Was haben der Puzzlerausch zur Wirtschaftskrise, der Kaugummi-Magnat Wrigley und die Idee der Kameltruppen gemeinsam? Im Grunde gar nichts. Außer dass sie in die Kategorie des bezaubernd Abseitigen fallen, von dem der neugierige Forscher und Sammler Fredrik Sjöberg magisch angezogen wird. Er packt all dies in eine brillante und geistreiche Geschichte über einen schwedischen Aquarellmaler und entführt den Leser nach Schweden und in den Grand Canyon. Purer Lesespaß für alle Freunde kurioser Romane!
Fredrik Sjöberg Bücher
Fredrik Sjöberg, ein Entomologe, der auf der Insel Runmarö lebt, bringt eine einzigartige wissenschaftliche Perspektive in seine literarischen Bemühungen ein. Als Kritiker, Übersetzer und Kolumnist befasst sich sein Werk eingehend mit der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Natur, oft durchdrungen von einem ausgeprägten Witz und lyrischem Einfühlungsvermögen. Sjöberg verbindet meisterhaft wissenschaftliche Beobachtung mit einer tiefgründigen Erforschung der menschlichen Erfahrung und enthüllt die tiefgreifende Schönheit, die im Alltäglichen zu entdecken ist.






Der Rosinenkönig
- 235 Seiten
- 9 Lesestunden
Vom Glück, sich ganz und gar in einer Sache zu verlieren. Leser, dies ist ein seltsames Buch! Ein Autor verbringt Jahre damit, den Spuren eines vergessenen Menschen nachzuforschen, der sich leidenschaftlich den seltsamsten Interessen widmete. Wenn Fredrik Sjöberg über Gustav Eisens turbulentes Leben (1847–1940) schreibt, schlägt er bizarrste erzählerische Kapriolen und bleibt dennoch stets beim Thema. Eisen ist bekannt dafür, dass er den Sequoia-Nationalpark gründete, Strindberg inspirierte, eine grandiose Korrespondenz mit Darwin über Regenwürmer führte und das Standardwerk über Rosinen verfasste. Zudem schuf er eines der größten und schwersten Bücher über einen Kelch, den er für den Heiligen Gral hielt. Dieses Buch strahlt den Glanz jenes Glücks aus, das entsteht, wenn man für seine Leidenschaften lebt. Sjöbergs Erkundungsreise in die Welt der Sonderlinge, Sammler und Naturforscher flankiert das Porträt dieses vergessenen Universalgenies. Sjöberg gelingt es, in einem Buch über einen bizarren Außenseiter zu sondieren, was das Wesen des Unglücks, des Glücks und die Stellung des Menschen in der Natur ausmacht.
Jeder kennt diesen Moment, in dem man sich fragt: Warum mache ich das eigentlich alles? Bei Fredrik Sjöberg war er erreicht, als er sich mit einem Lamm im Arm auf den Straßen Stockholms wiederfand. Im folgenden Jahr zieht er auf eine Insel und lebt endlich seine Passion aus: Fliegen zu sammeln. Und dabei findet er etwas, für das es nur einen Ausdruck gibt: LEBENSGLÜCK.
Mama ist verrückt und Papa ist betrunken
Ein Essay über den Zufall
Über einen unbekannten Künstler und die Unvorhersehbarkeit von Ruhm und Scheitern. Fredrik Sjöbergs „wunderbarer Versuch, den Zufall zu kontrollieren.“ (Aftonbladet) 1921 malte ein dänischer Künstler in Südfrankreich die Kusinen Hanna und Lillan Adler. Auf der Spur des Gemäldes und seines Schöpfers Anton Dich, „einzigartig abwesend in allem, was Kunstgeschichte heißt“, findet Sjöberg einen ganzen Schatz an nie erzählten, miteinander verwobenen Geschichten, die fröhlich oder nachdenklich, aber immer klüger machen. Über die unabhängigen Frauen der Familie Adler, Anton Dichs Freundschaft mit Modigliani, die Würgefeigen in Bordighera, einen Karton voller Briefe und den Kater Kanabriel, der eines Tages verschwand. Aber, so schreibt Sjöberg, „ich wundere mich schon lange nicht mehr. Der Zufall, dieser zerstreute Hallodri, ist des Sammlers bester Freund“.
Schmetterlinge zählen
Ein Sommer in den Stockholmer Schären
»Reichtum kann auf viele Arten gemessen werden. Dies ist eine der besten.« meint Frederik Sjöberg, als er sich vornimmt, die verschiedenen Arten von Schmetterlingen nicht nur als Hobby-Entomologe zu zählen, sondern auch als Schriftsteller zu beschreiben – und zwar im Stockholmer Schärenarchipel, jener aus Myriaden felsiger Inseln bestehende Küstenlandschaft in der Ostsee, in der Sjöberg seit vielen Jahren lebt. Am Ende werden es erstaunliche 78 Arten sein, die er auf zahllosen Streifzügen sichtet und denen er in diesem Buch jeweils einen Miniatur-Essay widmet, flankiert von Wilhelm von Wrights zauberhaften Aquarellen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Vom auffälligen Zitronenfalter, der im Frühjahr am ehesten erwacht, über den Geruchlosen Grasfalter, den Sjöberg als »ein total uncharmantes, mittelgroßes, einfarbig braunes Ding, das unerträglich häufig vorkommt und mit seinem dummen Geflatter ständig stört« beschreibt, bis zum orangefarbenen Feuerfalter, der im Herbst als letzter zu beobachten ist. Ergebnis ist ein so kenntnisreicher wie unterhaltsamer Naturführer ganz persönlicher Art, in dem sich die Fülle der Fauna im Reichtum der Gedanken und Betrachtungen widerspiegelt: Anekdoten, die das Erlebte mit Gelesenem und Naturkunde mit Kulturgeschichte verbinden, Schilderungen so leichtfüßig und flüchtig wie der Flug eines Schmetterlings an einem langen schwedischen Sommertag.