Mikołaj Łoziński erzählt sensibel von einer jüdischen Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die in einer kleinen Wohnung in Galizien lebt. Nathan Stramer kehrt nach gescheiterten Versuchen in New York zurück und kämpft mit seinen sechs Kindern gegen wachsenden Antisemitismus und schwierige Zeiten.
In "Reisefieber" fliegt Daniel nach Paris, um nach dem Tod seiner Mutter die Formalitäten zu klären. Die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit führt zu Erinnerungen und Fragen über sein eigenes Leben und seine Gefühle. Der Debütroman ist eine hypnotische Entdeckungsreise in die menschliche Seele und thematisiert Verlust und Selbstreflexion.
Erinnerung hangelt sich an Dingen entlang; die Erinnerungen ganzer Familien lassen sich anhand von Schlüsseln, Taschen, Kaffeemaschinen, Ringen erzählen. Oder Büchern. Man folgt den Dingen und ihren Besitzern und denen, die sich an beide erinnern, in dem hier vorliegenden Familienroman Książka – Buch – mit wachsender Vertrautheit. Und mit einigem Vergnügen. Der Erzähler geht den Spuren der namenlosen Familie, der Eltern, der Großmütter, Großväter, der Generation davor und danach mit zärtlicher Ironie nach. Dabei ist es eine Geschichte von Krieg und Verfolgung und Entbehrung und Exil – und Alltag. Dem Alltag einer jüdischen Familie aus der polnischen Nachkriegszeit. Es ist das Buch ihrer Geschichte.