Dicht dran
In seinem zweiten Fall fliegt Anwalt Thomas Schöngeist nach Argentinien - einem internationalen Korruptionsfall und altem Nazi-Geld auf der Spur
Eine internationale Korruptionsaffäre und Geldwäsche führen nach Argentinien, wo der Wirtschaftsanwalt Thomas Schöngeist in seinem zweiten Fall in das Gastland der Buchmesse 2010 gerät. In diesem Wirtschaftskrimi von Siegfried Schröpf wird Schöngeist mit einem Mandanten konfrontiert, der als leitender Mitarbeiter eines Automobil-Zulieferers der Korruption beschuldigt wird. Der Mandant scheint jedoch nur eine Randfigur in einem großen Betrugsnetz zu sein. Schöngeist vermutet, dass er von einem deutschen Konzern, seinen argentinischen Partnern, einer Schweizer Bank und einem US-amerikanischen Beratungsunternehmen geopfert werden soll, um weitere Machenschaften zu vertuschen. Der Autor beleuchtet die Grenzen zwischen persönlichem Schicksal und ökonomischen Machtstrukturen, was die Leser bereits im ersten Buch erleben konnten. Schöngeist, eine einnehmende Figur, wird von seiner juristischen Neugier und seinen unglücklichen Liebesgeschichten getrieben. Auf seiner Reise durch Argentinien will er die Hintergründe der Korruptionsaffäre aufdecken, während seine ehemalige Geliebte ihren nach dem Zweiten Weltkrieg untergetauchten Großvater sucht. Entführungen, Verfolgungen und Anschläge zeigen, dass alte Investitionen aus der Nazi-Zeit noch immer von Bedeutung sind. Schröpf bringt die Anziehungskraft zwischen Deutschland und Argentinien lebendig zum Ausdruck, während die Geschichte des vermissten Großvaters sich mit den Geldwäschereien
