Heiligabend 1937 wird das Familientreffen der Familie Lee von einem Mord an Simeon Lee überschattet. Hercule Poirot, der im Dorf verweilt, wird in eine Atmosphäre des Misstrauens hineingezogen. Jeder scheint ein Motiv zu haben, den tyrannischen Patriarchen zu hassen. Agatha Christie präsentiert ihren 24. Kriminalroman.
Agatha Christie Bücher
- Mary Westmacott
Agatha Christie war eine britische Schriftstellerin und gilt als eine der meistgelesenen Autorinnen der Welt. Berühmt wurde sie durch Romane wie Mord im Orientexpress und Und dann gab’s keines mehr. Ihre Geschichten sind logisch aufgebaut und enden oft mit einer überraschenden Wendung. Ihr Stil ist klar, elegant und konzentriert sich auf die kleinen Details, die den Fall entscheiden.







Und dann gab's keines mehr
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
Zehn Männer und Frauen aus ganz unterschiedlichen Kreisen bekommen eine Einladung, die sie auf eine abgeschiedene Insel vor der Küste Devons lockt. Der Gastgeber, ein gewisser U. N. Owen, bleibt unsichtbar. Erst als die Gesellschaft beim Dinner zusammensitzt, ertönt seine Stimme aus einem alten Grammophon und verheißt Unheil. Ein Gast nach dem anderen kommt zu Tode, während die Verbleibenden verzweifelt versuchen, den Mörder zu enttarnen...
The murder of Roger Ackroyd
- 87 Seiten
- 4 Lesestunden
«Jeder hat etwas zu verbergen», erklärt Hercule Poirot. Und tatsächlich wird gemunkelt in dem beschaulichen Dorf, in das sich Poirot zurückgezogen hatte, um Kürbisse zu züchten: Mrs Ferrars soll ihren Mann vergiftet haben. Dann stirbt sie selbst an einer Überdosis Veronal. Wurde sie vielleicht erpresst? Und hatte sie tatsächlich eine Affäre mit Roger Ackroyd? Der wird schließlich mit einem tunesischen Dolch erstochen aufgefunden. Und sein Stiefsohn ist spurlos verschwunden. Vielleicht weiß ja der Vertrauen erweckende Dr. Sheppard wo er sich aufhält, doch der nimmt es mit der ärztlichen Schweigepflicht sehr genau...
'Welch ein Glück, welch eine Ermutigung, diese Tage als Gegenwart heraufzubeschwören. Die Niederschrift dieses Berichtes war für mich ein Werk der Liebe. Ich liebe dieses sanfte, fruchtbare Land und seine einfachen Bewohner, die zu lachen verstehen und das Leben genießen können; die mit Fröhlichkeit faul sind, Würde, Stil und gewaltig viel Humor besitzen und die den Tod nicht fürchten. Inschallah, ich werde wiederkommen, und was ich liebe, wird nicht untergehen auf dieser Erde.'
In ihrem ersten Roman erschuf Agatha Christie mit Hercule Poirot einen der skurrilsten Detektive der Weltliteratur. Die Autorin präsentiert geschickt die Elemente von Rätsel, Ermittlung und Auflösung, die den Detektivroman prägen. Während ihrer Zeit als Krankenschwester in Devon wurde Christie 1916 durch einen Vorfall inspiriert, als Arsen aus der Krankenhausapotheke verschwand. Sie eignete sich Wissen über Gifte an und entwickelte die Geschichte um Poirot, einen pensionierten Kriminalbeamten. Der Roman beginnt mit Hauptmann Hastings, der von seinem Freund John Cavendish in das Landsitz Styles eingeladen wird. Dort stirbt Johns Mutter, Emily Inglethorp, an Strychninvergiftung, und Poirot übernimmt die Aufklärung des Falls. Der Aufbau folgt dem klassischen Muster eines Rätselromans und ist in drei Teile gegliedert. Die Handlung spielt in einem isolierten Landhaus, wo die Hauptfiguren eingeführt werden und der Mord geschildert wird. Die Aufklärung wird durch das Locked-room-Motiv erschwert. Poirot befragt die Verdächtigen, während Hastings als Erzähler zwischen dem Detektiv und dem Leser vermittelt. Im Schluss wird der Mord rekonstruiert und überraschend aufgeklärt. Der Roman legte den Grundstein für Christies Welterfolg und spiegelt die Sehnsucht der Mittelschicht nach einer stabilen, hierarchischen Gesellschaft nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs wider.
3 CDs / 2:49 Stunden Es gibt eine Zeugin für den Mord, doch keine Leiche - wo kein Opfer, da kein Täter. So nimmt denn auch keiner die Aussage ernst, die eine nette ältere Dame über den Mord in einem vorbeifahrenden Zug macht - bis auf die unverwüstliche Miss Marple...



