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Ivo Eichhorn

    Kritik und Reproduktion der Ideologie im Theater der Gegenwart
    • Das bürgerliche Theater gilt oft als Spiegel der Gesellschaft. Trotz der Infragestellung der Repräsentation als ästhetisches Verfahren seit den historischen Avantgarden erzeugen heutige Theaterinszenierungen und Performances ideologische Effekte der Wiedererkennung. Der Band entwickelt eine Theorie des Theaters, die auf Louis Althussers Texten zu Theater und Ideologie basiert. Dabei werden die Subjekte der Theatermacher*innen und Zuschauer*innen sowie die Bedingungen und Potenziale einer kritischen theatralen Praxis untersucht. Sowohl das herrschende Funktionieren als auch Versuche der Umfunktionierung des Theaterapparats werden im Kontext von Althussers Denken an den Grenzen von Marxismus und Psychoanalyse neu betrachtet. Theoretische Ansätze werden mit etablierten theaterwissenschaftlichen Theorien diskutiert und in eine Zeitdiagnose übersetzt, ergänzt durch die Analyse einer zeitgenössischen Theaterproduktion: Oratorium. Kollektive Andacht zu einem wohlbehüteten Geheimnis der Gruppe She She Pop. So werden Überlegungen zu aktuellen Prozessen der Faschisierung, Gegentendenzen im Theater, zur Verfremdung fiktiver Gemeinschaftsbildungen und zur Entmystifizierung der Beziehung von Theater und Politik angestellt.

      Kritik und Reproduktion der Ideologie im Theater der Gegenwart