Der Gutachter
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
Tim Parks ist ein britischer Autor, der für seine scharfsinnigen Essays und Romane gefeiert wird. Seine Werke befassen sich oft mit der Komplexität des modernen Lebens, der Suche nach Sinn und zwischenmenschlichen Beziehungen, alles mit einer ausgeprägten Stimme wiedergegeben. Parks ist bekannt für seine scharfe Beobachtungsgabe und seine tiefen psychologischen Einblicke in seine Charaktere. Seine Essays bieten nachdenkliche Reflexionen über das Handwerk des Schreibens, Lesens und die Kunst der Übersetzung. Seine Schriften laden die Leser ein, über die Welt um sie herum nachzudenken.






Grosse, zeitlose Ideen der Menschheit wie die der Bibel, Platons, Shakespeares oder Nietzsches kann man sich abstrakt im Studium aneignen. Nach Meinung des Autors können sie aber erst im Laufe persönlicher Lebenserfahrung konkretisiert und angemessen reflektiert werden. Was so philosophisch gewichtig klingt, ist in einer gescheiten überwiegend erzählenden Mischung aus Anekdotischem, Autobiographischem, Erlebnissen mit den eigenen Kindern und Literaturzitaten realisiert, mit scheinbar leichter Hand aufgeschrieben und für den Leser (besonders wenn er die Romane kennt) ebenso amüsant wie zum Nachdenken anregend.
Seit zwanzig Jahren lebt Tim Parks nun im Veneto, und noch immer ist ihm die italienische Seele ein Rätsel. Was liegt also näher, als sich endlich mit dem Wichtigsten im Leben eines Italieners zu beschäftigen, dem Fußball? Eine Saison lang reist Parks mit den Fans des Vereins Hellas Verona von Spiel zu Spiel. Der Leser erfährt nicht nur Erstaunliches über Land und Leute, sondern fiebert auch von Kapitel zu Kapitel mehr dem Ausgang der Spiele entgegen.
Daniel Savage ist Richter Ihrer Majestät - und ein notorischer Lügner: Seine vielen Affären hat der Schürzenjäger stets vor der Familie geheim gehalten. Nun aber hat er Frieden mit seiner Frau Hilary geschlossen. Doch die Stimmen aus seinem abgelegten Doppelleben wollen nicht verstummen. Eines Tages wird er von den Brüdern seiner koreanischen Exgeliebten zusammengeschlagen, und sein unaufhaltsamer Abstieg beginnt …
Ach, die guten Menschen! Vater in Afrika als Missionar massakriert; die Mutter nicht ganz von dieser Welt, aber alle Mühseligen und Beladenen der Nachbarschaft strecken ihre Beine unter den Küchentisch; der grantelnde Großvater aus böser alter Zeit; die Tante hat einen Elvis-Club gegründet und später den Kopf in den Backofen gesteckt. George will raus da, und die Zeiten sind günstig.§Maggie Thatchter regiert, junge Leute werden gebraucht. Also: Studieren, heiraten, Karriere machen, um es der arbeitsscheuen Verwandschaft zu zeigen und dahin ziehen wo die besseren Leute wohnen.§Ein schönes Programm, und so überzeugend, denn George erzählt alles selbst: Wie man es schafft, wie man Konkurrenten abhängt, sich eine Freundin nimmt, wenn es in der Ehe nicht so richtig läuft, und ein Kind macht, damit alles bleibt, wie es ist.
Christopher Burton erhält an der Rezeption seines Hotels einen Anruf, der ihn über den Selbstmord seines Sohnes informiert. Aber warum ist Burtons erster Gedanke bei dieser schrecklichen Nachricht, jetzt, nach fast dreißig Jahren Ehe, seine Frau zu verlassen? Schicksal - ein fesselnder Roman über Ehe und Identität, über die spezielle Dynamik, wie einer sich auf Kosten des anderen entwickelt und ein Dritter auf der Strecke bleibt.
Der Brite Tim Parks schildert in "Alle lieben Raymond" die Last, mit einem geistig Verwirrten zu leben - und erzählt vom schnöden Los der Mittdreißiger. ----------------------- Tight and disturbing, Loving Roger begins with a dead body and a chilling question. Why has nice, ordinary, affectionate Anna picked up her kitchen knife and murdered the man she insists she loves?... This brief novel is a mordantly illuminating essay on the way love contains the seeds of vindictiveness and hatred.
Tim Parks’ Bücher über Italien sind „so lebendig, so voll mit köstlichen Details, dass sie als würdiger Ersatz für das Wirkliche dienen können“ (Los Angeles Times). In diesem äußerst unterhaltsamen Reisebericht zeichnet Tim Parks ein authentisches Portrait italienischer Lebensweise – wie es sich auf Zugfahrten durch das Land erschließt. Ob als Pendler in ratternden Regionalbahnen, beim Kampf mit tückischen Fahrkartenautomaten oder auf der Suche nach dem richtigen Gleis im majestätischen Hauptbahnhof Mailands, immer richtet sich sein literarischer Blick auf Details, auf Besonderheiten. In unvergesslichen Begegnungen mit pedantischen Schaffnern und kauzigen Mitreisenden, mit Priestern und Prostituierten, Schülern und Verliebten fängt Parks ein, was für das italienische Leben so charakteristisch ist: die Obsession für Geschwindigkeit und zugleich der Sinn für lebensfreundliche Entschleunigung; die großartigen Baudenkmäler und ihre fast schon gezielte Vernachlässigung; und die unsterbliche Begeisterung für ein gutes Argument und den perfekten Cappuccino. „Italien in vollen Zügen“ erzählt auch, wie die Eisenbahn dazu beigetragen hat, Italien als Staat zu konstituieren, und wie ihre Entwicklung das Bewusstsein Italiens von sich selbst reflektiert – von Garibaldi zu Mussolini zu Berlusconi und darüber hinaus.
Harold Cleaver ist ein erfolgreicher Journalist. Gerade erst hat sein Interview mit dem amerikanischen Präsidenten Schlagzeilen gemacht. Doch leider nicht nur das: Sein Sohn hat ein Buch mit dem vielsagenden Titel „Im Schatten des Allmächtigen“ veröffentlicht – mit vernichtenden Enthüllungen über den Vater. Grund genug für Harold, von seinem bisherigen Leben Abschied zu nehmen. Er flieht in ein entlegenes Dorf in Südtirol, in eine Hütte „über der Lärmgrenze“, in die Stille. Aber reicht die äußere Stille, um die innere Unruhe zu besänftigen?
Dem Bewusstsein auf der Spur
Hat ein Computer Bewusstsein oder ist das ein einzigartiges Charakteristikum des Menschen? Tim Parks’ Reise in das menschliche Gehirn konfrontiert die philosophischen und neurowissenschaftlichen Theorien mit der eigenen Erfahrung – geistreich, witzig und klug. Es vergeht kaum ein Tag ohne irgendeine Diskussion, ob Computer ein Bewusstsein haben können, ob unser Universum eine Art Simulation, ob der Geist ein einzigartiges Charakteristikum des Menschen ist. Die meisten Philosophen gehen davon aus, dass unsere Erfahrung in unserem Gehirn eingeschlossen ist und die äußere Realität unzuverlässig repräsentiert. Farbe, Geruch und Klang, heißt es, ereignen sich nur in unseren Köpfen. Wenn aber Neurowissenschaftler unsere Gehirne untersuchen, finden sie nur Milliarden von Neuronen, die elektrische Impulse austauschen und chemische Substanzen freisetzen. Als Tim Parks in einem zufälligen Gespräch mit Riccardo Manzottis radikal neuer Theorie des Bewusstseins konfrontiert wurde, fing er an, die eigene Erfahrung zu prüfen und mit den philosophischen und neurowissenschaftlichen Theorien zu konfrontieren. Bin ich mein Gehirn? erzählt die fesselnde, oft erstaunlich lustige Geschichte eines Paradigmenwechsels und stellt metaphysische Betrachtungen und komplizierte technische Laborexperimente so dar, dass wir verstehen, was in dieser Debatte auf dem Spiel steht, für uns als Individuen und für die Menschheit insgesamt.
März 2020, die Welt hat sich über Nacht verändert. Frank ist kurzfristig nach Mailand gereist und sitzt nun in seinem Luxushotel fest, wo er eine folgenschwere Begegnung hat. Eine berührende Geschichte über die Freundlichkeit von Fremden und über einen Mann, der angesichts der Möglichkeit, ein Leben zu retten, auch eine Bilanz seines eigenen ziehen muss. Franks zurückgezogene Existenz in einem ruhigen Stadtteil Londons wird empfindlich gestört, als er zur Beerdigung seines alten Freundes Dan nach Mailand kommen soll. Er hofft, dort seine Ex-Frau Connie, die auch Dans Geliebte war, wiederzutreffen, und fliegt selbstvergessen in das Epizentrum einer Krise, die er in den Nachrichten kaum registriert hat. Es ist Frühling, das Hotel Milano, in dem er abgestiegen ist, bietet jeden erdenklichen Komfort – Frank will es sich ein paar Tage gutgehen lassen, um die jähe Konfrontation mit seiner Vergangenheit zu verdauen. Doch dann gilt von einem Tag auf den anderen eine Ausgangssperre, das gesamte öffentliche Leben kommt zum Erliegen, Frank bekommt keinen Heimflug mehr und sitzt auf unbestimmte Zeit fest. Als er nachts vom Geräusch dumpfer Schläge aufwacht und auf der Suche nach deren Ursprung auf dem Dachboden des Hotels landet, trifft er auf Hakim, einen kleinen Jungen, der sich mit Mutter und Großvater hier versteckt hält. Frank muss eine Entscheidung treffen, die sein Leben und das der Familie für immer verändern wird.
Tim Parks’ Krimitrilogie: Der Aufstieg eines skrupellosen Hochstaplers in Verona. Morris Duckworth ist von seiner eigenen Genialität und moralischen Untadeligkeit felsenfest überzeugt. Wenn er also ein Durchschnittsleben auf unterstem ökonomischen Niveau führen muss, sind andere schuld. Um reich zu werden und in die gute Gesellschaft Veronas aufzusteigen, schreckt er vor nichts zurück. Erpressung und Entführung, Mord und Totschlag sind manchmal einfach unvermeidlich. Morris Duckworth wollte Massimina Trevisan nicht umbringen. Es war nur eine dieser Unvermeidlichkeiten. So ist es für ihn eine große Erleichterung, als er merkt, dass der Geist des Mädchens überaus lebendig ist, immer noch verliebt in ihn und bereit, ihm zu helfen, seinen rechtmäßigen Platz an der Seite ihrer Schwester einzunehmen. Endlich ist er in der Familie Trevisan und damit in der guten Gesellschaft Veronas angekommen. Nach allem, was sie durchgemacht haben, ist keiner zimperlich, wenn es darum geht, Hindernisse zu beseitigen, die ihnen im Weg stehen.
Tim Parks hat sich einen Traum erfüllt und ist mit Frau und Kindern nach Verona gezogen. Augenzwinkernd berichtet er vom Alltag in Italien zwischen Chaos und Komik, von der Macht und den Marotten einer italienischen Familie und davon, was die Italiener so italienisch erscheinen lässt.
Der Marsch Garibaldis und seiner Garibaldini durch den Apennin von Rom nach Ravenna ist legendär und zentral für die Einigung Italiens. Im Sommer 2019 ist Tim Parks Garibaldis Spuren gefolgt und durch das Herz des Landes gewandert: eine großartige Erkundung von Italiens Vergangenheit und Gegenwart. Im Sommer 1849 musste Guiseppe Garibaldi, Italiens legendärer Revolutionär, die Verteidigung Roms endgültig aufgeben. Er und seine Männer hatten die Stadt vier Monate gehalten, aber nun war klar, dass nur die Kapitulation die Zerstörung durch die überlegene französische Armee verhindern würde. Es galt, die Niederlage in einen moralischen Sieg zu verwandeln, und so führte Garibaldi mit seiner schwangeren Frau Anita eine kleine, schnell aufgestellte Armee an, um den Kampf für die nationale Unabhängigkeit fortzusetzen. Von französischen und österreichischen Truppen verfolgt, marschierten die Garibaldini über den Apennin und kamen mit nur 250 Überlebenden in Ravenna an. Tim Parks hat sich auf die Spuren Garibaldis begeben und ist seinem Weg durch das Herz Italiens gefolgt: ein grandioser Reisebericht, der von Garibaldis Entschlossenheit, die keine Rücksichten kannte, seiner Kreativität, seinem Mut und seinem tiefen Glauben erzählt und ein faszinierendes Porträt Italiens zeichnet, damals und heute, mit unvergesslichen Beobachtungen italienischer Lebensart, der Landschaft, der Politik und der Menschen.
In den italienischen Alpen trifft sich eine Gruppe von Kajakfahrern zu einem Kurs, bei dem es nicht nur um sportliche Herausforderung, sondern um eine Gemeinschaftserfahrung geht. Doch was als spannendes Abenteuer beginnt, gerät bald zur psychischen Bewährungsprobe für alle Beteiligten. Denn der Fluss konfrontiert sie mit ihren Schwächen und Stärken, provoziert plötzlich Konflikte und unerwartete Allianzen - und mit ungeahnter Macht brechen Gefühle hervor, die keiner aus der Gruppe erahnen konnte …
Muss man jedes Buch zu Ende lesen? Warum sind Leser unterschiedlicher Meinung? Was ist literarischer Stil? Und was bedeuten literarische Preise? Und ist Copyright wichtig? Der bekannte Autor, Übersetzer und Kritiker Tim Parks ist geradezu prädestiniert dafür, alle Fragen rund um das Buch und den Literaturbetrieb einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit Neugier und Skepsis leuchtet er aus, was Leser von Büchern wollen und welche Bedeutung Literatur heute hat. Seine Beobachtungen sind voller literarischer Anspielungen und Anekdoten, persönlich, witzig und lebensnah. Ein Buch übers Lesen, das Lust macht auf mehr.
Die Geschichte des Aufstiegs der berühmten Medici-Familie und das Geheimnis ihres Reichtums Die Medici umgibt bis heute der Mythos, eine Dynastie unermesslich reicher und kunstsinniger Herrscher gewesen zu sein, die das moderne Bankwesen erfanden und ihre Heimatstadt Florenz mit den schönsten Werken der Renaissance schmückten. Aber wer waren die Medici wirklich, und was war das Geheimnis ihres Erfolges? Der in Italien lebende britische Romancier Tim Parks entführt den Leser kenntnisreich, lebendig und fesselnd in das Florenz des Mittelalters und lässt ihn teilhaben am legendären Aufstieg dieser einzigartigen Familie und des von ihr eingeführten Bankwesens.
Morris Duckworth, ein mittelloser Englischlehrer in Verona, kann einfach nicht verstehen, warum andere Leute reich sind und er nicht. Seine Schülerin Massimina Trevisan, die reich ist und in ihn verliebt, kann nicht verstehen, warum sie Morris Duckworth nicht einfach auch noch haben kann. Als der Lehrer vor den Augen von Massiminas Familie keine Gnade findet, sieht er sich gezwungen, zu drastischen Maßnahmen zu greifen, um seinen Aufstieg in die bessere Gesellschaft voranzutreiben. In einem heißen italienischen Sommer bricht Morris mit Massimina zu einer Reise auf, bei der alle Unschuld auf der Strecke bleibt.
In Extremis ist ein existenzieller Roman und gleichzeitig einer der lustigsten, der über Tod und Familie geschrieben wurde. Thomas weiß, dass es etwas gibt, was er seiner Mutter noch sagen muss, bevor sie stirbt. Aber wird er das rechtzeitig schaffen? Und wird er den Mut haben zu sagen, was er vorher nicht sagen konnte? Sein Telefon brummt, in seinem Kopf dreht sich alles und er kann sich nicht darauf konzentrieren, was gerade passiert und worauf es ankommt. Soll er versuchen, den Familienkonflikt zu lösen, in dem sich sein Freund gerade befindet? Sollte er die Trennung von seiner Frau nochmal überdenken? Warum ist er so ungeheuer verwirrt, ja geradezu paralysiert? In diesem überaus anregenden Roman erkundet Tim Parks, wie tief unsere Identität in unserer familiären Vergangenheit wurzelt. Können wir das jemals wirklich ändern?
Sex ist im Dasgupta Institut verboten. Was also macht die unglaublich attraktive Beth Marriot hier? Warum verbringt eine junge Frau, deren unwiderstehliche Vitalität und selbstbewusstes Ego einst auf Eroberung und Ruhm aus waren, jetzt einen Monat nach dem anderen als Helferin im vegetarischen Restaurant eines puristischen Buddhisten-Retreats? Beth bekämpft Dämonen. Eine Folge von katastrophalen Ereignissen hat alle ihre Hoffnungen auf Glück unterminiert. Aus diesem Trauma gibt es für sie nur einen Ausweg: die asketische Strenge einer Gemeinschaft, in der man um vier Uhr morgens geweckt wird, keinen Augenkontakt mit anderen haben darf, geschweige denn mit ihnen sprechen, und in der Frauen und Männer streng getrennt sind. Aber Neugier stirbt zuletzt. Als Beth über ein Tagebuch stolpert, muss sie es lesen und fängt an, den Mann zu beobachten, dem es gehört. Und je mehr sie sich nach der Reinheit der schweigenden Priesterin des Retreats sehnt, desto mehr begehrt sie die Priesterin selbst.
Morris Duckworth, ein mittelloser Englischlehrer in Verona, kann einfach nicht verstehen, warum andere Leute reich sind und er nicht. Seine Schülerin Massimina Trevisan, die reich ist und in ihn verliebt, kann nicht verstehen, warum sie Morris Duckworth nicht einfach auch noch haben kann. Als der Lehrer vor den Augen von Massiminas Familie keine Gnade findet, sieht er sich gezwungen, zu drastischen Maßnahmen zu greifen, um seinen Aufstieg in die bessere Gesellschaft voranzutreiben. In einem heißen italienischen Sommer bricht Morris mit Massimina zu einer Reise auf, bei der alle Unschuld auf der Strecke bleibt.
»Seit einiger Zeit bin ich nun geplagt, vielleicht auch gesegnet, durch Träume von Flüssen und Meeren.« Als John in London diesen merkwürdigen Brief seines Vaters erhält, ist Albert James, der berühmte Anthropologe, bereits tot. John eilt nach Indien, der Wahlheimat der Eltern, sucht nach Erklärungen: Warum ist der Vater so plötzlich gestorben? Seine Krebserkrankung hatte er eigentlich unter Kontrolle. Welche Theorien haben ihn zuletzt beschäftigt, warum hat er am Schluss, ganz gegen seine Gewohnheit, Johns Nähe gesucht? Helen, seine Mutter, empfängt ihn kühl wie immer. Die engagierte Ärztin scheint auch über den Tod hinaus ihre exklusive Beziehung zu dem großen Forscher bewahren zu wollen. Wieso lässt sie sich dann mit dem amerikanischen Journalisten ein, der die erste große Biografie ihres Mannes schreiben will? Bei der Trauerfeier tauchen Menschen auf, die Albert nahestanden, doch jeder scheint von einem anderen Albert James zu sprechen. John kriegt zunehmend das Gefühl, weder Vater noch Mutter gekannt zu haben, zu kennen. Der Tod, eine Leerstelle. Je länger sich Helen, John und der Biograf mit dem Verstorbenen und ihrer Beziehung zu ihm befassen, desto mehr scheinen sich die Fäden zu verwirren. In dem brodelnden Delhi schwinden alte Gewissheiten, gerät ihr eigenes Leben aus der Bahn.
Ein Bus fährt von Mailand nach Straßburg. Drinnen sitzt eine lustige europäische Gesellschaft, darunter auch Jerry Marlow, der Held dieses Romans, der zusammen mit seinen Kollegen eine Petition nach Straßburg bringen will. Eigentlich aber ist er nur mitgekommen, weil der Organisator der Tour ihm freie Fahrt in einer "Bumskutsche" in Aussicht gestellt hat, zusammen mit einem Dutzend italienischer Studentinnen. Durch Tunnels und über Autobahnen durch Europa braust dieses Narrenschiff in den Zeiten des Maastricht-Vertrages, während die liebestollen Insassen sich auf Tage der Solidarität und Nächte in fremden Betten einstimmen. Ein Roman über Leidenschaft und Treulosigkeit, der die ewig neue Frage aufrollt, warum vieles zueinander passt, aber ganz gewiss nicht Frau und Mann.
Thomas und Mary – eine Liebesgeschichte, die mit einer Trennung beginnt. Zärtlich und unsentimental, mal komisch, mal tragisch. Wie das Leben: »Man lebt jahrzehntelang mit jemandem zusammen, in guten wie in schlechten Zeiten. Man zieht gemeinsam in eine andere Stadt um, man zieht Kinder groß. Man erkennt, dass die Ehe zerbrochen ist, dass es einen ganzen Bereich in der Beziehung gibt, mit dem man einfach nicht mehr zurechtkommt, und dennoch gibt es auch eine funktionierende Alltagsroutine: Letztendlich ist man ständig gezwungen, der betreffenden Person nah zu sein, und es gibt immer noch fröhliche Momente. Schließlich wird alles zu viel und man zieht aus.«
Morris Duckworth, ein mittelloser Englischlehrer in Verona, kann einfach nicht verstehen, warum andere Leute reich sind und er nicht. Seine Schülerin Massimina Trevisan, die reich ist und in ihn verliebt, kann nicht verstehen, warum sie Morris Duckworth nicht einfach auch noch haben kann. Als der Lehrer vor den Augen von Massiminas Familie keine Gnade findet, sieht er sich gezwungen, zu drastischen Maßnahmen zu greifen, um seinen Aufstieg in die bessere Gesellschaft voranzutreiben. In einem heißen italienischen Sommer bricht Morris mit Massimina zu einer Reise auf, bei der alle Unschuld auf der Strecke bleibt.
Morris Duckworth ist älter geworden, verheiratet mit Antonella, der dritten und ältesten Trevisan-Schwester, erfolgreicher Vorstand des Familienimperiums und Kunstsammler – von Gemälden, auf denen Gewalt und Tod abgebildet sind. So kann er seine freie Zeit in Betrachtung von Taten verbringen, von denen er hofft, sie niemals wieder selbst verüben zu müssen. Aber als Morris dem Museum der Stadt eine prächtige Ausstellung vorschlägt, um so alles, was er über Mord, Totschlag und Ästhetik weiß, mit der Welt zu teilen, werden ihm Hindernisse in den Weg gestellt, die auch in dem sanftesten Größenwahnsinnigen mörderische Instinkte hervorrufen.
Henry Dodge faces intensified challenges in this sequel, grappling with the repercussions of the tumultuous Summer of 1985 in Los Angeles. As he navigates the aftermath of his encounters with King George and his crew, he confronts shocking revelations, including a confession of murder from his childhood crush, Danny. The stakes are raised as Henry must deal with the emotional and moral complexities that arise from these events.
Following the critical and commercial success of A Literary Tour of Italy, acclaimed novelist Tim Parks presents a new selection of his latest essays on Italian literature, offering a lively, accessible and stimulating diorama of the cultural landscape of Italy.
Tour the wineries of northern Italy. Explore the cave houses of Matera. Search out mindblowing gelato. Experience Italy unveils new aspects of the Italy you know and showcases the Italy you're yet to encounter.
A collection of short stories by young British writers, this provides an introduction to the work of Iain Banks, Peter Benson, H.S. Bhabra, James Buchan, Patricia Ferguson, Ronald Frame, Patrick Gale, Carlo Gebler, James Lasdun, Deborah Levy, Adam Lively, Aidan Mathews, Candia McWilliam, Geoff Nicholson, Tim Parks, Philip Ridley, Joan Smith, Rupert Thomson, Daisy Waugh and Mathew Yorke. Many of these have already received critical acclaim. The collection is introduced by Graham Swift, author of "Waterland" and "Out of this World".
The acclaimed author of Italian Ways returns with an exploration into Italy’s past and present—following in the footsteps of Garibaldi’s famed 250-mile journey across the Apennines.In the summer of 1849, Giuseppe Garibaldi, Italy’s legendary revolutionary, was finally forced to abandon his defense of Rome. He and his men had held the besieged city for four long months, but now it was clear that only surrender would prevent slaughter and destruction at the hands of a huge French army.Against all odds, Garibaldi was determined to turn defeat into moral victory. On the evening of July 2, riding alongside his pregnant wife, Anita, he led 4,000 hastily assembled men to continue the struggle for national independence elsewhere. Hounded by both French and Austrian armies, the garibaldini marched hundreds of miles across the Appenines, Italy’s mountainous spine, and after two months of skirmishes and adventures arrived in Ravenna with just 250 survivors.Best-selling author Tim Parks, together with his partner Eleonora, set out in the blazing summer of 2019 to follow Garibaldi and Anita’s arduous journey through the heart of Italy. In The Hero’s Way he delivers a superb travelogue that captures Garibaldi’s determination, creativity, reckless courage, and profound belief. And he provides a fascinating portrait of Italy then and now, filled with unforgettable observations of Italian life and landscape, politics, and people.
The Novel: A Survival Skill radically reevaluates traditional literary criticism offering an exciting account of what is really at stake in the business of writing and reading.
An American expatriate describes life in Verona, the collision between invading suburbia and the die-hard peasant tradition, the architecture, wine bottling, gardening, religion, health care, and the Veronese
The long-awaited new book on 'how Italy really works' from the bestselling writer on Italian culture. Forty years ago, Tim Parks made the bel paese his home. Italian Life is his reckoning with his adopted country, an attempt to get to the core of it, to make sense of it, to fold others' stories in with his own experience - now that he is, in his own words, 'to some degree Italian' himself. The result is an arresting, on-the-ground account of 21st century Italy told through the eyes of a rich cast of characters, among them students from poverty-stricken Basilicata trying to start new lives in the wealthy gloom of Milan, a priest, a poet, a young professor from Padua, and an Englishman who refuses to toe the line. At the book's centre is a story of corruption and power. But it is also a celebration of culture and history, fact and fable, sacred and secular, ancient and modern: a thought-provoking, surprising, entertaining and even definitive account of how Italy actually happens.
Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift 'Il Principe' hat sich als bedeutendes Werk der Weltliteratur etabliert. In seiner Radikalität und der scharfen Trennung zwischen politischem Handeln und individuellen Entscheidungen überstrahlt Machiavellis Werk die Schriften seiner Zeitgenossen. Er untersucht, was das oberste politische Amt ist, die verschiedenen Arten davon, sowie die Bedingungen für dessen Erhalt und Verlust. Im Fokus stehen Herrschaftsbildung und -sicherung, wobei sämtliche Handlungen des Fürsten an ihrem politischen Zweck gemessen werden: der Erhaltung der Herrschaft. Entscheidend ist nicht der moralische Wert, sondern die Wirkung des Verhaltens. Dieser amoralische, erfolgsorientierte Ansatz verstörte viele Zeitgenossen und führte dazu, dass 'Machiavellismus' zum Synonym für Verschlagenheit und Rücksichtslosigkeit in der Politik wurde. Skrupellose Machtpolitik wird oft als 'machiavellistisch' bezeichnet, und die berühmte 'Realpolitik' beruft sich auf Machiavellis Ideen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sein Werk unterschiedlich interpretiert, und in der modernen Managementlehre finden sich zahlreiche Adaptionen. Ob in Führungsstrategien oder Karriereplanung, Machiavellis Einfluss ist unübersehbar. Dennoch bleibt ein Blick ins Original lohnenswert, denn es bietet eine realistische, zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor ethischen Überlegungen hatten.
Die Geschichte folgt Antonio, einem notorischen Playboy, der nach einem Aufenthalt in Rom in seine Heimatstadt zurückkehrt, wo sein Vater ihn drängt, die reizende Barbara zu heiraten. Doch ein Jahr nach ihrer Hochzeit entsteht ein unerwarteter Skandal, als enthüllt wird, dass Barbara Jungfrau bleibt, was die gesellschaftlichen Normen und die Beziehung des Paares herausfordert. Diese Wendung bildet den Rahmen für die Erkundung von Themen wie Ruf, Treue und die Komplexität von Liebe und Ehe.
This novel, by the same author as "Tongues of Fire", "Loving Roger", and "Home Thoughts", deals with Raymond, who has gone mad. His family have planned their lives very carefully, and insanity was not one of the things they had expected to deal with. The problem is, what will they do with him?
Allen and Franco are two young entrepreneurs coasting their last year of Business School in New York. Feeling drained and uninspired by the pressures of success, they take on an expected journey to the jungle of Costa Rica, where they will do what they can to make a business out of an old, abandoned property, submerged in local rumors. Once surrounded by the power of the place, they unravel an unexpected family history, which will take them on a wild and spiritual inner journey. The struggles of arduous work and lack of resources will shape these men's partnership, new friendships, and the way they each understand their lives. In this intimate tale, N.V. Parks takes us on a unique spiritual journey, a rite of healing and transformation into adulthood, unraveling a new meaning of happiness and success, while soaking in the magnificent beauty of Ostional Wildlife Refuge.
You can't help liking Letty Fox. She is the eponymous hero of this novel, and what a big, energetic, sprawling novel it is. Letty Fox, with brio and relish, describes her picaresque adventures in the New York and London of the 1930s and 1940s. She is surrounded by a family notable for its size, eccentricity and marital irregularities. Letty herself has many affairs but finds marriage elusive. Bizarre, satirical and imaginative, first published in 1947, this powerful portrayal of a woman who might have been independent but chose otherwise stands as one of Christina Stead's most impressive works. Christina Stead is much more than the author of "The Man Who Loved Children." To remind readers forcefully of this, Faber Finds is reissuing nine of her works: "The Beauties and Furies," "For Love Alone," "House of All Nations," "Letty Fox: Her Luck," "A Little Tea, A Little Chat," "Miss Herbert," "The People with Dogs," "The Puzzleheaded Girl" and "The Salzburg Tales."