Private Bilder sind nicht mehr das, was sie einmal waren: Allgegenwärtige Gesichtserkennung macht sie zur Ressource digitaler Massenüberwachung. Dabei verschärft die Technologie rassistische Diskriminierung und festigt Genderklischees. Roland Meyer zeigt, wie unsere Gesichter zum Schauplatz politischer Kämpfe geworden sind.
Nicht erst seit den Diskussionen um "Deepfakes" und generative KI stehen digitale Bilder unter Manipulationsverdacht. Während in den 1990er Jahren allerdings jeder digitale Bildbeweis fragwürdig erschien, haben sich mittlerweile pragmatische Antworten durchgesetzt. Ob und wie digitale Bilder tatsächlich manipuliert wurden, lässt sich in vielen Fällen mittels Verfahren der Bildanalyse und der vergleichenden Datenauswertung nachweisen. Solche Praktiken der Bildforensik stehen im Mittelpunkt des Bandes. Der Blick auf wissenschaftliche ebenso wie ästhetische Verfahren, auf kriminalistische Methoden, populäre Fernsehserien und künstlerische Praktiken zeigt dabei, wie der Verdacht gegenüber Bildern selbst produktiv wird: Er bringt nicht nur neue Bilder hervor, sondern auch ein neues prozessuales Verständnis digitaler Bildlichkeit. Interdisziplinärer Überblick über die aktuelle Debatte um den Wahrheitsgehalt digitaler Bilder Mit Beiträgen zu professionellen, populären und künstlerischen Formen der Bildforensik
Checklisten sind wie Sicherungsseile. Es ist gut, zu wissen, dass man sich daran festhalten kann, wenn man den Tritt verliert. Besonders in Krisensituationen ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Ein Praxisbuch vom Medienprofi Roland Meyer für alle, die Kommunikationsprozesse aktiv steuern wollen. Damit ein Projekt nicht an Kleinigkeiten scheitert, sind Checklisten hilfreich. Roland Meyer liefert detaillierte, aber auf das Notwendigste konzentrierte Tipps und effiziente Checklisten für den Öffentlichkeits- und Kommunikationsalltag zu folgenden Themen: Entwicklung einer Kommunikationsstrategie Briefing, Referate, Vorträge - was ist zu beachten? Organisation einer Medienkonferenz Optimale Gestaltung einer Pressemappe, Medienmitteilung Souverän Medienanfragen beantworten Planung einer Orientierungsversammlung
Bruce Naumans 2005 entstandene Installation „One Hundred Fish Fountain“ besteht aus 97 bronzenen Fischen, die an einem Stahlrahmen befestigt und über zahllose Schläuche mit Pumpen verbunden sind, um in regelmäßigen Intervallen Wasser anzusaugen und wieder auszuspeien. Das Wasser wird in einem großen Bassin gesammelt und von dort in die Fischkörper gepumpt und stellt einen stetigen Kreislauf dar, der die friedvolle und heitere Atmosphäre von Wasserspielen und Springbrunnen jedoch gezielt zu brechen weiß. So füllen sich die Fische unangenehm geräuschvoll mit Wasser, das sie ebenso geräuschvoll wieder ausspucken, bis die präzise programmierten Pumpen sich gleichzeitig ausschalten und den Rest des Wassers geräuschlos aus den aufgebohrten Fischleibern rinnen lassen. Für nur kurze Zeit kehrt Ruhe ein, bevor die Pumpen anspringen und die Fische wieder zu Wasserspeiern werden. Der Fisch als ikonografische Größe taucht in Naumans Werk bereits in der Arbeit „Fishing for an Asian Carp“ aus dem Jahr 1966 auf. Die in „One Hundred Fish Fountain“ dargestellten Frischwasserfische, wie z. B. Lachs, Felchen, Barsch und Wels sind allesamt Fische, die Nauman während langer Angelausflüge mit seinem Vater an den Michigan See geangelt hat, womit das Biografische auch in diese Arbeit Einzug erhält und mit den Aspekten von Verführerischem und Abstoßendem zu einer Ikone des Naumanschen Bild- und Denkuniversums verschmilzt.