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Sorj Chalandon

    16. Mai 1952

    Sorj Chalandon ist ein französischer Journalist und Schriftsteller, dessen Werk sich durch einen eindringlichen Blick auf die menschliche Psyche und komplexe zwischenmenschliche Beziehungen auszeichnet. Sein Schreiben erforscht oft Themen wie Schuld, Vergebung und die Suche nach Identität und zieht den Leser in tiefe emotionale Landschaften. Chalandon's journalistischer Hintergrund zeigt sich in seiner präzisen Sprache und der Fähigkeit, lebendige Bilder zu schaffen, die mit der Realität in Einklang stehen, auch wenn sie in fiktive Rahmen eingebettet sind. Seine Arbeit regt zum Nachdenken über das Wesen von Gut und Böse im täglichen Leben an.

    Sorj Chalandon
    Verräterkind
    Mein fremder Vater
    Rückkehr nach Killybegs
    Die vierte Wand
    Am Tag davor
    Herz in der Faust
    • Herz in der Faust

      • 400 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Im Jahr 1977, während meiner Zeit bei Libération, erfuhr ich von der Schließung des Erziehungszentrums von Belle-Ile-en-Mer, einer Jugendstrafanstalt. Hinter hohen Mauern wurden seit 1880 nicht nur kleine Verbrecher, sondern auch unruhige Schüler, verlassene Kinder und Waisen „umerzogen“. Die Jüngsten waren erst 12 Jahre alt. In der Nacht des 27. August 1934 revoltierten sechsundfünfzig Kinder und versuchten zu fliehen. Während die Flüchtenden von der See umzingelt wurden, boten die Gendarmen zwanzig Francs für jedes gefangene Kind. Die Dorfbewohner begaben sich auf die Jagd und verfolgten die Ausreißer in den Dörfern, an den Stränden und in den Höhlen. Alle wurden gefasst. Alle? Nein: Bei den ersten Lichtstrahlen des Morgens fehlte ein Entkommener. Ich schlüpfte in seine Haut und erzähle seine Geschichte. Die eines geschlagenen Kindes, das mir ähnelt. Die Metamorphose eines wilden Tieres, geboren ohne Liebe, eines Wütenden, der lernen muss, die Fäuste zu öffnen, um die ausgestreckten Hände zu ergreifen.

      Herz in der Faust
      4,4
    • Am Tag davor

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      »Ein Roman wie ein Faustschlag.« Le Parisien Der Tag vor der Katastrophe: Der 16-jährige Michel fährt mit seinem geliebten großen Bruder Joseph auf dem Moped durch die Straßen seiner französischen Heimatstadt. Gemeinsam fühlen sie sich unbesiegbar. Am Tag darauf kommen bei einem Grubenunglück 42 Bergmänner aufgrund eines fatalen Fehlers der Werksleitung ums Leben – Joseph stirbt infolge seiner Verletzungen. Michel flüchtet sich nach Paris, auch um die Worte des Vaters zu vergessen: »Du musst uns rächen!« Sein Schmerz aber vergeht nicht, und so beginnt Michel Jahre später einen Rachefeldzug. Noch weiß er nicht, dass die Nacht vor dem Unglück anders war, als er es in Erinnerung hat. Ein erschütternder Roman über Schuld, Verdrängung und zwei Brüder, die einander bewunderten.

      Am Tag davor
      4,3
    • Kann Theater Frieden schaffen? Paris 1982: Georges verspricht seinem sterbenskranken Freund Samuel, einem Theaterregisseur, seinen Herzenswunsch zu erfüllen: die Aufführung von Jean Anouilhs Stück ›Antigone‹ im vom Bürgerkrieg zerrütteten Beirut, direkt an der Front, in einem zerbombten Kinosaal, mit einem Ensemble, das sämtliche Kriegsparteien repräsentiert. Viel List ist von Nöten und immer wieder muss Georges Zugeständnisse machen. Wird es gelingen, das Stück aufzuführen und dafür den Krieg für zwei Stunden ruhen zu lassen? Der Roman wurde ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt des lycéens 2013 , dem Prix des lecteurs Escale du Livre 2014 (Bordeaux), dem Prix des libraires du Québec 2014 sowie dem Prix des écrivains croyants 2014 , war nominiert für den Prix Goncourt 2013 und stand auf der Liste Goncourt/Le Choix de l'Orient 2013 .

      Die vierte Wand
      4,3
    • Rückkehr nach Killybegs

      Roman

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      »Ein erschütterndes Buch. Der beste Roman von Sorj Chalandon.« L’Express Tyrone Meehan ist zurückgekehrt, in das Cottage seines Vaters, im irischen Killybegs. Hier wartet er auf die Rache seiner Landsleute, auf seine Erschießung. Er hat sein Land verraten, die IRA, seine Familie 2006 wurde er, ein ranghoher IRA-Kämpfer, als Spion des britischen Geheimdienstes enttarnt. Er hatte einst im Kampfgetümmel einen Gefährten erschossen. Seine Männer bemerkten dies nicht, kürten ihn sogar zum Helden. Der MI 5 aber kannte den wahren Sachverhalt – und erpresste Meehan. In Killybegs will er die Geschichte seines Lebens aufschreiben, weil weder Freunde noch Feinde wissen, wie er zum Verräter geworden ist. Ausgezeichnet mit dem Grand Prix du roman de l'Académie francaise 2011, nominiert für den Prix Goncourt 2011.

      Rückkehr nach Killybegs
      4,3
    • Die Hölle, das war mein Vater Was er nicht alles gewesen sein will, dieser Vater: Fallschirmjäger, Prediger, Sänger, Judolehrer, Profi fußballer, Berater von Charles de Gaulle. Und nicht zuletzt: Geheimagent. André Choulans, der Anfang der 60er-Jahre mit seiner Familie in Lyon lebt, ist kein normaler Vater, er ist ein Aufschneider und Tyrann. Er terrorisiert seinen Sohn Emile, verhängt absurde Strafen und bedrängt ihn mit seinen verqueren politischen Ansichten. Ein ergreifender Roman über eine schreckliche Kindheit, in der sich absurde wie tragikomische Szenen abwechseln – auf dem berührenden Weg eines Sohnes weit weg von einer Familie, die nie eine war.

      Mein fremder Vater
      4,1
    • Verräterkind

      Roman | »Brillant, schmerzhaft und monströs.« Le Journal de Dimanche

      Eine kraftvolle literarische Konfrontation mit der Schuld der Väter »Dein Vater stand auf der falschen Seite.« – ein Satz, der die Familie zerreißt. Seit seiner Kindheit quält den Erzähler eine Frage: Was hat der Vater während der Besatzungszeit gemacht? Doch er traut sich nie, ihn zu fragen, zu unberechenbar, zu gewalttätig ist dieser Vater. Im Mai 1987, als in Lyon der Prozess gegen den NS-Verbrecher Klaus Barbie eröffnet wird, berichtet der Sohn als Journalist einer großen französischen Tageszeitung. Und erfährt am selben Tag, dass die Gerichtsakte seines Vaters im Archiv schlummert. Und so ist es nicht ein Prozess, der gerade begonnen hat, es sind zwei. Die sprachgewaltige, schmerzhafte Auseinandersetzung Chalandons mit der Wunde seines Lebens und Schreibens, dem Vater als Verräter.

      Verräterkind
      4,0
    • Vertraue nicht der Erinnerung Marcel Frémaux schreibt Auftragsbiographien. Lupuline, die Tochter des über 80 Jahre alten Tescelin Beuzaboc, bittet ihn, die Lebensgeschichte ihres Vaters niederzuschreiben und seine Erlebnisse in der Résistance festzuhalten. Mehrmals treffen sich die beiden Männer, Marcel notiert genau Tescelins Schilderungen. Sind Tescelins Berichte aber wahr? Bei Marcel wachsen die Zweifel. Er beginnt zu recherchieren und konfrontiert bald den alten Mann mit seinem Verdacht, dass dessen Erinnerungen erfunden sind. Ausgezeichnet mit dem Prix Ouest du Printemps du Livre.

      Die Legende unserer Väter
      3,6
    • ›Thelma und Louise‹ mitten in Paris Als die Pariser Buchhändlerin Jeanne die Diagnose Brustkrebs bekommt, verlässt sie ihr Mann, weil er das Leid seiner Frau nicht erträgt. Den Rat ihrer Ärzte, sich Unterstützung zu suchen, setzt sie auf überraschende Weise um: Ihre engsten Verbündeten im Kampf gegen den Krebs werden Brigitte, Assia und Mélody, allesamt Frauen, denen das Schicksal nicht wohlgesinnt war. Und so zögert Jeanne nicht lang, als ihre Mithilfe gefragt ist bei einem gewagten Coup: Geplant ist ein Überfall auf den größten Juwelier der Stadt, im Herzen von Paris.

      Wilde Freude
      3,6
    • Můj zrádce

      • 204 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Hlavním hrdinou i antihrdinou knihy Můj zrádce je Tyrone Meehan, jehož předobrazem byl bojovník za irskou nezávislost Denis Donaldson, zavražděný v roce 2006, necelý rok a půl poté, co se přiznal, že byl britským agentem. Příběh vypráví autorovo alter ego, pařížský houslař Antoine, irskými přáteli zvaný Tony. Antoine se nejprve náhodou, pak už úmyslně stává bezprostředním pozorovatelem i účastníkem krvavého boje Severních Irů za svobodu a možnost vládnout ve své zemi. Na vlastní kůži zažívá bídu irských obyvatel Belfastu, nespravedlnost, jíž dennodenně čelí. Zamiluje si Severní Irsko, zamiluje si uhelnými zplodinami a vlhkostí prosáklý Belfast, v němž byl vřele přijat muži i ženami, lidmi, kteří se rozhodli proti britskému útlaku bojovat tichým vzdorem i zbraněmi. Obzvlášť hluboké přátelství ho spojí s Tyronem, k němuž vzhlíží s narůstajícím obdivem, a nejen on. O to krutější je chvíle, kdy vyjde najevo Tyronova zrada. Ta z pohledu Antoina zpochybní nejen celý irský boj, který Antoine považoval za čistý, ale i jejich dlouholeté přátelství. A najednou odkrývá nový obsah slov, která k němu jeho zrádce pronesl: „Tohle není tvůj osud.“ Emotivní náboj Chalandonova vyprávění je strhujícím zážitkem, ať už Tyronův příběh popisuje Antoine, jenž se se zradou přítele, kterého hluboce ctil a miloval a jemuž bezvýhradně věřil, nesmírně těžko vyrovnává, nebo sám zrádce Tyrone v knize Návrat do Killybegs.

      Můj zrádce
      3,8
    • Nous sommes en Mayenne, une maison à l'orée d'un village. Dans cette maison, voici Etienne et Fauvette, un vieux couple qui n'a jamais cessé de s'aimer. La maison est silencieuse. Les volets fermés et la porte close. Nuit et jour pourtant, ils sont sept qui en franchissent le seuil. Sept amis, les uns après les autres, du dimanche au lundi, chacun son tour et chacun sa tâche. Il y a le bosco, ancien marin qui tient le bar du village, il y a Madeleine qui, chaque semaine, fleurit la maison, il y a Berthevin qui allume et éteint toutes ses lumières, il y a le professeur qui dit des poèmes à voix haute, il y a Ivan, l'ancien cheminot, ui ouvre les fenêtres, il y a Léo qui traverse le village à vélo, puis Paradis enfin, qui remonte la petite horloge. Au grenier, comme une sentinelle, une lampe ancienne veille au cérémonial. Voici l'histoire d'une promesse. La promesse faite à Etienne et Fauvette. Une promesse d'enfance, tenue par sept amis, pour déjouer le plus grand des périls. Ces hommes ont juré de tromper la mort. Et voici qu'un jour, ils renoncent. Ils cessent leurs visites à la vieille maison. Parce que le temps passe. Parce que la lassitude. Parce qu'au grenier, la veilleuse attend que deux âmes lui cèdent. Voici l'histoire d'une fraternité.

      Une promesse - Prix Médicis 2006
      3,7