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Mladen Savic

    Mücken und Elefanten
    Feuer am Dach
    Narrenschiff auf großer Fahrt
    • Feuer am Dach

      Essays, Reflexionen, Polemiken

      • 335 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Es gibt wohl mehr Bücher, Blogs und Magazine als Leserinnen und Leser. Im Wettlauf mit der Wucherung von Texten aller Art kann Literatur, wo sie nach Erkenntnisgewinn strebt, heute kaum noch mithalten. Vor allem der Essay hat hier zur Aufgabe, nicht Nebensächlichkeiten, sondern die bestimmenden Themen des Lebens aufzugreifen: Arbeit und Gesellschaft, Technik und Umwelt, Medizin und Kunst, Identität und Glaube, Macht und Gesetz. Die Welt, in der wir leben, ist uns weitgehend unbekannt. Meist kennen wir sie bloß bruchstückhaft, vom Hörensagen und Zusammenreimen. Für Forschen und Denken fehlt oft schlicht die Zeit. Die großen Ereignisse der Gegenwart ziehen, zumindest als Zerrbilder, an uns vorüber wie mediale heiße Lüftchen. Was uns als Menschen ausmacht, ist derweil für überholt und heikel erklärt worden: das Humane ebenso wie das Faktische. Zurück bleiben der Schein der Unüberschaubarkeit und ein Sein, das sich zunehmend in Zwängen, Nöten und Ängsten ausdrückt. Entsprechend widersprüchlich wird der menschliche Lebensraum gestaltet. Marktderegulierungen, Großmachtspielchen und Flüchtlingskrisen geben uns einen Vorgeschmack auf diese neuerliche allgemeine Verrohung. Materiell hat die Gegenwartskultur am alten Haus des Unrechts also emsig weitergebaut und es sich ideologisch darin recht häuslich eingerichtet. Allein, das Fundament wackelt, und längst ist Feuer am Dach...

      Feuer am Dach
    • Mücken und Elefanten

      Essays, Reflexionen und Polemiken

      • 190 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Mit 26 Essays, Reflexionen und Polemiken präsentiert Mladen Savić eine Bar-Mizwa für Ungläubige, ein Bardenlied im Krach der Ideen und ein Backup gegen den Mainstream. Das Werk verweigert sich der Unart, aus Signalen keine Signifikanz abzuleiten und aus einem Elefanten ständig eine Mücke zu machen. Es spiegelt das Bedürfnis nach Klärung wider, welche Art von Menschsein man im Leben und in der Geschichte vertreten möchte. Die vielen kleinen Fehler ergeben zusammen niemals das große Richtige. Ein roter Faden zieht sich durch den Essayband, der isolierte Informationen und Rechthaberei hinterfragt. Gängige Maßstäbe von Urteilen werden neu aufgerollt, Denkgewohnheiten aufgebrochen und kognitive Schlummer geweckt. Das Buch ist ein eigenwilliges Kompendium zu philosophischen, historischen und politischen Themen und liest sich wie ein Plädoyer für die Hebung des Verstandes, der überall gebraucht wird. Es ist eine Art Anthologie für Zeitreisende und Zeitlose, versteht sich jedoch nicht als der Weisheit letzter Schluss. Wer keiner Frage mit dem nötigen Ernst begegnet, ist ebenso problematisch wie jemand, der sich selbst zu ernst nimmt. Beim Lächerlichen sollte man das Lächeln nicht vergessen, um nicht in der kulturellen Pantomime gefangen zu sein: miteinander zu sprechen, aber sich nichts zu sagen.

      Mücken und Elefanten