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Helena Janeczek

    Helena Janeczek ist eine Schriftstellerin, deren Werk sich mit vergessenen Narrativen und marginalisierten Stimmen der Geschichte befasst. Ihr Schreiben hat oft eine zutiefst autobiografische Resonanz und erforscht Themen wie Identität, Erinnerung und die Last der Vergangenheit. Sie schafft Prosa, die sowohl eindringlich als auch aufschlussreich ist und ergreifende menschliche Erfahrungen vor bedeutenden historischen Kulissen zum Leben erweckt. Janeczeks unverwechselbarer literarischer Ansatz fordert die Leser heraus, sich mit der Komplexität der Geschichte und den bleibenden Auswirkungen einzelner Leben auseinanderzusetzen.

    Drei Frauen in Schwarz
    Lektionen des Verborgenen
    Essen
    Die Schwalben von Montecassino
    Das Mädchen mit der Leica
    • Das Mädchen mit der Leica

      Roman

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Das Leben einer kühnen Träumerin und Fotografin 1997 tauchte in Mexiko ein alter Koffer auf – er enthielt drei Pappkartons mit Negativen. Das war die Stunde der Wieder-Entdeckung einer Fotografin, die sich Gerda Taro nannte. In Stuttgart geboren, floh sie vor den Nazis nach Paris. Dort begegnete sie Robert Capa, gemeinsam dokumentierten sie den Spanischen Bürgerkrieg. Gerda Taro bezahlte diesen Einsatz mit dem Leben. Zu ihrer Beerdigung in Paris kamen Zehntausende, Robert Capa, Louis Aragon und Pablo Neruda führten den Trauerzug an. Wer war diese ungewöhnliche junge Frau – die erste Kriegsfotografin weltweit? Helena Janeczek setzt ihr ein bewegendes, weit über die sensationellen Fakten hinausreichendes, literarisches Denkmal. »Literarische Geschichtsschreibung vom Feinsten« stern »Janeczek verleiht ihrer Heldin etwas Flirrendes, das jeden ansteckt, der näher mit ihr zu tun hatte. Eine überwältigende junge Frau, die versessen auf das Leben war.« Süddeutsche Zeitung Ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2018 sowie demÜbersetzungspreis des italienischen Außenministeriums 2020

      Das Mädchen mit der Leica
      2,7
    • Essen

      • 281 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Ein poetischer und nachdenklich stimmender Roman über das Frauenthema Essen und wie es das Leben beeinflusst.Diäten machen einsam und unglücklich, und um sich die Zeit der Entbehrungen angenehmer zu gestalten, sucht die junge Ich-Erzählerin ein Studio auf, in dem die Kosmetikerin Daniela ihr ein Wohlfühlprogramm mit Massage verpasst und Durchhalteparolen formuliert. Dabei kennt auch Daniela die negativen Seiten des Essens. Die beiden Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aus unterschiedlichen Ländern stammen und dennoch ein ähnliches Schicksal teilen, kommen sich näher und nehmen den Leser mit in die Welt des Essens – als Flucht und als Krankheit, als Lust und als Zwang, als Rebellion und als Anpassung.

      Essen
    • Lektionen des Verborgenen

      • 189 Seiten
      • 7 Lesestunden

      „Moi, depuis un bon moment déjà, il y a une chose que j’aimerais savoir. J’aimerais savoir s’il est possible de transmettre des connaissances et des expériences non avec le lait maternel, mais bien avant, à travers le placenta ou je ne sais comment, parce que le lait de ma mère, je ne l’ai pas bu, mais j’ai, en revanche, une faim atavique, une faim de mort de faim qu’elle, ma mère, n’a plus. Ainsi s’interroge, dès le début du livre, la narratrice dont la mère, juive polonaise, a survécu à la Shoah qui a englouti toute sa famille. Car la vie quotidienne est imprégnée de cette expérience que les mots sont impuissants à communiquer. D’où le “dressage” continuel et parfois insupportable que la mère impose à sa fille, pour la prémunir contre les dangers, réels ou imaginaires, sans cesse aux aguets. D’où ce sentiment d’être étrangère au monde allemand et à sa culture, même si l’Allemagne a été, par la suite et pour un temps, leur terre d’adoption. Un voyage accompli ensemble, à Auschwitz-Birkenau, et raconté avec une pudeur infinie, permettra, malgré la douleur qu’il suscite, de rapprocher mère et fille, dans la tendresse et la compassion. Par étapes, graduellement, Helena Janeczek nous conduit au bord d’un abîme, dans ses propres ténèbres et dans celles de son histoire familiale : pour dépasser la stupéfaction devant le mal, il faut peut-être oser le regarder en face.

      Lektionen des Verborgenen
    • Sydney in den Fünfzigerjahren: Nach ihrem Examen hilft Lisa im berühmten Kaufhaus F.G. Goode aus. In der Abteilung für Cocktailkleider trifft sie auf Patty, Fay und Miss Jacobs, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Patty ist 31 und in ihrer Ehe unglücklich, Fay stürzt sich von einem Herzensabenteuer ins nächste, und Miss Jacobs, deren Vorname ein Geheimnis bleibt, ist die unangefochtene graue Eminenz. Dann ist da noch Magda, die in der Abteilung für Abendkleider arbeitet und als einzige der Frauen mit Leichtigkeit durchs Leben zu gehen scheint. Am Ende der Saison wird das Leben jeder der Frauen in eine unerwartete Richtung geschwenkt haben. Unter dem Titel "Ein Sommer in Sydney" bei Fischer erschienen.

      Drei Frauen in Schwarz
      3,3