„Stolz und Vorurteil“ erzählt von den Mühen der Familie Bennet, fünf Töchter standesgemäß unter die Haube zu bringen. Auf der Suche nach passenden Heiratskandidaten betreten die jungen Frauen einen knallharten Heiratsmarkt, der nicht nach Gefühlen, sondern nur nach wirtschaftlichem Wert fragt.
E. M. Evelyn May Attwood Bücher



Die Schwestern Charlotte, Emily und Anne Brontë gehören bis heute zu den meistgelesenen Autorinnen des 19. Jahrhunderts. Als Töchter eines englischen Pfarrers wuchsen sie in der Abgeschiedenheit eines abgelegenen Pfarrhauses in West Yorkshire auf, wo sie bis zu ihrem Lebensende blieben. Bereits als Kinder verfaßten die Schwestern gemeinsam mit ihrem Bruder Branwell (1817-1848) die Erzählungen aus Angria . Als der Bruder jedoch alkohol- und drogenkrank wurde, waren die Schwestern aufgrund des frühen Todes der Mutter und der mangelnden Unterstützung des Vaters auf sich alleine gestellt. Ihre Werke erschienen zeitlebens unter den männlichen Pseudonymen Currer Bell (Charlotte), Ellis Bell (Emily) und Acton Bell (Anne). Charlotte Brontё (1816-1855), die älteste der drei Schwestern, arbeitete u. a. als Lehrerin und Gouvernante, nachdem sie in Brüssel an der Privatschule der Madame Heger Französisch gelernt hatte. Der erst posthum veröffentlichte Roman Der Professor handelt von ihrer unerfüllten Liebe zu Hegers Ehemann und zählt zusammen mit Jane Eyre zu ihren größten Erfolgen.
Sturmhöhe
Brontë, Emily – englischer Klassiker der Literatur in deutscher Übersetzung
Gleich darauf setzte draussen ein leises Kratzen ein, und der Bücherstapel bewegte sich, als würde er von hinten geschoben. Ich wollte aufspringen, konnte aber kein Glied rühren und schrie, in wahnsinnigem Entsetzen, laut auf. Zu meiner Bestürzung bemerkte ich, dass ich mir den Schrei nicht nur eingebildet hatte. Hastige Schritte näherten sich der Tür zu meinem Zimmer, jemand stiess sie mit kräftiger Hand auf, und ein Lichtschein fiel durch die viereckigen Öffnungen oben an meinem Bett. Ich sass noch schaudernd da und wischte mir den Schweiss von der Stirn. Der Eindringling schien zu zögern und murmelte etwas vor sich hin. Schliesslich fragte er fast flüsternd und offensichtlich, ohne eine Antwort zu erwarten: Ist hier jemand?