Rui Zink ist bekannt für sein fesselndes belletristisches und essayistisches Werk, das sich durch einen unverwechselbaren literarischen Stil mit der Komplexität portugiesischer Identität und Geschichte auseinandersetzt. Seine Arbeit zeichnet sich durch intellektuelle Tiefe und eine ironische Perspektive aus, die sowohl zeitgenössische Realitäten als auch kulturelles Erbe kommentiert. Zinks Fähigkeit, tiefgründige Einsichten mit packenden Erzählungen zu verbinden, festigt seine Position als bedeutende Stimme in der modernen portugiesischen Literatur. Seine Werke werden für ihre Originalität und die tiefgründige Auseinandersetzung mit der menschlichen Verfassung geschätzt.
Es ist der 31. Dezember 1999, der letzte Tag des Milleniums. Drei Männer und zwei Frauen riskieren alles: Mit einer Wette, bei der ihre Chancen nicht sehr groß sind. Wenn sie Pech haben, verlieren sie. Wenn sie Glück haben, verlieren sie auch. Es ist der Teufel selbst, der das sagt. Und der Teufel, wie wir alle wissen, lügt nie ... Nebenbei steht auch noch der Weltuntergang bevor. Der Teufel weiß das sehr wohl. Aber weil sich der postmoderne Mensch selbst seine Hölle macht, bahnt sich in der Familie eine noch viel größere Apokalypse an ... Werden die fünf Sünder - werden wir Menschen - eine zweite Chance bekommen?
»Das einzige, wovor wir Angst haben sollten, ist die Angst selbst.« (Franklin D. Roosevelt) Zwei Männer klingeln bei einer alleinstehenden Frau. Sie sind gekommen, um in ihrer Wohnung die Angst zu installieren. Wortreich erklären die beiden die Notwendigkeit der Angst, ihre Funktion bei der Kontrolle der Bevölkerung. Die beiden sehr unterschiedlichen Installateure erläutern verschiedene Arten von Angst, etwa die Angst vor Terrorismus, Flüchtlingen, die ins Land strömen, vor Krankheit oder vor sexuellen Übergriffen. Angst, so betonen sie, braucht die Kooperation der Menschen – je besser die Frau sich für die Angst öffne, desto schneller würden sie sie wieder in Ruhe lassen. Die Männer ahnen jedoch nichts von der tatsächlichen Angst der Frau, nämlich daß die Beamten ihr im Badezimmer verstecktes Kind finden könnten. Als es schließlich doch zur Entdeckung kommt, verändert sich das Machtgefüge zwischen der passiven Frau und den aktiven Installateuren der Angst, die schließlich in einer überraschenden Wendung ihr eigenes Produkt zu spüren bekommen. Die Novelle zitiert aus unterschiedlichen Zeiten und Zusammenhängen stammende Texte, Sprichwörter, Zeitungsartikel, Klischees und vieles mehr. Sie ist als Kammerspiel gestaltet, als Sprechstück der Gewalt und Bedrohung, und sie zeigt, daß die Angst in den Worten wohnt: Ein Angstszenario, das den Leser mit sich reißt.
Co kdyby byl strach službou, v zájmu země a pokroku, doručenou až domů?
Zazvoní zvonek u dveří. Žena schová syna do koupelny a jde otevřít. „Dobrý
den, mladá paní, přišli jsme vám nainstalovat strach. A jak uvidíte, je
prvotřídní.“ Dva muži, kteří čekají na druhé straně, jsou technici. A v rámci
plnění dekretu instalují strach, stejně jako byste si nechali nainstalovat
kabelovou televizi. Oba nezvaní návštěvníci vtrhnou do obývacího pokoje a
spustí znepokojivé představení: střídavě obtěžují nebohou ženu a vykreslují
hrůzný obraz zla naší doby plné epidemií, přírodních katastrof, bídy, války,
mučení nebo terorismu. Svůj výklad přikrášlují děsivými historkami, které
hrají na primární strachy člověka: strach z druhých, nemoci nebo šílenství.
Postupně v místnosti vytvářejí atmosféru rostoucího napětí a vtahují ženu
spolu se čtenářem do svého paranoidního blouznění. Román Instalace strachu,
jenž získal prestižní francouzskou Cenu Utopiales za nejlepší sci–fi román, je
důmyslným podobenstvím o lidské společnosti, kterou bylo odjakživa nejsnazší
ovládat pomocí strachu.