Eine Liebeserklärung an Franz Schubert. Ein englischer Journalist besucht Josefa in Wien, im Jahre 1861. Josefa wundert sich über seinen Besuch, sie ist eine einfache Frau, verheiratet, hat vier Kinder. Aber sie ist auch die Stiefschwester des Komponisten Franz Schubert, hat ihn bis zu seinem Tod gepflegt, als sie dreizehn Jahre alt war. Aus Josefas Antworten wird schnell klar, wie wenig Ahnung der Journalist hat und wie taktlos manchmal seine Fragen sind. Vor allem aber entsteht ein einzigartiges, so liebevolles wie kenntnisreiches Porträt dieses besonderen Musikers und seiner Zeit. Von Ausflügen zum Prater bis zu den Schubertiaden, von Schuberts Freunden wie Moritz von Schwind bis zu seiner schrecklichen Krankheit – durch Josefa erfahren wir, wie Schubert als Mensch war, wie er lebte, wen er liebte und wen er hasste. Wir erfahren, wieso nur er eine Musik schaffen konnte, die heute noch Menschen verstummen lässt.
Charles Chadwick Bücher





'Ein seltenes Vergnügen, ein tiefsinniger Spaß, eine menschliche Komödie.' Was hat Schönheit mit Liebe zu tun? Für Elsie viel, denn sie ist so hässlich, dass die Leute erschrecken, wenn sie sie sehen. Ein Außenseiter der Gesellschaft ist auch Stan: Er saß wegen Mordes fünfzehn Jahre im Gefängnis. Wie die beiden sich zufällig begegnen, wie daraus eine ungewöhnliche Freundschaft erwächst, das erzählt der literarische Solitär Charles Chadwick so unsentimental, so zart und zugleich hart, wie es nur ein großer Menschenkenner vermag. Elsie liebt schöne Gärten und ihre kleine Wohnung. Sie arbeitet als Putzfrau in einem Krankenhaus, besucht einmal im Monat ihre Mutter und ist gern allein. Denn Elsie ist so hässlich, dass sie immer und überall auffällt. Vor allem, wenn sie lächelt oder aufgeregt ist, wenden sich die Leute angewidert von ihr ab. Auch der Mann, der eines Tages in einem Bus neben ihr sitzt, fühlt sich von ihren neugierigen Blicken belästigt. Um sie loszuwerden, sagt er ihr, er habe einen Mann umgebracht und dafür fünfzehn Jahre im Gefängnis gesessen und hätte jetzt gern seine Ruhe. Aus dieser zufälligen Begegnung entwickelt sich eine Freundschaft zwischen zwei Einzelgängern, die für die Menschen um sie herum zutiefst rätselhaft ist und die beide auf äußerst ungewöhnliche Pfade führt
Tom Ripple, ein ganz normaler Mann, nicht gerade mit Charme oder intellektueller Neugier ausgestattet, erzählt von seinem ganz normalen Leben in der Londoner Vorstadt, vom Auf und Ab menschlicher Beziehungen, von seiner Sicht auf die Welt. Seine Aufzeichnungen sind mit das Überzeugendste, Erstaunlichste und Originellste, was die Gegenwartsliteratur zu bieten hat. Ein grandioses Sittengemälde Englands seit den Siebzigern, ein hochintelligentes Porträt unserer Zeit, ein weise-ironischer Blick auf die menschliche Natur.
John Bridgewell, politischer Journalist in London, ist über die Jahre zynisch und einsam geworden. Seine letzten lebenden Verwandten sind seine Schwestern Julie und Hester, die er kaum noch sieht. Julie hat er genau genommen vor zwanzig Jahren aus den Augen verloren. Doch als Hester sehr krank wird, macht er sich auf ihre Bitte hin auf die Suche nach der Schwester, die sie beide so sehr liebten, die voller Fröhlichkeit und Lebenslust war, aber stets in Geldnöten und Schwierigkeiten steckte, die strahlende, o ene, machmal auch nur naive Julie, die immer nur wollte, dass alle glücklich sind …
Ein herzzerreißender und dennoch vollkommen unsentimentaler Roman über das Altern, die Erinnerung und die wichtigen Dinge im Leben. Naomi Marshall, eine alte, einsame Frau, verbringt ihre Tage in ihrer Londoner Wohnung am Fenster. Ihre einzigen Verbindungen zur Welt sind der Blick auf die Gärten, Besuche von Pflegern und Essen auf Rädern, bis eine neue Nachbarin, Sally, in ihr Leben tritt. Sally, jung und neugierig, erzählt von ihrem Leben und ist fasziniert von Naomis Büchern. Doch Naomi möchte die junge Frau nicht mit ihren Erinnerungen belasten und teilt nur mit: "Ich war mal in Afrika." Als Sally eines Tages wegzieht, fühlt sich Naomi einsam und vermisst sie schmerzlich. Um Sallys Interesse gerecht zu werden, beginnt sie, ihre Vergangenheit zu durchforsten und ihre Notizen über ihre Zeit in Afrika zu ordnen. Als Anthropologin begleitete sie ihren Mann, der in einer Kolonialstation arbeitete. In Afrika hat Naomi zwei der wichtigsten Menschen in ihrem Leben verloren: ihren Mann und eine junge Afrikanerin, deren Schicksal sie tief berührt hat. Trotz des Verlusts waren diese Jahre die glücklichste Zeit ihres Lebens. Entschlossen, ihre Geschichte aufzuschreiben, plant Naomi, Sally alles zu geben, falls sie sich wieder meldet.