doch ist Haiti reich an Geschichte, Kultur und Menschlichkeit. Dieses Buch erklärt, wie Haiti nach dem erfolgreichen Sklavenaufstand gegen die französische Kolonialmacht gezielt zu einem postkolonialen Armutsstaat gemacht wurde und warum trotzdem der Widerstandsgeist von damals bis heute nicht gebrochen worden ist. Es zeigt, wie Haitianer:innen die Welt sehen, wie sie fühlen und wie sie ihre Traditionen bis heute schützen. Zum ersten Mal in deutscher Sprache wird die Geschichte Haitis von unten erzählt. Sie handelt von einfachen Leuten, deren Vorfahren aus Afrika verschleppt und versklavt wurden. Von Menschen, die auf der karibischen Insel eine neue, einzigartige Kultur schufen, die ihnen die Kraft gab, das napoleonische Heer unter hohem Blutzoll zu vertreiben. Sie verteidigen diese Kultur bis heute, gegen alle Versuche, sie als hinterwäldlerisch und unzivilisiert darzustellen. Und sie kämpfen noch immer um ihre Befreiung, auch gegen die eigene Elite.