"Tup-e Morvari" erzählt die Geschichte der persischen Kanone "Marwari", die durch die Geschichte Irans führt. Sadegh Hedayat kritisiert scharf das Schahregime, die Mullahs und den Islam. Das Werk wurde sowohl während der Schahzeit als auch nach der Islamischen Revolution zensiert und nicht mehr veröffentlicht.
Sadegh Hedayat Reihenfolge der Bücher






- 2023
- 2018
Alavie-e Chanum
Vorwort und Erläuterungen von Mohammad Baharlo
ist die längste Kurzgeschichte von Sadek Hedayat. Die Hauptprotagonistin ist die Prostituierte Alavie-e Chanum, die sich auf eine Pilgerreise begibt. Auf dieser Reise gibt es Abenteuer aber auch Rückschläge aus Ihrer Vergangenheit, die es zu bewältigen gilt. Mohammad Baharlo veröffentlicht hier den Originaltext der Erstauflage Hedayats, zusammen mit einem Vorwort und Erläuterungen.
- 2012
Three Drops of Blood and Other Stories
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
This collection of short stories, previously unpublished in English, displays the disturbing and evocative force of Hedayat's writing, and confirms his place in the literary canon. They depict a world of revelation, uncanny similarity, grotesquery and insanity.
- 2011
Tells the story of an unnamed pen case painter, the narrator, who sees in his macabre, feverish nightmares that "the presence of death annihilates all that is imaginary. We are the offspring of death and death delivers us from the tantalizing, fraudulent attractions of life; it is death that beckons us from the depths of life. If at times we come to a halt, we do so to hear the call of death... Throughout our lives, the finger of death points at us." The narrator addresses his murderous confessions to the shadow on his wall resembling an owl. His confessions do not follow a linear progression of events and often repeat and layer themselves thematically, thus lending to the open-ended nature of interpretation of the story.
- 1999
Karawane Islam
Eine Satire
Sadegh Hedayat (1903-1951) gilt als Begründer der klassischen Moderne der iranischen Literatur, der nach neuen Ausdrucksformen für die Prosa suchte. In seinen Erzählungen übte er immer wieder Kritik am Islam und den sozialen Verhältnissen im Iran. 1951 setzte er in Paris seinem Leben durch Freitod ein Ende. Karawane Islam beschreibt in satirischer Weise einen Missionszug islamischer Prediger und Rechtsgelehrter nach Europa. Die Reise der Abordnung endet allerdings bereits in Berlin, von wo aus die Bekehrung Europas zum Islam beginnen sollte: nach nur zwei Tagen hat sich die Gruppe in völligem Chaos aufgelöst, der Missionszug ist gescheitert. Das dritte Kapitel, das zwei Jahre später in Paris spielt, bringt dann eine unerwartete Wende. Die Ablehnung autoritärer Strukturen und Ideologien weist Hedayat als Vertreter der iranischen Aufklärung aus. Ohne seine kulturelle Identität zu verleugnen, orientierte er sich an den Ideen der westlichen Welt, fest überzeugt, daß die Völker des islamischen Kulturkreises sich nur dann emanzipieren könnten, wenn sie die Ideale der Aufklärung aufnähmen. Als einen wesentlichen Faktor für die Rückständigkeit seiner Heimat sah er den Islam und die Macht des Klerus an, gegen die sich seine spitze Feder immer wieder richtete.
- 1997
Der Feueranbeter und andere Erzählungen
- 194 Seiten
- 7 Lesestunden
- 1997
Die Reise zum Imam
Kurzgeschichten und Satiren
'Die Reise zum Imam' beinhaltet 12 Kurzgeschichten von Sadeq Hedayat, dem großen Meister der persischen Literatur und dem Wegbereiter der modernen iranischen Prosa. Die Themen seiner Geschichten sind von den technischen und gesellschaftlichen Veränderungen zu Beginn des letzten Jahrhunderts geprägt. 'Die Sache mit dem ruhigen Schlaf' befasst sich mit dem Einzug der Maschinen in das Leben der Perser. Das mit einer technischen Modernisierung keine automatische geistige Erneuerung verbunden ist, kritisiert Hedayat in 'Die Nächte von Varamin'. Diese Kritik steigert sich noch gegenüber den politisch und religiös Mächtigen, die das Volk bewusst in Unwissenheit halten, wie er es in den Erzählungen 'Die Reise zum Imam' und 'Die Schaufensterpuppe hinter dem Vorhang' formuliert. Biographische Züge trägt demgegenüber das satirische Gedicht 'Der Ausgeflippte und sein böses Ende', in dem er seine Position als ausgegrenzter Schriftsteller thematisiert. Außerdem enthält der Band die folgenden Werke: 'Der Patriot', 'Der Mann, der seine Trieb tötete', 'Die Frau, die ihren Mann verlor', 'Die Sache mit Herrn Trauerkloß', 'Die Dunkelkammer', 'Die Erscheinung' und 'Lebendig begraben'. Mit finsterer Ironie spiegelt Hedayat in seinen Figuren die Brüche der iranischen Gesellschaft. Sein literarisches Werk ist geprägt von Bitternis, Lebensüberdruß und Weltschmerz.