Das Buch von Klaus Schroeder thematisiert die unzureichende Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte in der politischen Kultur Deutschlands. Es beleuchtet, wie Ostdeutsche oft eine positive Sicht auf die SED-Diktatur haben und negative Erfahrungen relativieren. Zudem wird die Bedeutung einer faktenbasierten Betrachtung der Geschichte hervorgehoben, um junge Menschen zum Nachdenken anzuregen.
Klaus Schroeder Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






"Feindbilder im Kalten Krieg" untersucht die Bundeswehr und die NVA im Kontext des Ost-West-Konflikts, der trotz fehlender militärischer Auseinandersetzungen geprägt war von der Vorbereitung auf einen möglichen Krieg. Klaus Schroeder analysiert die Fremdsichten und politischen Rahmenbedingungen, die das Selbstbild der Streitkräfte prägten.
Kampf der Systeme
Das geteilte und wiedervereinigte Deutschland
"Erste Darstellung der jüngsten deutschen Geschichte, die gleichermaßen Teilung und Wiedervereinigung in den Blick nimmt. Klaus Schroeder zeigt auf, in welcher Weise und ¬warum Ost-West-Unterschiede in der Mentalität und der Bewertung verschiedener Facetten der Gesellschaftsordnung zumindest bei nennenswerten Minderheiten bis heute noch vorhanden sind. Gleichzeitig beschreibt er, wie die Nachwirkungen der deutschen Teilung den Transformationsprozess nach der Wiedervereinigung beeinflusst haben ... Die Vereinigung von Bundesrepublik und DDR erfolgte nicht auf Augenhöhe, sondern als Beitritt eines unterlegenen Systems zu einem wirtschaftlich und politisch erfolgreicheren. Sie war weder ein Anschluss oder eine Übernahme noch eine Einverleibung. Die Deutschen hatten 45 Jahre in unterschiedlichen, in den meisten Bereichen sogar gegensätzlichen Systemen gelebt. Bis zum heutigen Tag wirken die jeweiligen systembedingten Prägungen ebenso wie die Erfahrungen im Transformationsprozess bei vielen Menschen nach."--Provided by publisher
Der Kampf ist nicht zu Ende
- 299 Seiten
- 11 Lesestunden
Die deutsche Demokratie sieht sich von extremistischen Kräften sowohl links als auch rechts bedroht, die die bestehende Ordnung destabilisieren und die Sicherheit einer friedlichen Mehrheit gefährden. Die gewalttätigen Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 verdeutlichten, dass Gewalt für Linksextremisten ein zentrales politisches Instrument ist. Klaus Schroeder und Monika Deutz-Schroeder haben ihre langjährigen Forschungen zum Linksextremismus in einer umfassenden Darstellung linker Gewalt in Deutschland zusammengefasst. Die extreme Linke hat eine bedeutende Rolle in der politischen Geschichte Europas, beginnend mit der Französischen Revolution und Robespierre, über die Bolschewiken und Stalins Terror bis hin zu den Ereignissen in Deutschland ab 1918, wo Persönlichkeiten wie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg prägend waren. In den 60er Jahren erlebte die extreme Linke ein Comeback, manifestiert durch Rudi Dutschke, die RAF und andere Bewegungen. Nach der Wiedervereinigung richtete sich der Protest gegen die deutsche Einheit, rechte Kräfte und Globalisierung. Diese Entwicklungen zeigen, wie linke Bewegungen in Richtung terroristischer Gewalt tendieren können. Die Autoren bieten eine differenzierte Analyse der linken Szene, ohne pauschalisierende Vergleiche zu rechter Gewalt zu ziehen. Sie beleuchten die Gründe für linke Gewalt und lassen Akteure zu Wort kommen, um ein umfassendes Bild zu vermitteln.
Das neue Deutschland - Warum nicht zusammenwächst, was zusammengehört
- 249 Seiten
- 9 Lesestunden
Warum werden weiterhin Vorurteile vom 'doofen Ossi' und 'arroganten Wessi' gepflegt? Warum wird das Erreichte nicht positiver gesehen? Wie hat sich Deutschland insgesamt verändert? Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung sind sich die Deutschen in Ost und West weitgehend fremd geblieben. Aufgewachsen in gegensätzlichen Systemen tragen beide Seiten ein mentales Erbe mit sich, das das Zusammenwachsen erschwert. Ein Unbehagen an der Einheit ist auf beiden Seiten vorhanden, wenngleich aus unterschiedlichen Motiven. Klaus Schroeder, der zahlreiche Forschungen zur deutschen Teilungsgeschichte und zum Wiedervereinigungsprozess durchgeführt hat, zeigt die Entwicklung in den Jahrzehnten nach der Vereinigung, untersucht die Vorbehalte, Vorurteile und Befindlichkeiten in Ost und West und erinnert den Leser noch einmal eindringlich an die Schlussbilanz der DDR, ihren ruiniösen ökonomischen, ökologischen, gesellschaftspolitischen und intellektuellen Zustand. Ohne beidseitige Bereitschaft, so sein Fazit, das jeweils 'Andere' zu verstehen und das freiheitliche Deutschland als gemeinsames Projekt zu sehen, kann die innere Einheit nicht vollendet werden.
Soziales Paradies oder Stasi-Staat?
Das DDR-Bild von Schülern - ein Ost-West-Vergleich
- 759 Seiten
- 27 Lesestunden
Das Buch basiert auf einer umfassenden Befragung von über 5.200 Schülern aus Bayern, Ost- und West-Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zu ihren Kenntnissen und Meinungen über die DDR und das geteilte Deutschland. Zusätzlich wurden hunderte Schüler in Einzel- und Gruppengesprächen nach den Gründen für ihre Bewertungen befragt. Um die Ergebnisse einordnen zu können, enthält es Kapitel über Geschichtsbilder und Geschichtspolitik, Geschichtskenntnisse in der Bevölkerung sowie das Bild der DDR in der ost- und westdeutschen Bevölkerung und Wissenschaft. Es wird deutlich, dass viele, insbesondere ostdeutsche Schüler, eine verharmlosende Sicht auf die SED-Diktatur haben, die auch in der (ostdeutschen) Bevölkerung und unter Wissenschaftlern verbreitet ist. Die Autoren stellen fest, dass die Schüler ihr „Wissen“ über die DDR hauptsächlich aus der Familie und Filmen beziehen, weniger aus der Schule, wo das Thema oft kaum behandelt wird. Das Buch bietet grundlegende Informationen zu den Dimensionen von Staat und Gesellschaft der DDR und der (alten) Bundesrepublik sowie Hinweise auf weiterführende Literatur, sodass es von Lehrern, Studenten und Schülern als einführendes Kompendium in die DDR-Geschichte genutzt werden kann.




