Reisen in Central-Amerika
- 392 Seiten
- 14 Lesestunden
Pierre Marie Arthur Morelet (1809-1892) war ein französischer Naturforscher, Zeichner, Zoologe und Malakologe, der sich besonders für Mollusken aus Afrika interessierte und zahlreiche Publikationen darüber verfasste. 1846 erhielt er von der Académie des sciences in Paris den Anstoß zu einer Expedition nach Mittelamerika. Im Jahr 1847 brach er zu einer ausgedehnten naturwissenschaftlichen Reise durch das unberührte südliche Mexiko und Mittelamerika auf, wobei er durch die mexikanischen Bundesstaaten Tabasco, Chiapas, Campeche und Yucatán reiste und dem Río Usumacinta folgte, bis er das Hochland von Cobán und Guatemala erreichte. In diesem Band fasst Morelet seine umfassenden geografischen, ethnologischen und archäologischen Beobachtungen zusammen, die er während seiner Reise durch Mittelamerika, Kuba und Yucatán sammelte. Als erster Naturforscher erkundete er Guatemala, das von den Itzas und Locadons bewohnt wurde, und beschreibt ausführlich Kuba, Havanna sowie die Isla de Juventud. Er schildert die verschiedenen indigenen Bevölkerungen, die alten Maya-Ruinen und die beeindruckende, farbenfrohe Natur, die europäischen Reisenden zuvor unbekannt war. Morelets Werk besticht durch die Qualität seiner Landschaftsbeschreibungen, die Schärfe seiner sozio-ökonomischen Beobachtungen und die Treffsicherheit seiner kulturellen Einschätzungen. Der sorgfältig bearbeitete Nachdruck der zweiten Originalausgabe von 1876 enthält Holzschnitte un
