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Roxana Hidalgo

    Die Medea des Euripides
    • 2002

      Die Medea des Euripides

      Zur Psychoanalyse weiblicher Aggression und Autonomie

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      Der aktive Ausdruck von Aggression und Sexualität bei Frauen wurde in der abendländischen Geschichte durch unbewusste Fantasien tabuisiert. Das Weibliche als dunkler Kontinent und unheimliches Thema ist zentral in der Psychoanalyse. Die Autorin dekonstruiert dieses mystifizierte Bild anhand der Figur der Medea aus der griechischen Tragödie, die nicht dem stereotypen Frauenbild entspricht. Euripides’ Medea übersteigt die Männerfantasie von der Frau als Inkarnation des Bösen, indem sie als selbständige und potente Mutter dargestellt wird. Die sozial-psychoanalytische Interpretation umfasst eine interdisziplinäre Analyse der Weiblichkeitsentwürfe in der Antike, der Beziehungen zwischen griechischer Mythologie und Tragödie sowie eine kritische Auseinandersetzung mit modernen psychoanalytischen Theorien zur Weiblichkeit. Medea verkörpert nicht nur weibliche Sexualität, sondern auch die inneren Widersprüche und Ambivalenzen, die mit der bewussten Äußerung von Aggression bei Frauen verbunden sind. Sie zeigt weibliche Aggression, leidenschaftliche Liebe und die schöpferischen Aspekte der Mutterschaft. Gleichzeitig ist sie eine tragische Figur, die sich in eine mordende Frau verwandeln muss, um ihr Selbstwertgefühl zu bewahren. Medea gilt als Paradigma des tragisch-weiblichen Subjekts und verkörpert eine Entmythologisierung der tabuisierten Bilder von Weiblichkeit. Roxana Hidalgo, Psychologin und Professorin an der Universität von Cost

      Die Medea des Euripides