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Roger Boylan

    Killoyle Wein & Käse
    Killoyle
    • Hauptdarsteller im dritten Teil von Killoyle ist Hochprozentiges – Wein, Whiskey oder Schnaps jeder Marke und Herkunft. Nebendarsteller sind Ferdia und Shirley Quain, deren Ehe mit der Regelmäßigkeit der Raucherbronchitis in einem irischen Winter erheblichen Erschütterungen ausgesetzt ist. Shirley weiß auch warum, denn ihr Mann ist 1) 'ein gottverdammter Ex-Terrorist 2) ein Trottel und 3) stinkefaul'. Ihre Versuche, durch klärende Gespräche Einigung zu erzielen ('Verpiss dich bloß, du widerwärtiger blutrünstiger Katholenkopp'), werden von dem Gatten einsilbig abgeschmettert. Da kann auch der liebe Gott, der diesmal leider nur eine ganz ganz kleine Nebenrolle spielt, nicht weiterhelfen, eher schon ein 98er Château Jaffrey, der zügig und ohne viele Mittrinker hinuntergeschüttet wird. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf, und weil es bei guten Geschichten keine Rolle spielt, welchen Lauf sie nehmen, sei nur erwähnt, dass es wieder die unfassbarsten Fußnoten der Welt gibt und die großartigsten Schimpfwörter, die man seiner Frau an den Kopf werfen kann – wenn man noch eine hat –, und die tragfähigsten Geschäftsideen, falls man Ex-Terrorist ist und gerade auf Arbeitssuche.

      Killoyle Wein & Käse2006
    • Dem Oberkellner und Poeten à ses heures Milo Rogers machen seine Gefühle, welche ziemlich ungeteilt allen Damen gelten, zu schaffen, Barkeeper Patrick Murphy verschreibt sich dem Terrorismus, Pater Doyle tröstet sich mit Alkohol darüber hinweg, dass er Rom nie wiedersehen wird, und eine ominöse Stimme aus dem Off kommentiert diese und viele weitere kuriose Schauspiele in der südostirischen Kleinstadt Killoyle.

      Killoyle1997
      3,1