Der Doppelmord von Babenhausen aus dem Jahr 2009 sorgte bundesweit für Entsetzen und Aufsehen in den Medien. Anscheinend gab es einen eiskalten Killer, der ein Ehepaar und dessen Tochter regelrecht „auslöschen“ wollte. Das Ehepaar wurde durch Pistolenschüsse getötet, die Tochter überlebte. Die Polizei lastete die Tat dem Nachbarn der Opfer, einem Familienvater namens Andreas Darsow an. Als mutmaßliches Motiv unterstellte man ihm das Bestreben, eine langjährige Lärmbelästigung gewaltsam beenden zu wollen. In den Ermittlungen spielten besondere Umstände (etwa der Zugriff auf eine bestimmte Internetseite) eine Rolle. Es gab keine Tatzeugen, die Tatwaffe wurde nie gefunden und am Tatort wurden keine DNA oder Faserspuren von Darsow gefunden. In einem sogenannten Indizienprozess wurde er trotzdem zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Da die besondere Schwere der Schuld vom Gericht festgestellt wurde, kam eine vorzeitige Entlassung nicht in Betracht. Andreas Darsow sitzt noch heute in einer Strafanstalt ein. Die damaligen Ermittlungen der Polizei und das Urteil des Landgerichts Darmstadt waren in der Öffentlichkeit umstritten und sorgten immer wieder für Diskussionen. Der Kriminalist und Jurist Siegfried Stang hat den hochkomplexen Fall noch einmal aufgegriffen und die Fakten minutiös geprüft. Er kommt dabei zu erstaunlichen neuen Einsichten und Bewertungen, was die etwaige Täterschaft von Andreas Darsow anbelangt.
Siegfried Stang Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



Jan Borell, ein psychisch angeschlagener Kriminalkommissar, erhält eine neue Chance in Neubrandenburg. Sein erster Fall, der Mord an einem Richtersohn, führt ihn ins Milieu der Clankriminalität. Während er mit seinen psychischen Problemen kämpft, eskalieren die Ereignisse, als ein zweiter Mord geschieht.
Der Pferdemörder - Eine absonderliche Geschichte aus Mecklenburg
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Eine Serie grausamer Pferdemorde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sorgt bundesweit für Abscheu und Entsetzen. Die Polizei tappt jedoch zunächst im Dunkeln und gerät immer stärker unter Druck. Den spürt auch Kriminalhauptkommissar Tim Asfeld, der verantwortliche Ermittler. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um die Pferde. Auch Menschen geraten in akute Lebensgefahr. Die junge Theologiestudentin Pia, die im Herbst allein in einer verlassenen Bungalowsiedlung wohnt, wird mehr und mehr in den Strudel der Ereignisse hineingezogen. Sie ist seltsamen, aggressiven Handlungen ausgesetzt, über deren Grund und Urheber sie rätselt. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Und mehrere Menschen sterben.Autor Siegfried Stang hat seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Kriminalist in eine spannende und erst nach und nach verstehbare Geschichte einfließen lassen. So kann der Roman mit einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung überzeugen. Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen wären allerdings dennoch rein zufällig. Dem Verfasser des Buches gelingt es, die psychologischen Hintergründe der Verbrechen plausibel und nachvollziehbar zu schildern. Die Kriminalisten und der Leser erfahren erst Stück für Stück, warum alles so kommt, wie es gekommen ist – scheinbar zwangsläufig.