Im Band 4 der Gesammelten Werke sind nun zum ersten Mal alle vom Autor nach Jahren geordneten Aufzeichnungen versammelt, die in folgenden Ausgaben erschienen waren: Aufzeichnungen 1942-1948 (1965); Alle vergeudete Verehrung (1970); Die Provinz des Menschen (1973) und Das Geheimherz der Uhr (1987).
Elias Canetti Bücher
Dieser Literaturnobelpreisträger wird für Schriften gefeiert, die sich durch eine breite Perspektive, Ideenreichtum und künstlerische Kraft auszeichnen. Seine Werke tauchen tief in die komplexen Aspekte der menschlichen Existenz und Gesellschaft ein. Durch einen eindringlichen Stil und tiefgründige Einblicke bietet er den Lesern ein einzigartiges literarisches Erlebnis. Sein Schreiben hinterlässt einen bleibenden Eindruck und regt zum Nachdenken an.







Das Geheimherz der Uhr
- 212 Seiten
- 8 Lesestunden
Dieser Band mit Canettis Aufzeichnungen aus den Jahren 1973 bis 1985 enthält Überlegungen zur Zeit, zur Vergänglichkeit und Vergeblichkeit, zum Tod. Es sind die Jahre, in denen Canetti an seiner dreibändigen Autobiographie schrieb. »Das Geheimherz der Uhr ist ein nicht auszuschöpfendes Buch, das die Qualität, die Leichtigkeit und die Tiefe von alten Weisheitslehren hat, ohne deren billige Tröstungen. Canettis Sätze sind wie Enterhaken, die nach den Schiffen des Denkens ausgreifen.« Literatur aktuell
Prozesse
- 380 Seiten
- 14 Lesestunden
„Jede Zeile von Kafka ist mir lieber als mein ganzes Werk.“ - Elias Canettis Schriften über Franz Kafka „Er ist“, notiert Elias Canetti 1947, „der Einzige, der mir wirklich nahe geht“. Und schreibt später, nur kurz vor seinem Tod: „Ich habe ihn geliebt“. Die Rede ist von Franz Kafka. Die hier zusammengeführten Schriften – bereits publizierte sowie erstmals zugänglich gemachte Materialien aus dem Nachlass – erlauben es, Canettis Äußerungen zu Kafka in den Prozess seiner Selbstvergewisserung als Schriftsteller einzuordnen. Die an Kafka verhandelten Kernthemen erweisen sich immer wieder als seine ureigensten. Erstmals zeigt und deutet dieses Buch die Bindung Canettis an diese Zentralgestalt der Moderne.
Liebhaber ohne Adresse
Briefwechsel 1942 - 1992
In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts begegnen sich die österreichische Malerin Marie-Louise von Motesiczky (1906-1996) und der Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger Elias Canetti (1905-1994). Beide sind vor den Nazis von Wien nach England geflüchtet, beide sind Künstler. Die Malerin aus wohlhabender Familie unterstützt den Dichter finanziell, und er unterstützt sie in ihrem Kunstschaffen. Sie verlieben sich und führen bis zu Canettis Tod im Jahr 1994 eine spannungsreiche Beziehung, belastet von ungleichen Lebensbedingungen und unerfüllten Hoffnungen. In ihren Briefen aus fünf Jahrzehnten entsteht ein großer tragischer Liebesroman.
Die Fliegenpein
- 142 Seiten
- 5 Lesestunden
In diesem Band mit Aufzeichnungen Canettis geht es immer wieder um Themen wie Zeit, Vergänglichkeit, Tod und Vergeblichkeit. Canettis scharfe und überraschende Formulierungen treffen manchmal wie Blitze, die schon vergessene Gedanken oder schlummernde Zusammenhänge erkennen lassen. Zwischen Gedanken und Aphorismen stehen knappe Porträts von Menschen, denen Canetti begegnet ist, und konzentrierte Essays zu verschiedenen Themen. Man kann dieses Buch als Summe des lebenslangen Denkprozesses von Elias Canetti lesen – und immer wieder lesen.
Diese Ausgabe versammelt das Werk des Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti in dreizehn Taschenbuch-Bänden inklusive eines Begleitbandes mit Materialien. Das Augenspiel Die Blendung Dramen Die Fackel im Ohr Die Fliegenpein Das Geheimherz der Uhr Die gerettete Zunge Das Gewissen der Worte Masse und Macht Nachträge aus Hampstead Der Ohrenzeuge Die Provinz des Menschen Die Stimmen von Marrakesch Begleitband ›Wortmasken‹
Diese Aufzeichnungen stammen aus den letzten Lebensjahren Elias Canettis. Er selbst hat sie Ende 1993 aus den handschriftlichen Vorlagen ausgewählt, diktiert und im Typoskript nochmals überarbeitet - es sind die letzten Gedanken des großen unangepaßten Einzelgängers. Elias Canettis Aufzeichnungen, 1942 begonnen und nun abgeschlossen, gehören zu den bleibenden, unerschöpflichen Büchern des Jahrhunderts.
In dem umfangreichen Werk von Elias Canetti nehmen seine Aufzeichnungen, die ihn sein ganzes Schriftstellerleben lang begleiteten, einen zentralen Platz ein. Hier findet sich in komprimierter Form all das, was sein Denken und seine großen Theaterstücke und Essays, seinen Roman Die Blendung und sein philosophisches Hauptwerk Masse und Macht bestimmte. Auf der anderen Seite aber findet sich in der kurzen, konzentrierten Form der Aufzeichnung vieles, was auch im Denken Canettis noch experimentierenden, forschenden Charakter hatte; gewagte Gedankensplitter zu Literatur und Philosophie, zur Geschichte und zum eigenen Leben. Die berühmten Aufzeichnungsbände Die Provinz des Menschen, Das Geheimherz der Uhr und Nachträge aus Hampstead werden nun durch einen Band vervollständigt, der Aufzeichnungen aus den siebziger und achtziger Jahren vereinigt, also aus den Jahren, als Canetti seine dreibändige Lebensgeschichte niederschrieb. Noch einmal begegnet uns der scharfsinnige, unangepaßte Denker, dessen Schreiben immer um dieselben großen Lebensthemen kreiste: um die Literatur und die Mythologie, die Geschichte und die Gegenwart. Vor allem aber ließ Canetti sich lebenslang von den Menschen faszinieren, von Physiognomien, Charakteren und Erinnerungen. Und von der strengen Analyse nahm Canetti auch das eigene Leben und Werk niemals aus.
"Das Augenspiel" hat Österreich zum Schauplatz: das Wien vor dem "Anschluss", die kosmopolitische Stadt am Vorabend der europäischen Katastrophe. In Menschen schildert Canetti die aufgewühlte Zeit, in ihrer Sprache, in ihren Gesichtern und in ihrem Auftreten liest er die Zeichen der Epoche. Ein zentrales Kapitel ist Dr. Sonne gewidmet, dem integren Kritiker und Weisen, der Canetti zum einmaligen Vorbild wurde. Der Tod des Vaters war das entscheidende Erlebnis im ersten Band, der Tod der Mutter steht am Ende des dritten Bandes. Die Trilogie geht jedoch über das Autobiographische hinaus, sie ist der Entwicklungsroman eines Schriftstellers im ersten Drittel unseres Jahrhunderts.
Dieser Roman, 1935 in Wien zum erstenmal veröffentlicht, aber von ungünstigen Zeitumständen in seiner Wirkung behindert, ist auf Umwegen über England, Amerika und Frankreich, in die deutsche Literatur zurückgekehrt, in der er heute einen wichtigen Platz einnimmt. Wie Joyces „Ulysses“, mit dem die Kritik Canettis Buch immer wieder verglichen hat, ist „Die Blendung“ im Grunde eine mächtige Metapher für die Auseinandersetzung des Geistes mit der Wirklichkeit, für Glanz und Elend des einsam reflektierenden Menschen in der Welt. Protagonist der Handlung ist Kien, ein berühmter Sinologe, der in seiner 25 000 Bände umfassenden Bibliothek ein grotesk eigensinniges Höhlenleben führt. Seine Welt ist im Kopf, aber sein Kopf ist ohne Sinn für die Welt. Als Kien, von seiner Haushälterin zur Ehe verführt, mit den Konventionen und Tatsachen des alltäglichen Lebens konfrontiert wird, „rettet“ er sich gewissermaßen in den Irrsinn.
Diese Auswahl vereint viele unbekannte, verstreut erschienene Texte Canettis zu Wotruba, Hrdlicka, Hebel u. a. Mit Beiträgen von Gustav Seibt, Peter von Matt, Herbert G. Göpfert, Karl Heinz Bohrer und vielen anderen. Dazu kommt eine ausführliche Lebens- und Werkchronik mit Zitaten aus dem Werk und zum Teil kaum bekannten Fotos.
Das Gewissen der Worte
- 270 Seiten
- 10 Lesestunden
Die fu?nfzehn Essays, die Elias Canetti unter dem so bezeichnenden Titel "Das Gewissen der Worte" zusammengefasst hat, sind zugleich persönlich und universell: Das Öffentliche und das Private, so Canetti, lassen sich nicht mehr voneinander trennen und durchdringen einander auf fru?her unerhörte Weise. Canetti schreibt hier u?ber Kafka und Konfuzius, u?ber Bu?chner, Tolstoi und Karl Kraus und reflektiert die Entstehung seines Romans "Die Blendung" und seines philosophischen Hauptwerks "Masse und Macht".
Masse und Macht sind zentrale Begriffe für das Verständnis unserer Zeit. Schon als Kind war Canetti von den Phänomenen, die diese Begriffe beschreiben, fasziniert und beunruhigt. Das Leben der Menschen folgt eigenartigen Gesetzen, und bereits in der Kindheit gehorchen wir den Anweisungen unserer Erzieher. Früh lernen wir, unsere Pflichten „freudig“ zu erfüllen. Auch die Gesellschaft unterliegt dem Zwang von Befehl und Gehorsam. Um harmonisch zusammenzuleben, befolgt die Masse bestehende Gesetze, doch die Geschichte zeigt viele Beispiele, in denen sie blind dem Diktat eines Tyrannen oder einer Ideologie folgt. Dabei können Massen auch eine Eigendynamik entwickeln: Sie hetzen auf, verfolgen Minderheiten, stürzen Könige oder Regierungen und beanspruchen selbst die Macht. Aus unterdrückten Individuen kann eine revolutionäre Masse entstehen: Sklaven erheben sich gegen Kolonialherren, Farbige gegen Weiße, Arbeiter gegen Unternehmer. In seinem philosophischen Hauptwerk untersucht Canetti diese komplexen Probleme. Mit kühner Denkweise und stilistischer Brillanz zieht er den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann. Anthropologische, soziologische und psychologische Aspekte durchdringen die essayistische Analyse, und der Leser spürt, dass hier seine eigenen Belange und sein Schicksal thematisiert werden.
Die gerettete Zunge
Geschichte einer Jugend
Elias Canettis Die gerettete Zunge erzählt die „Geschichte einer Jugend“ und ist der Auftaktband zu seiner Autobiographie, die er mit Die Fackel im Ohr und Das Augenspiel fortsetzte, ein einmaliges Panorama vom Beginn des 20. Jahrhunderts entwerfend. Seine frühe Kindheit verbringt Canetti in der kleinen, in seiner Farbigkeit fast orientalisch anmutenden bulgarischen Stadt Rustschuk im Ghetto der spaniolischen Juden. Die ersten Schuljahre sind an das Kaufmannsmilleu von Manchester geknüpft, den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erlebt er im kaiserlichen Wien, die Kriegs- und Nachkriegsjahre im friedlichen Zürich. Die „Geschichte einer Jugend“ endet mit der Übersiedlung der Familie von Zürich nach Frankfurt. Canetti erzählt von einer glücklichen Kindheit, in der es Liebe und Eifersucht, Egoismus, Stolz, Zärtlichkeit und Todesfurcht gab und nicht zuletzt das kulturelle Interesse eines Elternhauses, in dem vor allem die Mutter dem Kind schon früh den Weg in die Literatur wies.
Mit der „Fackel im Ohr“ setzt Elias Canetti seine autobiographischen Erinnerungen fort, die er mit der Geschichte einer Jugend, „Die gerettete Zunge“ (1977), begonnen hatte. Diesmal geht es um die Jahre 1921-1931, die Jahre zwischen sechzehn und sechsundzwanzig im Leben Canettis, in denen sich der Autor „die Welt mit dem Kopf aneignet“. Canetti erlebt die Inflationszeit in Frankfurt am Main, die Studienjahre in Wien (mit dem Brand des dortigen Justizpalastes) und Berlin auf dem Höhepunkt der Zwanziger Jahre. Über die innere Entwicklung des Autors gibt dieses Buch Auskunft und wie er zu seinen späteren Themen findet - Masse, Tod, die Würde des Individuums. In den „Fackel“-Jahren liegen die ersten Ansätze zu Canettis späteren Hauptwerken, dem Roman „Die Blendung“ und „Masse und Macht“, der großen Studie, an der er noch dreißig Jahre gearbeitet hat. Mit sensiblen Augen und Ohren fängt Canetti in diesen Entwicklungsjahren seine Beobachtungen ein, genug für die folgenden fünfzig Schriftstellerjahre. „Man ist wacher nach der Lektüre.“ Der Spiegel
Zeitlebens wollte Nobelpreisträger Canetti, der sich stets als „Todfeind“ bezeichnete, dieses Buch schreiben. Mit dem Phänomen Tod hat er sich über Jahrzehnte hinweg beschäftigt, und er hat zahlreiche Anläufe unternommen, um das Thema mit seiner anthropologischen Methode einzukreisen: Canetti las Dichter und Philosophen, sammelte Märchen, Mythen und Riten. Das Buch ist die Quintessenz seiner lebenslangen Auseinandersetzung, und immer wieder kommt hier die Eleganz seines Denkens und Schreibens zum Ausdruck. Peter von Matt ergänzt dieses wichtige Buch um einen großen Essay über Canetti und dessen Todfeindschaft.
1. Hochzeit2.Komödie der Eitelkeit3. Die Befristeten
Die Ohrenzeuge. 50 Charaktere
- 111 Seiten
- 4 Lesestunden
In "Der Ohrenzeuge" greift Elias Canetti die Methode der Beschreibung auf, die der antike Philosoph und Naturforscher Theophrast mit seinen Charakteren begründet hat. Als wären ihm Psychologie und Soziologie gänzlich unbekannt, schildert Canetti Typen – etwa den Größenforscher und die Habundgut, die Mannstolle und den Leidverweser –, die in ihrer knappen Kennzeichnung und den zuweilen surrealistischen Bildern unmittelbar einleuchten und unvergesslich sind.
Im Sommer 1994, kurz vor seinem Tod, übergab Elias Canetti dem Verlag das Manuskript einer neuen Auswahl aus seinen Aufzeichnungen. Das Buch, das zu seinem 90. Geburtstag im Sommer 1995 erscheinen sollte, ist damit zu seinem Vermächtnis geworden. Die Nachträge sind eine bewußt ausgewählte und komponierte Summa von Canettis Denken. Vor allem das unendliche Material des 1960 erschienenen und für die Entwicklung in Europa so zentralen Buchs Masse und Macht hat sich in diesen Aufzeichnungen niedergeschlagen. Ihr trockener Scharfsinn, ihre leidenschaftliche Intensität stellen sie in die Reihe jener Bücher der großen Moralisten, die als Gegner der Systematiker unser Denken belebt und bereichert haben.
Elias Canetti hat sein Leben lang in seinen Aufzeichnungen spontane Äußerungen über seine Kollegen, die Dichter, niedergelegt. Über Aristophanes, Sophokles, Dante und Cervantes, über Flaubert und Dickens, Kafka und Robert Walser: die persönliche Literaturgeschichte des genauen Beobachters und zugleich Visionärs Elias Canetti.
Der andere Prozess
- 111 Seiten
- 4 Lesestunden
Canettis bewegender Essay über das leidvolle Verhältnis Franz Kafkas zu Felice Bauer, die »Geschichte eines fünfjährigen Sich-Entziehens«, steht in der großen Tradition der physiognomischen Versuche. Ausgehend von dem Briefwechsel zwischen Kafka und Felice, untersucht Canetti Schritt für Schritt das tragische Scheitern dieser Beziehung.
Der hier vorliegende Sammelband bildet nur einen Auszug aus den vielen Bänden der im Laufe der Jahre niedergeschriebenen Notizen. Canettis Aufzeichnungen, oft nur wenige Zeilen, selten mehrere Seiten umfassend, sind Protokolle eines strengen Denkprozesses, in denen der Leser die Entstehung und Verwandlung von Ideen, Beobachtungen und Erinnerungen auf eine unmittelbare und faszinierende Weise verfolgen kann. Sie sind nicht Tagebuchnotizen und Aphorismen, die - wie bei manchem Autor der Weltliteratur - neben anderen Büchern entstanden und später zu Ruhm gekommen sind, sondern das Ergebnis eines eigenen, ständig fortgeführten Arbeitsprozesses. Canetti sagt selbst, es sei »ein besonderer Teil seines Lebens in diese Aufzeichnungen gegangen«. So beanspruchen sie den Status eines eigenständigen Werkes und stellen ein Buch dar, das Zeile für Zeile den zum Nachdenken bereiten Leser in Spannung hält.
Canettis Texte über sein jahrzehntelanges Leben im englischen Exil schließen zeitlich an seine großen autobiographischen Romane an. Es sind ebenso witzige wie provozierende Momentaufnahmen der englischen Gesellschaft – ihrer prominenten Protagonisten wie der ›einfachen‹ Menschen in London, denen Canetti ein denkwürdiges Denkmal setzt.
Der Ohrenzeuge
- 106 Seiten
- 4 Lesestunden
In "Der Ohrenzeuge" greift Elias Canetti die Methode der Beschreibung auf, die der antike Philosoph und Naturforscher Theophrast mit seinen Charakteren begründet hat. Als wären ihm Psychologie und Soziologie gänzlich unbekannt, schildert Canetti Typen – etwa den Größenforscher und die Habundgut, die Mannstolle und den Leidverweser –, die in ihrer knappen Kennzeichnung und den zuweilen surrealistischen Bildern unmittelbar einleuchten und unvergesslich sind.
Komödie der Eitelkeit. Drama in drei Teilen
- 139 Seiten
- 5 Lesestunden
In seiner rhetorischen Lebendigkeit sowie der Vorführung verschiedenster Gesellschaftsschichten ist Canettis 'Komödie der Eitelkeit' von 1933/34 den 'großen Welttheatern' verpflichtet. Die Kritik an Störungen und Zerstörung der Individualität, an willkürlich waltenden Staatsapparaten inszeniert als ihren Ausgangspunkt die Anordnung einer autoritären Macht, alle Spiegel und Bilder im Land zu vernichten.
Die Stimmen von Marrakesch
- 110 Seiten
- 4 Lesestunden
Der Zufall führte Canetti 1954 als Begleiter eines Filmteams in ein bestürzend fremdartiges Land - nach Marrakesch. Erst aus der Distanz, nach seiner Rückkehr nach London, skizzierte er die Eindrücke dieser Reise. Die Aufzeichnungen sind kein Reisebericht im klassischen Sinn. Es sind Miniaturen von atmosphärischen Erscheinungen einer orientalischen Großstadt. Elias Canetti streift durch die arabischen und jüdischen Viertel der Stadt, atmet die seltsamen Gerüche, beobachtet die feilschenden Händler in den Suks und die Verkäuferinnen duftenden Brotes, vernimmt die Stimmen der Blinden, Bettler und zungenlosen Krüppel in den Slums, spürt die hilflose Kreatürlichkeit und Nähe des Todes vor den Kamelen mit ihren Schlächtern, staunt über die vielen Gesichter armer Juden in der Mellah, wird Zeuge intimster menschlicherVerhältnisse, sieht Bosheit, Armut und Prostitution und spürt nur die Sehnsucht, die Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Der Zufall führte Canetti 1954 als Begleiter eines Filmteams in ein bestürzend fremdartiges Land - nach Marrakesch. Erst aus der Distanz, nach seiner Rückkehr nach London, skizzierte er die Eindrücke dieser Reise. Die Aufzeichnungen sind kein Reisebericht im klassischen Sinn. Es sind Miniaturen von atmosphärischen Erscheinungen einer orientalischen Großstadt. Elias Canetti streift durch die arabischen und jüdischen Viertel der Stadt, atmet die seltsamen Gerüche, beobachtet die feilschenden Händler in den Suks und die Verkäuferinnen duftenden Brotes, vernimmt die Stimmen der Blinden, Bettler und zungenlosen Krüppel in den Slums, spürt die hilflose Kreatürlichkeit und Nähe des Todes vor den Kamelen mit ihren Schlächtern, staunt über die vielen Gesichter armer Juden in der Mellah, wird Zeuge intimster menschlicherVerhältnisse, sieht Bosheit, Armut und Prostitution und spürt nur die Sehnsucht, die Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Dieses Buch, zusammengestellt von dem Canetti-Biographen Sven Hanuschek und versehen mit einem Nachwort von Brigitte Kronauer, versammelt Elias Canettis Tierbeobachtungen genauso wie Märchen, persönliche Erlebnisse und philosophische Reflexionen. Es entsteht das tiefgründige Fundament einer bis heute ungeschriebenen Geschichte der Tierheit.
Masse und Macht. 2. Band
- 239 Seiten
- 9 Lesestunden
Elias Canetti, ein bedeutender Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, präsentiert in dieser Sammlung drei seiner zentralen Werke, die sich mit den Themen Identität, Sprache und menschlicher Erfahrung auseinandersetzen. In „Die Fackel im Ohr“ reflektiert der Protagonist über seine Kindheit und die prägenden Einflüsse seiner Umgebung, während er die komplexe Beziehung zwischen Sprache und Wahrnehmung untersucht. „Das Augenspiel“ thematisiert die Wahrnehmung der Realität und die Illusionen, die das menschliche Leben begleiten. Hier wird die Rolle des Sehens und des Gesehenwerdens in zwischenmenschlichen Beziehungen beleuchtet. In „Die gerettete Zunge“ thematisiert Canetti die Bedeutung der Sprache als Ausdruck der Identität und des kulturellen Erbes, wobei er seine eigene Erfahrung als Jude in einer sich wandelnden Welt einbringt. Die Werke sind durch eine tiefgehende philosophische Reflexion und eine präzise Sprache gekennzeichnet, die den Leser dazu anregen, über die Natur der Kommunikation und die Komplexität des menschlichen Daseins nachzudenken. Canettis Erzählweise verbindet autobiografische Elemente mit universellen Themen, die zeitlos und relevant bleiben.
Reihe Hanser 1. Die Stimmen von Marrakesch
- 106 Seiten
- 4 Lesestunden
Das Augenspiel. Band 3
Lebengeschichte 1931-1937
Spectaculum XIX. Der Ignorant und der Wahnsinnige. Hinze und Kunze. Hochzeit. Eiszeit. Pygmalion
Fünf moderne Theaterstücke
Die in diesem Band versammelten Dramen zeigen Elias Canetti als einen der herausragenden Theaterschriftsteller dieses Jahrhunderts. Seine Komödie der Eitelkeit ist ebenso auf deutschen Bühnen präsent wie das Gesellschaftsstück Hochzeit und das Drama Die Befristeten, Canettis Auseinandersetzung mit seinem Lebensthema, der Resistenz gegen die Macht des Todes. Ergänzt wird der Band durch fünfzig unnachahmliche Kleinode der Beobachtungsgabe Canettis, die Charakterskizzen Der Ohrenzeuge.
Elias Canetti. Das Hörwerk 1953-1991
- 64 Seiten
- 3 Lesestunden
Ich erwarte von Ihnen viel
Briefe. Aus dem Nachlass herausgegeben von Sven Hanuschek und Kristian Wachinger
- 863 Seiten
- 31 Lesestunden
Ein junger Autor wendet sich mit seinem Erstlingsroman schüchtern an den Nobelpreisträger Thomas Mann – und wird freundlich abgewimmelt. Ein halbes Jahrhundert später reist der Autor selbst nach Stockholm, den Preis entgegenzunehmen. Elias Canetti bezeichnete sich selbst gelegentlich als schlechten Briefschreiber. Dem zum Trotz ergibt der Schatz seiner Briefzeugnisse einen einmaligen Lebensroman. Knapp 600 Briefe an Gefährten und Freunde, Kritiker und Leser ebenso wie an Kollegen wie Theodor W. Adorno, Thomas Bernhard, Erich Fried, Claudio Magris, Marcel Reich-Ranicki oder Hilde Spiel führen tief hinein in die Kulturwelt Nachkriegseuropas – und in ein einzigartiges Jahrhundertleben.
Hüter der Verwandlung
- 303 Seiten
- 11 Lesestunden
Mit diesem Band wurde Canetti zu seinem 80. Geburtstag geehrt. In den zahlreichen Beiträgen von Susan Sontag, Claudio Magris, Salman Rushdie u. a. wird klar, in welchem Umfang Canettis erzählerisches, essayistisches und dramatisches Werk unsere Sicht der Welt verändern kann, und sie beweisen, wie wichtig Literatur an sich ist.
Die gespaltene Zukunft
- 140 Seiten
- 5 Lesestunden
Neue Rundschau. Jg. 91, H. 2/3
- 330 Seiten
- 12 Lesestunden
Die Provinz des Menschen. Das Geheimherz der Uhr: Aufzeichnungen 1942–1985
- 492 Seiten
- 18 Lesestunden
Three volumes of memoirs, presented in a one-volume collection for the first time, illuminate the life and times of the late Nobel Prize winner in his own words, as he discusses everything from his creative inspiration to the state of Vienna in 1931.
The Numbered
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
A play. Translated by Carol Stewart . 8vo pp. 96 Rilegato tela, sovracoperta (cloth, dust jacket) Ottimo (Fine)
Výbor z aforismů, úvah a esejů Eliase Canettiho.
Wszystkie trzy zaprezentowane tu po raz pierwszy w języku polskim dramaty Eliasa Canettiego układają się więc w swoistą całość. Choć powstawały w różnych okresach i z odmiennych pobudek, łączy je swoisty rozrachunek ze społeczeństwem czy raczej z mechanizmami ujawniającymi się pomiędzy władzą, masą a jednostką. To zbliża dramaturgię noblisty do jego utworów prozatorskich i głównych tematów, jakie poruszał już od wczesnych lat trzydziestych XX wieku. Mimo upływu lat jego teksty zdają się coraz bardziej zyskiwać na aktualności, autor zaś swą intuicją i stawianymi diagnozami znacząco wyprzedzać własną epokę.
Svědomí slov
- 284 Seiten
- 10 Lesestunden
Kniha esejů rakouského spisovatele žijícího v Londýně, nositele Nobelovy ceny za literaturu, se zabývá zejména odpovědností spisovatele za své dílo a vztahem mezi literaturou a morálkou.
Elias Canetti, nositel Nobelovy ceny za literaturu (1981), se narodil v roce 1905 v rodině sefardských Židů v bulharském Ruse. Po přesunu do Manchesteru a Vídně strávil část života ve Švýcarsku a Německu. V roce 1929 získal doktorát z chemie na vídeňské univerzitě, ale jeho vášeň zůstala v literatuře. V roce 1938 uprchl před anšlusem do Paříže a následně do Velké Británie, kde žil až do své smrti v Curychu v roce 1994. Canetti, považovaný za jednoho z posledních představitelů klasické humanistické vzdělanosti, spojoval kulturu a humanitu; jeho román Zaslepení (1935) varoval před fašismem. Hlasy Marrákeše, literární výtěžek z cesty do Maroka v roce 1954, byly zapsány po návratu a publikovány až v roce 1967. Druhá část, Svědomí slov, obsahuje eseje z let 1936–1976 o osobnostech jako Hermann Broch, Karel Kraus, Georg Büchner a Tolstoj. Nejrozsáhlejší text, Druhý proces. Kafkovy dopisy Felici (1969), není součástí této edice, neboť byl nedávno vydán samostatně. Hlasů Marrákeše vychází poprvé v češtině, zatímco Svědomí slov je k dispozici v novém překladu Jiřího Stromšíka, který se dlouhodobě věnuje zpřístupňování Canettiho díla českým čtenářům.
Nositel Nobelovy ceny Elias Canetti (1905 – 1994) se ve svém eseji zabývá pěti lety nesnadného milostného vztahu Franze Kafky k jeho snoubence Felici Bauerové. Stopuje v něm tvůrčí a životní směřování slavného pražského rodáka v kritickém období první světové války, včetně způsobu, jakým se odrazilo v jeho literárním díle. Účast na pečlivé analýze Kafkovy korespondence je pro čtenáře čímsi bolestným a povznášejícím zároveň. Do těchto intimních sfér jako bychom nikdy neměli vstoupit, a přece se ocitáme ve fascinujícím prostoru: přizváni do záhybů jedné podivuhodné lidské povahy, jejích snažení a obav, proher i satisfakcí, úniků a dvojakých gest, nacházíme se také blíž světlu nad touto zvláštní vnitřní krajinou. Kafkova nutkavá potřeba naplno se před sebou samým rozevřít a jeho touha po bytosti schopné jeho svět sdílet takové světlo bezesporu zažíhá. Tento Kafkův dar Canetti přesvědčivě vystihl a nabídl nám přitom čtenářský zážitek, který je rovněž stvrzením jeho vlastního literárního věhlasu. Esej Druhý proces byl poprvé otištěn v roce 1968 v časopise Neue Rundschau. Od roku 1975 vychází v souboru Canettiho esejů Svědomí slov, takže byl i součástí českého vydání tohoto titulu (TORST 1992). Nakladatelství PROSTOR jej nyní nabízí samostatně v novém překladu Violy Fischerové a s doslovem Jiřího Stromšíka.
Dodatky z Hampsteadu. Kniha proti smrti
- 476 Seiten
- 17 Lesestunden
Výbor zahrnuje dva texty Eliase Canettiho. V souboru esejů Kniha proti smrti autor – vědom si konečnosti lidské existence, ale až zápasivě ji nepřijímající – medituje způsobem někdy až neuvěřitelně překvapivým nad ohraničeností existence člověka; jeho konečnost tu vášnivě odmítá, tu se s ní rezignovaně smiřuje. V Hampsteadu, anglickém městě, kde nějaký čas žil, zaznamenával Canetti jako obvykle své postřehy o politice, umění či tvůrcích. Tyto jeho stručné i obsáhlejší úvahy, krátké i delší myšlenky, někdy téměř aforistické, ale vždy pronikavé, obsahuje kniha Dodatky z Hampsteadu.
Het andere proces
- 133 Seiten
- 5 Lesestunden
Felice Bauer was Kafka's first great love and the inspiration for his first great fiction. Six weeks after they met, he wrote "The Judgment" for her in one night of feverish activity. Kafka always inferred to the traumatic, public breaking-off of their engagement as his "tribunal," and indeed he began work on The Trial within a month of that event. Kafka's letters to Felice offer rare insights into the writer's life and art. Elias Canetti's brilliant and sensitive examination of this moving correspondence to shows is the origins of Kafka's voice as a writer and his torment as a man.
Pochodnia w uchu
- 468 Seiten
- 17 Lesestunden
Ve své knize líčí autor především svůj vnitřní vývoj, který z něj formuje spisovatele, počínaje intenzivní četbou a studiem uměleckých obrazů až po mezilidské vztahy a setkání s významnými osobnostmi své doby.
Het andere proces
Kafka's brieven aan Felice







































































