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Tjadina Grabowski

    Die EZB als Aufsichtsbehörde
    • Die EZB als Aufsichtsbehörde

      Stellung und Funktion der EZB im ESFS und SSM

      Die Finanz- und Eurokrise hat gravierende Mängel in den Finanzaufsichtsstrukturen offenbart, insbesondere die Unfähigkeit der mikroprudenziellen Aufsicht, systemische Risiken zu erkennen und zu bekämpfen. In den letzten Jahren wurden daher spezielle Behörden eingerichtet, um diese Risiken zu überwachen. Auf europäischer Ebene wurde diese Aufgabe 2011 dem European Risk Board (ESRB) übertragen, das Teil des European System of Financial Supervision (ESFS) ist, welches die europäischen Aufsichtsstrukturen stärken soll. Die nationale Aufsicht war aufgrund von Interessenkonflikten und der internationalen Verflechtung der Finanzmärkte nicht effektiv. Trotz der Schaffung des ESFS blieben nationale Behörden zentrale Akteure, da die Mitgliedstaaten zögerten, „harte“ Kompetenzen auf die europäische Ebene zu übertragen. Der erste Stresstest der European Banking Authority (EBA) zeigte, dass nationale Interessen einer effektiven Aufsicht im Wege standen. In der Eurozone wurde schließlich der Single Supervisory Mechanism (SSM) eingeführt, um die Aufsichtsstrukturen weiter von der nationalen Ebene zu lösen. Die EZB erhielt zentrale Aufsichtsfunktionen und fungiert seit Ende 2014 als zuständige Behörde für die größten Finanzinstitute der Eurozone. Diese neue Rolle der EZB, die auch ihre geldpolitischen Mandate berücksichtigt, wird untersucht, um bestehende Defizite aufzuzeigen und die Entwicklung nachhaltiger europäischer Aufsichtsstrukturen z

      Die EZB als Aufsichtsbehörde