Kein Platz für Gott?
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden






Problembasiertes Lernen (PBL) ist eine in vielen Fächern etablierte Lehr- und Lernmethode, die mit diesem Band erstmals in die Theologie transferiert wird. PBL fordert und fördert das eigenständige Problemerkennen und -bearbeiten. Damit erzeugt es eine hohe Lernmotivation, da sich Lernende ihre Lernziele selbst setzen und so gezielt ihre Sprachfähigkeit und fachliche Kompetenz entwickeln. Der Band führt in die Methodik ein, zeigt Praxisbeispiele auf und reflektiert diese. Somit bietet dieser Band allen Interessierten der Theologie eine umfassende Hinführung an die Methodik.
Reflexionen zu einer nachhaltigen internationalen Zusammenarbeit
Mit der Moderne hat das Versprechen Einzug gehalten, dass sich die Probleme der Menschheit durch technischen, medizinischen und gesellschaftlichen Fortschritt lösen ließen. Darauf basiert das im Westen bis vor Kurzem nahezu unwidersprochene Entwicklungsparadigma. Inzwischen befördern ökologische Probleme und ökonomische Ungleichheiten Kritik, die etwa in der Fridays for Future-Bewegung Ausdruck findet. Die Beiträger*innen hinterfragen das Fortschrittsparadigma, indem sie im interdisziplinären und international-kultursensiblen Diskurs nach einem zeitgemäßen Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit fragen und dazu auch Alternativen zum vorherrschenden westlichen Modell in den Blick nehmen.
Theologische Antwortversuche
Die europäischen Gesellschaften erleben einen tiefgreifenden Wandel, der die europäische Integration in Frage stellt. Debatten über die „Seele Europas“, eine europäische Verfassung, die mögliche Aufnahme der Türkei und die Rolle des Islam verdeutlichen die wachsende Bedeutung kultureller und (zivil-)religiöser Dimensionen. In den Diskussionen um eine „Neugründung Europas“ stehen die Grundlagen von Solidarität und Zusammenhalt sowie das friedliche Zusammenleben in einer postsäkularen Gesellschaft im Fokus. Band 291 der Reihe Quaestiones disputatae widmet sich den Herausforderungen dieser Thematik und sucht nach theologischen Antworten auf die Krise Europas. Religionen können nicht nur zur Lösung aktueller Konflikte beitragen, sondern sind auch Teil der Transformationskrisen, die Europa und die Welt betreffen. Die religiöse Pluralisierung führt zu Spannungen innerhalb der Gesellschaften. Die massive Zuwanderung von Muslimen verändert diese Gesellschaften, wobei die christlichen Kirchen unterschiedliche Rollen einnehmen. Sie tragen zur Integration der Fremden bei, während sie sich gleichzeitig aus Angst um nationale Identitäten mit rechtspopulistischen Bewegungen verbünden. Diese Spaltungen betreffen auch die Kirchen selbst. Angesichts der religiösen Pluralisierung und politischen Desintegration ist eine theologische Selbstverständigung notwendig. Die Theologie muss sich aktiv an den soziologischen, politischen und philosophische