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Waltraud Linder Beroud

    Das Badnerlied
    Von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit?
    • Das Badnerlied

      Geschichte und Geschichten; mit erstmaligem Abdruck der Urfassung des Badnerliedes von 1896

      • 99 Seiten
      • 4 Lesestunden

      »Berufsbadener« und musikalisches Multitalent Franz Schüssele hat wieder zugeschlagen, diesmal mit seinem Buch »Das Badnerlied«. In seiner schlicht unnachahmlichen Art beackert er die badische Nationalhymne von allen erdenklichen Seiten, wobei er sich für den einen oder anderen Seitenhieb auf den geliebten schwäbischen Nachbarn (in »Ostbaden«) nicht zu schade ist. Im Laufe seiner fast 35 Jahre auf der Bühne hat Schüssele mit seiner Band »Gälfiäßler« das Badnerlied wohl über tausendmal gespielt. Die »Gälfiäßler« stehen übrigens im »Guinness Buch der Rekorde« als die Gruppe mit den meisten Musikinstrumenten – es sind 150, um genau zu sein. Im Buch steht nicht nur allerlei Scharf- und Blödsinn rund um den badischen Kult-Song. Vielmehr gibt Waltraud Linder-Beroud einen wissenschaftlich fundierten geschichtlichen Überblick über dieses einzigartige Stückchen Kulturgut aus dem Südwesten. Lesen und singen Sie mit!

      Das Badnerlied2012
    • In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die Entwicklung der Mundlichkeit-Schriftlichkeits-Problematik nachzuzeichnen. Beim Vergleich mundlicher und schriftlicher Traditionen ist der Wert der mundlichen Uberlieferung von der Volksliedforschung lange uberschatzt worden. Wahrend die Romantik im Volk den anonymen Urheber und Trager folkloristischer Traditionen sah und die Mundlichkeit generell zum Postulat der Folklore erhob, hat die philologisch-positivistisch orientierte Rezeptionsforschung des spaten 19. Jahrhunderts nachgewiesen, dass viele -Volkslieder- nichts anderes als popularisierte Kunstlieder sind und damit der Schriftlichkeit einen hohen Stellenwert eingeraumt. Die Produktions- und Rezeptionsprozesse sind jedoch viel komplexer und vielschichtiger, als man dies in der alteren Forschung angenommen hat. Der Popularisierungsprozess eines Liedtextes verlauft nicht eingleisig, sondern in permanenten Wechselbeziehungen zwischen schriftlich-literarischem Schaffen und mundlich-gedachtnismassiger Uberlieferung."

      Von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit?1989