Der digitale Nachlass und der postmortale Schutz personenbezogener Daten
Eine Untersuchung zur Erforderlichkeit eines postmortalen Datenschutzes
- 256 Seiten
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De lege lata sind personenbezogene Daten grundsätzlich vererblich, was das Kommunikationsverhalten einer Person beeinflussen kann, da es keinen postmortalen Datenschutz gibt. Daten werden zunehmend Teil des Nachlassvermögens, bestehend aus vermögenswerten und personenbezogenen, möglicherweise persönlichkeitsrechtlich relevanten Informationen. Der Autor untersucht die Vererblichkeit dieser Daten sowie die Möglichkeiten eines postmortalen Datenschutzes, sowohl de lege lata als auch de lege ferenda. Dabei werden grundrechtliche, datenschutzrechtliche, telekommunikationsrechtliche und privatrechtliche Aspekte des digitalen Nachlasses betrachtet, ergänzt durch einen rechtsvergleichenden Ansatz zu anderen Rechtsordnungen. Zudem werden die aktuellen Möglichkeiten des Erblassers dargestellt, um postmortalen Schutz seiner personenbezogenen Daten zu erreichen. Die Gliederung umfasst eine Einführung, terminologische Grundlagen, die rechtliche Behandlung des digitalen Nachlasses, die grundrechtliche Verankerung eines postmortalen Datenschutzrechts, Perspektiven für die Zukunft, die praktische Anwendung im Erbrecht sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und ein Literaturverzeichnis.
