»I can't breathe«
George Floyds Leben in einer rassistischen Welt
Am 25. Mai 2020 wurde ein Video veröffentlicht, das den Mord an George Floyd dokumentiert: Ein Polizist kneift neun Minuten und 29 Sekunden auf Floyds Hals, während dieser mehrfach ruft: „Ich kann nicht atmen!“ Dieser Vorfall erschütterte die Welt und führte zu globalen Black-Lives-Matter-Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. In der ersten Biographie Floyds rekonstruieren die preisgekrönten Reporter Robert Samuels und Toluse Olorunnipa die weitreichenden Zusammenhänge. Floyds Lebensgeschichte verdeutlicht, wie tief Rassismus in der Gesellschaft verwurzelt ist. Seine Familie war seit Generationen von Rassismus betroffen, und auch er selbst hatte mit den typischen Herausforderungen eines Schwarzen in den USA zu kämpfen: einem diskriminierenden Schulsystem, der Hoffnung, durch Sport dem Elend zu entkommen, alltäglicher Polizeigewalt, Erfahrungen im Gefängnis, Opioid-Sucht und dem verzweifelten Streben nach einem normalen Leben. Für ihre Biographie führten Samuels und Olorunnipa über 150 Interviews mit Floyds Geschwistern, Verwandten, Freunden, Kollegen, Beamten, Wissenschaftlern und Aktivisten. Differenziert, umfassend recherchiert und packend erzählt, zeigt das Buch, wie tief die Probleme verwurzelt sind und was nötig ist, um echte Gleichberechtigung zu erreichen.

