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Antonio Cho

    1. Jänner 1942
    Auf den Spuren des Absurden
    Das Gespenst des Individualismus
    • Auf den Spuren des Absurden

      Das Nichttun-Tun-Paradoxon

      • 268 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Sprache wirkt - aber nicht, weil sie will. Von den sumerischen Beschwörungen über mittelalterliche Mystik, Nietzsches tanzende Philosophie, die ­dadaistische Sprachzertrümmerung bis hin zu den politischen und technologischen Diskursen der Gegenwart verfolgt dieses Buch die Geschichte des Sprechens als Macht und als Risiko. Auf den Spuren des Absurden ist eine Archäologie der Stimme - tiefer noch, des Atems, der sich durch Rituale, Manifeste und Körper bewegt. Zwischen Bannformel und Performativität besteht eine geheime Kontinuität: In allen Epochen versuchen Menschen, durch Worte die Welt zu verändern - und werden dabei selbst verändert. Doch das Buch bleibt skeptisch gegenüber jeder Sprachvergötterung: Wo DADA zerstört, wollte er nichts; wo die Gegenwart moralisch spricht, will sie alles. Zwischen diesen Polen tastet sich der Text voran - als Meditation über die paradoxale Energie des Nichttun-Tuns: das Wirken ohne Absicht, das Sprechen ohne Besitz, das Denken, das sich sich selbst entzieht.

      Auf den Spuren des Absurden2026
    • Ein philosophiekritischer Roman Ist Wirklichkeit Traum? Ist Traum Wirklichkeit? Was ist das Leben anderes als ein Roman, in dem beides gilt. Die Protagonisten, ein Deutschlehrer in Zürich und ein Philosophiedozent in Bologna, vertreten gegensätzliche Positionen und sind doch als alte Schulfreunde Wahlzwillinge geblieben. Während der eine den Nutzen der praktischen Philosophie bezweifelt, will der andere von der Philosophie zur Tat schreiten. Die Auseinandersetzung reicht von der Schulphilosophie über den Zenbuddhismus bis zur Entwicklung der Anarchomystik des einen und eines revolutionären Projekts des anderen. Es ist die Sprachmagie, die den Roman bestimmt, sei es in den handlungsreichen Partien während der 68-er, die die zwei Freunde gemeinsam in Hamburg verbringen, der Folgejahre, in denen sich die Wege der beiden trennen und wieder verschränken, sei es in tranceartigen Passagen, die in eigenwillige Gedankenwelten, Erinnerungsbruchstücke persönlicher Begegnungen und Entwicklungen führen. Das Buch will langsam gelesen sein - obwohl oder gerade weil es in seiner Aussage die Perspektive der Zeit verneint.

      Das Gespenst des Individualismus2020