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Natalie Chamat

    Florilegium Benjamini
    Johann Georg Hamann: Natur und Geschichte
    • Johann Georg Hamann: Natur und Geschichte

      Acta des Elften Internationalen Hamann-Kolloquiums an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel 2015

      • 500 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Die interdisziplinäre Hamann-Forschung spiegelt die universale Weite sowie die singuläre Verdichtung und Sperrigkeit von Hamanns Werk wider, das sich mit dem Ganzen der Wirklichkeit in Natur und Geschichte beschäftigt, dieses Ganze jedoch nur fragmentarisch erfassen kann. Die Beiträge bieten Lesarten zu Natur und Geschichte und berücksichtigen dabei besonders die Sprachformen und Wahrnehmungsweisen. Grundfragen der Ästhetik werden mit jenen der Erkenntniskritik verknüpft, wobei insbesondere das Verhältnis von Glaube und Vernunft thematisiert wird. Die Autorinnen und Autoren stammen aus den Bereichen Theologie, Philosophie und Literaturwissenschaft. Sie untersuchen, wie sich die Bücher von Natur und Geschichte lesen lassen und beleuchten Hamanns Ästhetik im historischen Kontext. Die Vielfalt der Zugänge und Perspektiven zeigt die Komplexität und Tiefe von Hamanns Gedanken und lädt dazu ein, die Verbindungen zwischen Ästhetik, Erkenntnis und dem menschlichen Verständnis von Realität zu erkunden.

      Johann Georg Hamann: Natur und Geschichte
    • Florilegium Benjamini

      Walter Benjamin und das Schriftgedächtnis in der Übersetzung

      Die wahre Übersetzung ist durchscheinend', schrieb Walter Benjamin. Als Gedächtniskunst ermöglicht die Sprachenbegegnung eine Blütenlese messianischer Gesten. Die Übersetzungen der 'Tableaux Parisiens' von Charles Baudelaire erscheinen 1923 in einer zweisprachigen Ausgabe nach beinahe zehn Jahren Übersetzungsarbeit. Das Vorwort, 'Die Aufgabe des Übersetzers', entzieht sich mit seiner Bilderflut und verschlungenen Argumentation der Beantwortung der Frage nach dem Zusammenhang zwischen den Überlegungen und den Gedichtübersetzungen, die oft aus der Perspektive der Ende der 1930er Jahre aus dem Passagenwerk hervorgehenden Arbeiten zu Baudelaire gelesen werden. Verfolgt man jedoch den 'Gefühlston' der Worte als Spur der Differenzen zwischen Original und Übersetzung, wird deutlich, dass Benjamin Baudelaires 'Tableaux' in einen Ausdruck der Gefühlskaälte der Zwischenkriegszeit übersetzt. Diese Gefühlskaälte wird im Vorwort durch eine auch die Typographie erfassende Denklandschaft angesprochen, die Natalie Chamat als skizzenhaften Grundriss späterer Bildkomplexe des Benjaminschen Denkens analysiert. So entsteht von Bild zu Bild ein Weg des Eingedenkens, der sich durch Benjamins Schriften zieht und das Kind in dunklen Zeiten als eine den Lesenden überantwortete Denkfigur hervortreten lässt.

      Florilegium Benjamini