Ernst Jünger Bücher
Ernst Jünger war ein deutscher Schriftsteller, dessen Werk sich durch eine tiefgründige Untersuchung der menschlichen Erfahrung angesichts der Moderne und des Krieges auszeichnet. Sein literarischer Stil ist präzise und verwendet oft scharfe, bildhafte Darstellungen, um intensive Empfindungen und philosophische Überlegungen zu vermitteln. Jünger reflektierte über die Auswirkungen von Technologie und Materialismus auf die Seele, oft mit einer kompromisslosen, aber zugleich tief nachdenklichen Perspektive. Seine Schriften bieten trotz Kontroversen eine einzigartige Sichtweise auf die Natur von Mut, Überleben und die Suche nach Sinn im Chaos.







Jüngers Prosavignetten in ihrer ersten Fassung – ein Wendepunkt seines literarischen Schaffens. Das Buch, erstmals 1929 erschienen, nimmt unter Jüngers Schriften eine Schlüsselstellung ein, auch gegenüber der späteren, stark veränderten Fassung »Das Abenteuerliche Herz. Figuren und Capriccios« (1938). Es stammt aus der Zeit, als die literarischen Aggressionen dieses Autors noch in engem Zusammenhang mit seiner nationalrevolutionären Publizistik geschahen. Jüngers Nähe und Differenz zu anderen literarischen Bestrebungen, vor allem denen des Surrealismus, werden nirgends so deutlich wie hier. Jünger war bereits als Autor der Kriegsbücher in Erscheinung getreten und bekannt geworden. Doch mit diesem Werk, das gleichwohl noch den zeitgeschichtlichen Bezug erkennen lässt, wandelt sich Jünger auch vom Kriegsschriftsteller zum Literaten.
Auswahl aus dem Werk. 1-4
- 1586 Seiten
- 56 Lesestunden
Ernst Jünger als Zeitzeuge, als Erzähler, als Essayist, als Entomologe - das sind die Gesichtspunkte, die für unsere Auswahl gültig waren. Der Bogen spannt sich von den Tagebüchern des Ersten und des Zweiten Weltkrieges über die Erzählung »Auf den Marmorklippen«, von der Dolf Sternberger sagte, sie sei »das kühnste Erzeugnis der Schönen Literatur, das während der Zeit des Dritten Reiches in Deutschland ans Licht getreten ist«, bis hin zu den »Subtilen Jagden«, die von den Freuden des Umgangs mit der Insektenwelt berichten. Dazwischen steht der Kriminalroman »Eine gefährliche Begegnung« und steht vor allem »Das Abenteuerliche Herz« - von Alfred Andersch als »das einzige Buch des Surrealismus in Deutschland« gerühmt. Nicht vergessen sei der Aufsatz »Sizilischer Brief an den Mann im Mond«, der die unerläßliche Einführung in die Optik Ernst Jüngers bietet. Die Bände umfassen im Einzelnen: – Erster Band: In Stahlgewittern – Zweiter Band: Das erste Pariser Tagebuch / Kaukasische Aufzeichnungen / Das zweite Pariser Tagebuch – Dritter Band: Auf den Marmorklippen / Eine gefährliche Begegnung – Vierter Band: Das Abenteuerliche Herz. Figuren und Capriccios / Sizilischer Brief an den Mann im Mond – Fünfter Band: Subtile Jagden
Siebzig verweht I
- 608 Seiten
- 22 Lesestunden
Briefe
- 184 Seiten
- 7 Lesestunden
Jünger und Andres haben sich des öfteren getroffen, Andres machte mehrere Besuche in Kirchhorst, Jünger besuchte 1950 die Uraufführung des Stückes, das Andres im Nachkriegsdeutschland bekannt machte: »Gottes Utopia«. Die Briefe behandeln künstlerische und familiäre Fragen, Probleme der jeweiligen Veröffentlichungsstrategie und die Erfahrungen, die auf vielfältigen Reisen gesammelt wurden. Rund sechzig Briefe und Karten wurden zwischen beiden Partnern ausgetauscht, die in diesem Band kommentiert und in den Zusammenhang des jeweiligen schriftstellerischen Werks gestellt werden. Tagebuchnotizen Jüngers, die sich auf Andres beziehen, sind mit aufgenommen, des weiteren zwei vehemente Verteidigungsschriften, in denen Andres anlässlich der Nachkriegsdiskussion um Jünger seinen Schriftstellerkollegen verteidigt.
Friedrich Hielscher, ein Publizist und Privatgelehrter, trat in seiner Schulzeit einem Freicorps bei, verweigerte jedoch die Teilnahme am Kapp-Putsch. Nach einem Jurastudium in Berlin und Jena gab er seine Tätigkeit am Berliner Kammergericht bald auf. Zu seinen Bekannten gehörten Elisabeth Förster-Nietzsche, Oswald Spengler und Theodor Heuss. Hielscher war einer der ersten Autoren der von Jünger herausgegebenen Zeitschrift »Arminius« und arbeitete zeitweise im nationalrevolutionären Publizismus mit Jünger zusammen. Seine Philosophie, die eine »heidnische« Theologie formulierte, führte zur Gründung der politisch-religiösen Sekte »Unabhängige Freikirche UFK«. Die Korrespondenz zwischen Hielscher und Ernst Jünger, die bis zu Hielschers Tod 1990 andauerte, ist von Spannungen geprägt und begann in den Zwanzigern. Diese Briefe, insbesondere die zwischen 1927 und 1933, sind von großer Bedeutung, da sie Einblicke in die politische Publizistik Jüngers während ihres Höhepunkts bieten. Da andere Korrespondenzen dieser Zeit entweder verloren oder nur in Abschriften erhalten sind, stellen die Briefe an Hielscher ein einzigartiges Dokument dar, das die Ideenwelt und das Beziehungsnetz Jüngers während seines intensivsten politischen Engagements beleuchtet.
Autor und Autorschaft
- 277 Seiten
- 10 Lesestunden
Die Maximen und Reflexionen bilden eine mosaikartige Poetologie, die nicht nur für Jüngers Spätwerk bedeutend ist, sondern auch grundlegende Fragen zur Beziehung zwischen Autor und Werk sowie zum Verhältnis von Œuvre und Macht aufwirft.
Auswahl aus dem Werk in fünf Bänden - 1: In Stahlgewittern
- 296 Seiten
- 11 Lesestunden
A memoir of astonishing power, savagery, and ashen lyricism, Storm of Steel illuminates not only the horrors but also the fascination of total war, seen through the eyes of an ordinary German soldier. Young, tough, patriotic, but also disturbingly self-aware, Jünger exulted in the Great War, which he saw not just as a great national conflict but more importantly as a unique personal struggle. Leading raiding parties, defending trenches against murderous British incursions, simply enduring as shells tore his comrades apart, Jünger kept testing himself, braced for the death that will mark his failure. Published shortly after the war's end, Storm of Steel was a worldwide bestseller and can now be rediscovered through Michael Hofmann's brilliant new translation.
Das Kriegstagebuch erstmals in günstiger Taschenbuch-Ausgabe Mit dieser Ausgabe sind Ernst Jüngers Tagebuchhefte aus dem Ersten Weltkrieg erstmals als Taschenbuch zugänglich – ein einzigartiges literarisches und zeitgeschichtliches Dokument und eine editorische Sensation. Ernst Jüngers Frontbericht »In Stahlgewittern« ist neben Erich Maria Remarques Roman »Im Westen nichts Neues« das berühmteste deutschsprachige Buch über den Ersten Weltkrieg. Die »Stahlgewitter« sind jedoch kein rein fiktionales Werk, sondern basieren auf den fünfzehn Tagebuchheften, die Jünger während des Krieges von der ersten Fahrt an die Front am Jahreswechsel 1914/15 bis zu seiner letzten Verwundung im August 1918 kontinuierlich führte. So lässt sich genauestens mitverfolgen, wie die Erfahrungen des Krieges von Jünger psychisch verarbeitet und stufenweise literarisiert wurden. »Diese Aufzeichnungen sind nicht nur ein einzigartiges Dokument der ›Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts‹, sondern vor allem auch ein Schlüsseltext zur Entwicklung von Ernst Jüngers Selbstverständnis als Dichter.« Heimo Schwilk, Welt am Sonntag »Mustergültig editiert [...] liegen die Kriegstagebücher jetzt in einer von Jüngers Hausverlag Klett-Cotta großzügig ausgestatteten Buchausgabe vor. Und in der Tat: Der Atem des Krieges weht einen schon beim ersten Blätter an.« Thomas Karlauf, FAZ
Siebzig verweht. Bd.2
- 641 Seiten
- 23 Lesestunden
2nd ed. A collection of short essays, slightly poetic prose. Uncanny musings, somewhat surrealistic, with accurate perceptions of psychological and sensory experiences with, or sometimes philosophical musings over color, smells, bugs, plants, anxiety, existence, culture, and more. The last I heard, only 2 of the sixty some (I think) 'essays' have been translated into English. As someone else once put it, this is something like a "hidden gem." Personally, I haven't yet read anything quite like it.
Der erste von insgesamt 22 Bänden der »Sämtlichen Werke« umfasst Schriften Ernst Jüngers aus den Jahren 1920 bis 1934, die allesamt den Ersten Weltkrieg zum Thema haben. Der Eröffnungsband der »Sämtlichen Werke« enthält sein Debüt »In Stahlgewittern« (1920), »Das Wäldchen 125« (1925), welches Jünger als »Chronik aus den Grabenkämpfen 1918« bezeichnet, der »Ausschnitt aus einer großen Schlacht« mit dem heroisierenden Titel »Feuer und Blut« (ebenfalls aus dem Jahre 1925) und zuletzt eine kurze Skizze, in welcher er sich Jünger zwanzig Jahre später an den »Kriegsausbruch 1914« (1934) erinnert. Trotz einer literarischen Stilisierung bewahren die Schriften dabei die unmittelbare Einfachheit, die auch Jüngers Kriegstagebuch zu eigen ist, während der Autor etwa in seinem Werk »Der Kampf als inneres Erlebnis« (Sämtliche Werke, Band 7) die Fronterlebnisse stärker reflektierend wie systematisch zu erfassen sucht.
Soixante-dix s'efface 2
- 587 Seiten
- 21 Lesestunden
Das Abenteuerliche Herz. Zweite Fassung
Figuren und Capriccios
Auf der Suche nach der »Harmonie der Dinge« – die zweite, stark überarbeitete Fassung des »Abenteuerlichen Herzens« Beinahe ein Jahrzehnt nach seiner Erstpublikation erschien 1938 »Das Abenteuerliche Herz« in einer stark überarbeiteten zweiten Fassung. Große Teile, insbesondere autobiographische und konkret politische Passagen wurden gestrichen, stattdessen wird Ernst Jüngers Wandel zum Literaten und Metaphysiker sichtbarer denn je zuvor. Die Urfassung des »Abenteuerlichen Herzens« datiert auf 1929 und markiert einen Wendepunkt im literarischen Schaffen Jüngers. Doch gab er sich mit dem Erreichten nicht zufrieden und überarbeitete im folgenden Jahrzehnt sein Werk so stark, dass schließlich rund zwei Drittel des ursprünglichen Textes gestrichen und erneuert wurden. Vor allem offene politische und autobiographische Bezüge fielen dem Rotstift zum Opfer, und in immer stärkerem Maße zog sich Jünger auf die Position eines objektiven Beobachters zurück, wovon etwa »Der stereoskopische Genuß« zeugt. In diesem Sinn ist »Das Abenteuerliche Herz« vor allem eine Schule des Sehens und Interpretierens: »Betrachte das Leben als einen Traum unter tausend Träumen und jeden Traum als einen besonderen Aufschluss der Wirklichkeit. Dies alles vermagst du, wenn du über den magischen Schlüssel verfügst.«
Die Tatsache, dass Albert Renger-Patzsch und Ernst Jünger gleich zwei Bücher zusammen realisiert und deren Entstehungsprozess in einem Briefwechsel begleitet haben, ist durchaus überraschend. Hier treffen nicht nur Text und Bild, sondern zwei Haltungen aufeinander, die unvergleichbar zu sein scheinen. Während Albert Renger-Patzsch fortwährend auf der sichtbaren Seite der Dinge Formen und formale Beziehungen ausmacht, stellt Ernst Jünger den Entsprechungen von Oberfläche und Tiefe nach. Verwandt sind sie sich in ihrer Suche nach Formgesetzen, die Zeit stillstellen und aufheben. Der Band enthält zahlreiche z. T. bisher unpublizierte Abbildungen.
Die Schleife
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
Aus der chaotischen Anfangszeit des Verlags, zwischengelagert in der Dachkammer des Elternhauses, jetzt wieder aufgefunden und in 85 Exemplaren lieferbar: Armin Mohlers legendäre Annäherung an den „Chef"; mit dem berühmten Essay Ein Tag im Leben eines modernen Schriftstellers und dem Nachwort Kritische Verehrung: Armin Mohler und Ernst Jünger von Tobias Wimbauer.
Ernst Jüngers Werk umfasst neben dem Roman, der Erzählung, dem Essay und dem Tagebuch auch Sammlungen äußerst verdichteter Einsichten und Notate: Der Aphorismus, oder die Maxime, hat in anderen Literaturen eine reiche Tradition. In der deutschen Literatur unseres Jahrhunderts gilt Ernst Jünger als einer der Meister dieser Form. Katharina Ayen, dem Autor und seinem Werk seit Jahrzehnten verbunden, hat hier eine Sammlung von Gedanken Ernst Jüngers zusammengetragen. Die Auswahl ist locker geordnet nach Themenfeldern: geschliffene Bemerkungen zu Natur, Technik und Lektüre blitzen auf, Notizen zur Gesellschaft und zur Verfassung des Menschen nahe der Jahrtausendwende. Manches Provozierende findet sich hier, aber auch Sätze von prognostischer Kraft. Nicht selten schlagen Jüngers Einsichten den Bogen zu abendländischen Traditionen, immer jedoch fühlt sich der Leser angesprochen, ja herausgefordert: »Seien wir auf der Hut vor der größten Gefahr, die es gibt – davor, daß uns das Leben etwas Gewöhnliches wird.«
Myrdun
- 67 Seiten
- 3 Lesestunden
Der Grafiker Alfred Kubin war einer der wenigen zeitgenössischen Künstler, die Ernst Jünger zeitlebens hoch schätzte. Er illustrierte die Buchausgabe der Norwegenreise Jüngers, in der dieser sich auch von manchem Weltkriegserlebnis befreite: »So hat die Zeit ihre Spuren in uns niedergeschlagen wie vieljährigen Schnee, in dem Schutt und Geröll und die Bitterkeit von Kriegen und Bürgerkriegen sich anhäuften. Aber wenn Licht in die Schrunden fällt, gehen die Lawinen zu Tal.«
Der zweite Band der »Sämtlichen Werke« enthält mit dem ersten Teil der »Strahlungen« Jüngers Tagebuch aus den Jahren 1939 bis 1943: die »Gärten und Straßen«, »Das erste Pariser Tagebuch« sowie die »Kaukasischen Aufzeichnungen«. Charakteristisch ist sicherlich die Verbindung des persönlichen Erlebens mit den geschichtlichen Ereignissen: Lektürenotate verbinden sich mit Beobachtungen, Kriegserlebnisse mit Reflexionen zu einem »Sound«, wobei der Charakter eines Tagebuchs stets erhalten bleibt. Jünger merkt hierzu in seinem Vorwort an: »Der Tagebuchcharakter wird [...] zu einem Kennzeichen der Literatur. Das hat unter mancherlei Gründen auch den [...] der Geschwindigkeit. Die Wahrnehmung, die Mannigfaltigkeit der Töne kann sich in einem Maße steigern, das die Form bedroht und das in unserer Malerei getreulich festgehalten wird. Demgegenüber ist literarisch das Tagebuch das beste Medium. Auch bleibt es im totalen Staat das letzte mögliche Gespräch.«
Strahlungen. Tl.5
- 589 Seiten
- 21 Lesestunden
Als Höhepunkt des Tagebuchwerkes, das Ernst Jünger im Zweiten Weltkrieg mit den »Gärten und Straßen« begann, können die fünf Bände von »Siebzig verweht« gelten. Im Tagebuch gibt sich der Autor von Tag zu Tag und, insofern er, wie Jünger das tut, seine Träume als wesentliche autobiographische Elemente einbezieht, von Nacht zu Nacht Rechenschaft; er läßt den Leser an seiner Entwicklung teilnehmen. Notiert werden Begegnungen mit Menschen, Büchern und Bildern, mit Tieren, Pflanzen und Landschaften. Oft werden diese Begegnungen lediglich in einem kurzen Aphorismus fixiert, oft setzen sie auch Ketten von Reflexionen und Assoziationen in Bewegung, die bei aller thematischen Vielfalt auf überraschende Weise stets von neuem konvergieren. Es entsteht eine teils soghafte Sprache aus der für Jünger so charakteristischen Mischung aus Tagebuchnotaten, Briefen, Reflexionen und Kommentaren. Dieser Band umfasst dabei die Tagebücher der Jahre 1981 bis 1985
Der achte Band beschließt mit Jüngers Reisetagebüchern die erste Abteilung der Gesamtausgabe. Dabei spannt sich der Bogen von dem Aufenthalt der Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger in Dalmatien im Jahre 1932 bis zu einer Spitzbergenreise Jüngers 1964. Der vorliegende Band entspricht Band 6 der gebundenen Ausgabe. Insgesamt elf Reisen hat Jünger in diesen Tagebüchern dokumentiert: 'Dalmatinischer Aufenthalt', 'Myrdun', 'Aus der Goldenen Muschel', 'Atlantische Fahrt', 'Ein Inselfrühling', 'Am Sarazenenturm', 'San Pietro', 'Serpentara', 'Ein Vormittag in Antibes', 'Xylókastron' und 'Spitzbergen'.
Strahlungen I. Gärten und Straßen. Das erste Pariser Tagebuch. Kaukasische Aufzeichnungen
- 495 Seiten
- 18 Lesestunden
Die "Strahlungen" sind bedeutende Tagebücher von Ernst Jünger aus den Jahren 1939-1948, die einen besonderen Stellenwert in seinem Gesamtwerk haben. Sie dokumentieren seine Gedanken vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg und umfassen mehrere Werke, darunter das erste Pariser Tagebuch und die Kirchhorster Blätter.
Ursprünglich sollten die 'Subtilen Jagden' 'Einiges über Käfer und etwas mehr' heißen – in diesem Band zeigt sich Jünger als Sammler, voll 'krabbelnder Bijouterie' (Peter von Matt). Es war Jüngers Vater, der (in Heidelberg bei Victor Meyer promoviert) seinem Sohn den ersten Sammelkasten für Insekten schenkte, und dieser nutzte sogar im Ersten Weltkrieg die Gefechtspausen, um seine Sammlung zu erweitern. Dabei ist Jünger bei seinen 'Jagden', die auch ein Erinnerungsbuch für den Vater sind, dabei stets Entomologe und Schriftsteller zugleich. Dies wird auch in den Parerga deutlich, die u. a. frühe Entwürfe und Erinnerungen an den katholischen Geistlichen und Entomologen Adolf Horions enthalten.
Der Waldgang
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Neben den Arbeiter und den Unbekannten Soldaten stellte Jünger eine dritte Modellgestalt, den Waldgänger, der im Unterschied zu den beiden anderen dem Jetzt und Hier angehört. Der Wald ist der Ort des Widerstands, wo neue Formen der Freiheit aufgeboten werden gegen neue Formen der Macht.
Aus der goldenen Muschel
- 236 Seiten
- 9 Lesestunden
Als Standquartier diente Jünger dabei der mondäne Badeort Mondello vor den Toren Palermos. Von dort aus besuchte er etwa die berühmte Kapuzinergruft – und verlebendigt eine idyllisch-harmonische Szenerie, die sich scharf von den Gräueln des Zweiten Weltkriegs abhebt. Die Reise ist somit auch Flucht aus einer Realität, die von Jünger mehr und mehr als ungenügend empfunden wurde.
Siebzig verweht. Bd.4
- 487 Seiten
- 18 Lesestunden
Das abenteuerliche Herz
Figuren und Capriccios
1929 war die Urfassung des »Abenteuerlichen Herzens« erschienen, die einen Wendepunkt im literarischen Schaffen Jüngers markierten. Doch gab er sich mit dem Erreichten nicht zufrieden und überarbeitete im folgenden Jahrzehnt sein Werk so stark, dass schließlich rund zwei Drittel des ursprünglichen Textes gestrichen und erneuert wurden. Insbesondere zu konkrete und autobiographische Passagen fielen dem Rotstift zum Opfer, und in immer stärkerem Maße zog sich Jünger auf die Position eines objektiven Beobachters zurück, wovon etwa »Der stereoskopische Genuß« zeugt.
InhaltsverzeichnisErnst Jüngers Drogenexperimente und sein Buch ›Annäherungen. Drogen und Rausch‹ Helmut Lethen und Cord Riechelmann im Gespräch Albert Hofmann und Ernst Jünger. Der Briefwechsel 1947 bis 1997 Anmerkungen Editorische Nachbemerkung
Im Jahr 1936 unternahm Ernst Jünger mit dem Hamburger Luxusdampfer »Monte Rosa« eine knapp zweimonatige Reise nach Brasilien. Die Stationen und Ereignisse hat er in einem Tagebuch festgehalten, das 1947 unter dem Titel »Atlantische Fahrt« als erste Publikation Jüngers nach dem Zweiten Weltkrieg erschien. Neben exotischen Pflanzen, Tieren und der Landschaft des Amazonas galt sein Interesse vor allem den aufstrebenden Metropolen des Landes. Die Neuausgabe enthält neben Jüngers Tagebuch bislang unveröffentlichte Reisebriefe Jüngers an seinen Bruder Friedrich Georg sowie unbekannte Eintragungen aus dem handschriftlichen Tagebuch. Diese werden durch zeitgenössische Fotografien illustriert. In einem Nachwort geht der Herausgeber auf die Bedeutung der Reise und des Buches in Jüngers Leben und Werk ein.
»Mit politischem Blick, souveräner Sachkenntnis und minuziöser Kleinarbeit« verfasst (Hans Speidel), führt die Schrift auf diese Weise ins Zentrum einer Situation, in der man - so Jünger rückblickend - »eigentlich nur Fehler machen kann, ob man handelt oder nicht handelt«.
Politische Publizistik
1919-1933
Die vierzehn Jahre der Weimarer Republik sind eine prägende Phase für die Entwicklung Ernst Jüngers (1895–1998). Der hochdekorierte, desillusionierte Frontoffizier des Ersten Weltkriegs wird rasch zum scharfen Kritiker der herrschenden Verhältnisse. In brillanten und überaus provokativen Essays geißelt der junge Publizist schonungslos die Mißstände in Politik und Gesellschaft und entwickelt dabei die radikale Alternative eines »nationalen, sozialen, wehrhaften und autoritativ gegliederten Staates«. Schon bald gilt Jünger als geistiger Kopf des »neuen Nationalismus« und nimmt eine führende Stellung innerhalb des Kreises der sogenannten Konservativen Revolution ein. Neben ihrer Bedeutung als zentrale Quelle für die politischen Ideen der Rechten in der Weimarer Republik dokumentieren Jüngers Essays zugleich die enorme geistige und ästhetische Entwicklung des Autors zwischen »In Stahlgewittern« und seinen großen Werken der späten zwanziger und frühen dreißiger Jahre, »Das abenteuerliche Herz« und »Der Arbeiter«. Nicht zuletzt aufgrund dieser Beiträge wird auch die Debatte um Ernst Jünger weiter andauern.
Drogen und Rausch sind für Jünger ein Mittel, dem Menschen einen Anteil an der geistigen Welt zu verschaffen. Zuerst ist der Rausch reiner Genuss mit Gewinn und Gefahren, dann wird er zum Abenteuer mit seinen fantastischen, ästhetischen und geistigen Bezirken, schließlich aber zur Annäherung. In zahlreichen Selbstversuchen u. a. mit Albert Hofmann, dem Erfinder des LSD, lotete Jünger die Dimensionen der Rauschmittel und ihren Bezug zu ihrem jeweiligen Kulturkreis aus.
Siebzig verweht I-V. Die Tagebücher 1965-1996
- 2534 Seiten
- 89 Lesestunden
Ernst Jünger wird als herausragender Schriftsteller seines Jahrhunderts gewürdigt, der sowohl die Möglichkeiten als auch die Abgründe seiner Zeit erkannte. Seine objektiven Erzählungen und Essays haben Generationen von Kritikern gefesselt und die Diskussion um sein Werk neu entfacht. Diese Gesamtausgabe ist ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur.
Eine utopische »Sonnenstadt«, in der – nach dem »großen Feuerschlag« – die Grundfragen der menschlichen Existenz verhandelt werden: »Heliopolis«. Der vorliegende Band entspricht Band 16 der gebundenen Ausgabe. Es ist der »Rückblick auf eine Stadt«, der uns geboten wird, und dennoch liegt diese Stadt in der Zukunft. Sie trägt Züge des Bekannten, fast anachronistischen – wenn sich etwa ein Landvogt und ein Prokonsul bekriegen, und steht doch außerhalb von bekannter Zeit und vertrautem Ort. Es sind zwei verfeindete Ideologien, die sich hier gegenüberstehen, ausschließen und bekämpfen – um sich jedoch in ihrem Ziel, der Errichtung einer totalitären Staatsform, erstaunlich nahe zu kommen. »Heliopolis« ist damit auch ein Teil der Auseinandersetzung Jüngers mit der Zeit des Nationalsozialismus. Der Band enthält auch die »Stücke zu Heliopolis«, die Prosatexte »Das Haus der Briefe«, »Die Phantomschleuder«, »Die Wüstenwanderung«, »Über den Selbstmord« und »Ortner über den Roman«.
In Stahlgewittern
- 324 Seiten
- 12 Lesestunden
Ernst Jüngers Erstling »In Stahlgewittern« basiert auf seinen Kriegstagebüchern, die er kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Buchform brachte. Insgesamt überarbeitete Jünger den Text elfmal und es sind sieben Fassungen erschienen. Nach der Herausgabe des »Kriegstagebuchs 1914–1918« untersucht Helmuth Kiesel in dieser langerwarteten Edition sowohl Jüngers Schreibprozess wie auch die offene Frage nach Einfügungen und Streichungen im Sinne des aufkommenden Nationalismus in den 1920er Jahren. Dazu werden die Erstausgabe und die Fassung letzter Hand einander gegenübergestellt und alle relevanten Veränderungen anderer Ausgaben für den Leser sichtbar gemacht. Im zweiten Band werden zusätzlich sämtliche Varianten aufgezeigt.
Briefe 1935 - 1955
- 612 Seiten
- 22 Lesestunden
Das abenteuerliche Herz, Zweite Fassung
- 187 Seiten
- 7 Lesestunden
Als Ernst Jünger 1938 »Das abenteuerliche Herz« in seiner zweiten Fassung veröffentlichte, war er 43 Jahre alt, dieses Buch markiert die Mitte seines Schriftstellerlebens. Es zeigt Jüngers Schreiben in äußerster Konzentration und stellt so die bestmögliche Einführung in sein Werk dar, weist auf diese Weise zurück und nach vorn, denn das »bei aller Genauigkeit der Beschreibung nicht selten expressiv Übersteigerte, rhetorisch Forcierte der früheren Schriften ist einer lapidaren Sprache gewichen, die zwischen Spannung und Gelassenheit eine schwebende Mitte hält.« (Günter Figal)
Die Zwille
- 329 Seiten
- 12 Lesestunden
»Teo dachte an eine Waffe, die weithin trug und keine Spuren hinterließ. Armbrüste, Pfeil und Bogen, Pistolen schieden damit aus. Am besten wäre eine Zwille, wie die Jäger sie benutzten«: Jüngers Roman beschreibt eindringlich die Gefährdungen der Gymnasiasten der wilhelminischen Kaiserzeit. Clamor Ebling ist ebenso empfindlich wie ängstlich – was verständlich ist, da er seine Eltern ebenso wie seinen Vormund verloren hat. Von seinen Mitschülern gehänselt und gequält, beginnt sein Leidensweg. Es ist eine Zeit des persönlichen wie weltgeschichtlichen Umbruchs, die Jünger entwirft, zwischen den Problemen des Heranwachsenden und der »Vorgeschichte einer geschundenen Generation«, die 1914 in den Krieg zog.
Ernst Jünger führt in der »Zeitmauer« Gedanken seines »Arbeiter«-Essays fort; so schrieb er 1959 in einem Brief: Das Buch hat sich zu einer Fortsetzung von ›Der Arbeiter‹ entwickelt, führt allerdings in neue Richtungen. Das Thema ist ungefähr die Schilderung der Überwältigung der Weltrevolution durch Erdrevolution. Manches davon deutete sich bereits im ›Arbeiter‹ an.«
Siebzig verweht. Bd.5
- 204 Seiten
- 8 Lesestunden
Als Höhepunkt des Tagebuchwerkes, das Ernst Jünger im Zweiten Weltkrieg mit den "Gärten und Straßen" begann, können die fünf Bände von "Siebzig verweht" gelten.
Die Schere
- 186 Seiten
- 7 Lesestunden
1990 erstmals erschienen, kann »Die Schere« durchaus als letzter größerer Essay Jüngers angesehen werden, in dem sich die Themen seines Schaffens – etwa das Verhältnis von Mensch und Technik – in kondensierter Form nachvollziehen lassen. Daneben ist die Schrift aber auch ein aphoristisch dichter Text zu den großen Themen wie Tod, Traum oder Zeit. »Die Schere« ist wohl Jüngers wichtigstes Spätwerk und gleichzeitig ein idealer Einstieg in seine Schriften.
Maxima - Minima
- 71 Seiten
- 3 Lesestunden
Das Buch stellt die gegenwartszugewandte Ergänzung zum »Arbeiter« dar, liefert Nachträge, Betrachtungen, Vertiefungen, methodische Erläuterungen. »Was Burckhardt mit der ›Kultur der Renaissance in Italien‹ wollte, muß auch nach vorn möglich sein – ein Porträt des modernen Menschen ohne Retusche …«
Der Arbeiter
- 322 Seiten
- 12 Lesestunden
Der Plan dieses Buches besteht darin, die Gestalt des Arbeiters sichtbar zu machen jenseits der Theorien, jenseits der Parteiungen, jenseits der Vorurteile als eine wirkende Größe, die bereits mächtig in die Geschichte eingegriffen hat und die Formen einer veränderten Welt gebieterisch bestimmt.
Sturm
- 86 Seiten
- 4 Lesestunden
Die Erzählung "Sturm" erschien im April 1923 in Fortsetzungen in der Tageszeitungen "Hannoverscher Kurier". Sie galt als verschollen, war ihrem Autor selbst aus der Erinnerung entschwunden und wurde 1960 wiederaufgefunden...Wie ein junger Mensch des zivilisierten Europa mit der furchtbaren Erscheinung des modernen Krieges und seiner Schlachtfelder fertig zu werden sucht, das hat Ernst Jünger in seinen frühen Schriften als einer der ersten im deutschen Sprachbereich dargestellt. Kennzeichnend für "Sturm" ist nun sowohl die Form der Erzählung, die einen Versuch in dieser literarischen Kategorie erprobt, als auch der expressionistische Charakter ihres Stils. Wie stark die Figur des Leutnant Sturm autobiographisch zu verstehen ist, zeigt sich darin, daẞ der Autor 927 Vorabdrucke aus seinem "Abenteuerlichen Herzen" unter dem Pseudonym Hans Sturm erschienen lieẞ. Es gibt keine bessere Porträtskizze des jungen Autors, als er sie im letzten Abschnitt des zweiten Kapitels unserer Erzählung von seiner Titelfigur gegeben hat.
Die Geschichte eines jungen Mannes aus gutem Hause, der als Fremdenlegionär nach Nordafrika geht.
»Ich wußte nicht, daß Sterben so schön ist.« Karl Valentin »Diese letzten Worte als Sammlung gleichen einer Sammlung von Irrtümern und ungenauer Überlieferung«, notierte Ernst Jünger auf einer Karteikarte. Seine Sammlung betrachtete er als ein Mosaik, »dessen Steinchen zwar zufällig geformt sind, doch dessen Ganzes ein Bild ergibt.« Die letzten Worte waren daher auch dann für ihn von Interesse, wenn sie den Toten von den Hinterbliebenen zugeschrieben oder in den Mund gelegt wurden. Diesen Kanon der Toten hat Jünger zeitlebens gesammelt oder sich von Freunden in Form von vorgedruckten Postkarten zuschicken lassen. Nun wird diese Sammlung erstmals in einer Auswahl des Jünger-Kenners Jörg Magenau in einem bibliophilen Band herausgegeben.
Zwei Mal Halley
- 100 Seiten
- 4 Lesestunden
Dieses Buch vereinigt Tagebuchaufzeichnungen, die Jünger während einer Reise in Malaysia und Indonesien Anfang April und Anfang Mai 1986 notiert hat. Unter dem Zeichen des Kometen ordnen sich seine Beobachtungen und Reflexionen zu einem Muster von faszinierender Zeichnung und Farbe. Die Erinnerung schlägt den Bogen zurück zum Jahr 1910, als der Fünfzehnjährige zum ersten Mal den Kometen sah. Zwischen damals und der Gegenwart liegen die Erfahrungen eines Jahrhunderts. Die menschlichen Möglichkeiten haben sich seither in einer Weise vermehrt, dass utopische Entwürfe zu Realitäten geworden sind. Die Welt ist in Bewegung geraten und befindet sich in einem qualvollen Übergang, dessen Ende sich nicht absehen lässt. Auch von den entferntesten Gebieten wie den ehemaligen Kolonien hat die Technik Besitz ergriffen und sie dem Weltstil, dem Stil des Arbeiters unterworfen. So sind auch dort die Wälder in Gefahr und hat eine Dezimierung der Pflanzen- und Tierwelt begonnen, was Jünger auch bereits in den 1980ern nicht übersah.
Ernst Jünger schrieb diesen Roman in den letzten Monaten vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Im Dritten Reich nicht verboten, aber heftig kritisiert, war er für viele Zeitgenossen ein Sinnbild der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft.
Die Zukunft, in die der Roman uns führt, erinnert in manchen Zügen an die Gegenwart von Silicon Valley, und in anderen mag man Disneyland oder die Unterhaltungselektronik erkennen. Aber stärker als solche Anklänge ist der Zauber des Erfundenseins, die Signatur eines Schriftstellers, dem denn doch einiges mehr eingefallen ist als ein paar Jahre später den Ingenieuren. Und diese Zukunft wächst aus einer echten Vergangenheit hervor, dem Kaiserreich und dem Weltbürgerkrieg nach seinem Ende.
Eine gefährliche Begegnung
- 169 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Anfänge von Ernst Jüngers 1985 erschienener Kriminalgeschichte lassen sich bis in die späten 1940er und 1950er Jahre zurückverfolgen. Die lange Entstehungszeit führte aber nicht zu einer Lockerung und zu einem Auseinanderstreben der Handlungselemente, sondern zu einer gesteigerten Konzentration und zu einer Prosa, die der »Gefährlichen Begegnung« eine Sonderstellung selbst im Werk dieses Autors sichert.
Aladins Problem
- 121 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Erzählung verbindet Utopie und Reflexion und thematisiert Aladins Problem mit der Wunderlampe, die Macht in verschiedenen Formen bietet. Die Handlung spielt in einem Berliner Begräbnisinstitut und einer Kaserne in der Gegenwart, wobei Namen und Orte nur als Motive dienen, die keine historische Realität beanspruchen.
Sämtliche Werke Band 7
- 533 Seiten
- 19 Lesestunden
Siebzig verweht I
Tagebücher 1965-1970
Die totale Mobilmachung
- 48 Seiten
- 2 Lesestunden
Erste Einzelausgabe, im Jahr zuvor als Teil des von Jünger herausgegeben Sammelbandes "Krieg und Krieger" erstmals erschienen. Behandelt die vollständige Mobilisierung aller Lebensbereiche im modernen Industriestaat für den Krieg.
Er faszinierte und polarisierte, hatte zahlreiche Bewunderer und ebenso viele Gegner. Er meldete sich am ersten Kriegstag im August 1914 freiwillig zum Dienst in den »Stahlgewittern« - und wurde sieben Jahrzehnte später zur Versöhnungsfeier von Verdun eingeladen. Er schuf mit den »Marmorklippen« »das Renommierbuch der 12 Jahre« (Thomas Mann) - und zugleich das Problembuch der nationalsozialistischen Zeit. Doch war er nicht nur engagierter Patriot, sondern auch Anarch: Seine »Annäherungen« an Drogen und Rausch brachten ihm 1970 eine Anklage wegen unerlaubten Drogenbesitzes ein. Ein streitbarer, wandelbarer Geist, ein literarisches Chamäleon: »Was bleibt, ist bunter Staub.« Die Bände sind auch einzeln erhältlich.
***Bookbot steht unumstößlich gegen Diskriminierung jeglicher Art ein. Mit dem Kauf dieses Buches bestätigt der Leser, dass ihm dieser Sachverhalt bekannt ist und er den Inhalt ausschließlich zu Studienzwecken verwenden wird.***
Siebzig verweht. Bd.3
- 594 Seiten
- 21 Lesestunden
Als Höhepunkt des Tagebuchwerkes, das Ernst Jünger im Zweiten Weltkrieg mit den »Gärten und Straßen« begann, können die fünf Bände von »Siebzig verweht« gelten. Im Tagebuch gibt sich der Autor von Tag zu Tag und, insofern er, wie Jünger das tut, seine Träume als wesentliche autobiographische Elemente einbezieht, von Nacht zu Nacht Rechenschaft; er läßt den Leser an seiner Entwicklung teilnehmen. Notiert werden Begegnungen mit Menschen, Büchern und Bildern, mit Tieren, Pflanzen und Landschaften. Oft werden diese Begegnungen lediglich in einem kurzen Aphorismus fixiert, oft setzen sie auch Ketten von Reflexionen und Assoziationen in Bewegung, die bei aller thematischen Vielfalt auf überraschende Weise stets von neuem konvergieren. Es entsteht eine teils soghafte Sprache aus der für Jünger so charakteristischen Mischung aus Tagebuchnotaten, Briefen, Reflexionen und Kommentaren. Dieser Band umfasst dabei die Tagebücher der Jahre 1981 bis 1985
Geheime Feste
Naturbetrachtungen
»Am meisten beeindruckten mich seine präzisen Schilderungen der Natur. Mit wenigen Blicken konnte er Bilder oder Geschehnisse erfassen und das Geschaute mit einzigartiger Sprachgewalt schildern.« Josef Reichholf Im Leben Ernst Jüngers gab es keinen Tag, den der Autor nicht der Betrachtung der Natur und ihrer Phänomene widmete – er studierte das Wetter, die Pflanzen, die Tiere, die Gesteinsformationen, den Mikrokosmos. Ob auf den Fluren des heimischen Wilflingen, auf einer seiner ausgedehnten Exkursionen in die Macchia des Mittelmeers, in die undurchdringlichen Regenwälder der Tropen oder in die kargen Stein- und Gletschergefilde des hohen Nordens: Jüngers Auge erfasste Naturereignisse mit großer Präzision und beschrieb sie mit hypnotischer Anschaulichkeit. Diese Anthologie, die die schönsten Stücke aus dem Gesamtwerk in thematischer Ordnung präsentiert, lädt ein zu einer Weltreise an der Seite Ernst Jüngers. Seine Texte sind eine Schule der Kontemplation. Sie öffnen unsere Augen und lehren uns etwas, was im digitalen Zeitalter zunehmend verloren zu gehen scheint – vor der Natur zu verweilen, wahrhaft zu sehen und zu träumen.





























































