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Klaus W. Hälbig

    1. Jänner 1951
    Der Baum des Lebens
    Beiträge zu einer ökumenischen Spiritualität: Die Hochzeit am Kreuz
    Die Heimholung ins Paradies
    Die Rückkehr des Bräutigams
    • Beiträge zu einer ökumenischen Spiritualität: Die Hochzeit am Kreuz

      Eine Einführung zur Mitte

      • 816 Seiten
      • 29 Lesestunden

      Die Welt ist in polaren Gegensätzen auf die hochzeitliche Vereinigung hin gebaut. Dieses Prinzip des Hochzeitlichen bedeutet, biblisch verstanden, das In-eins der männlichen Geistseite und der weiblichen Leibseite. Wenn beides in der Mitte integral eins ist, wohnt Gott dem Menschen und durch ihn der ganzen Schöpfung inne. Die Kreuzigung Christi am 6. Tag und seine leibhafte Auferstehung am 8. Tag symbolisieren die Einheit von horizontaler und vertikaler Zeit oder von Leibseite und Geistseite. Im erhöhten Gekreuzigten sind beide Seiten vollkommen eins: Er ist König und Königreich, Priester und Opfergabe, Bräutigam und Braut, der totus Christus, männliches Haupt und weiblicher Leib (Kirche) oder die hochzeitlich-sakramentale Vereinigung von Gottheit und Menschheit. Der Heilstod Christi ist wesentlich Kreuzes-Tod, von dem sich der Mensch prägen lassen muss, um die Einheit der Gegensätze nachzuvollziehen und der ewigen Heilsgegenwart Gottes innezuwerden. Im gekreuzigten und auferstandenen Christus können wir die alles vereinende Mitte der gesamten Wirklichkeit feiern; das Kreuz ist der Ausdruck von Christi Hochzeit mit der Menschheit und zugleich der Ursprung und das Zentrum der Eucharistie als ewigem Hochzeitsmahl des Lammes.

      Beiträge zu einer ökumenischen Spiritualität: Die Hochzeit am Kreuz2007