Die Gedichte
Neu übersetzt von Marcel Beyer, Mirko Bonné, Gerhard Falkner, Norbert Hummelt, Christa Schuenke




Neu übersetzt von Marcel Beyer, Mirko Bonné, Gerhard Falkner, Norbert Hummelt, Christa Schuenke
Für den Maler Basil Hallward ist Dorian Gray die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte verhilft. Lord Henry sieht in dem anmutigen Jüngling ein hohles Gefäß, das darauf wartet, mit Leben gefüllt zu werden. Basil verehrt Dorian als Inbegriff von Aufrichtigkeit und Schönheit, während Lord Henry ihn als interessantes Experiment betrachtet. Von Dorians Ausstrahlung geblendet, überschüttet Basil ihn mit Komplimenten. Lord Henry, mit scharfer Zunge und provokanten Thesen, weckt in Dorian ein neues Bewusstsein. Basil, von Dorians Schönheit betört, versucht, diese in einem Kunstwerk zu verewigen. Dorian, beeinflusst von Lord Henrys Ideen, äußert den Wunsch, für immer jung und schön zu bleiben, während das Porträt für ihn altert. Sein Gebet wird mystisch erhört. Dorian wird zunehmend von seinen innersten Abgründen gefangen, während er äußerlich makellos bleibt. Sein verstecktes Porträt offenbart ihm jedoch erbarmungslos die Verfehlungen seiner Seele. Das Thema der Homosexualität schwingt subtil mit, während es um männliche Schönheit, gesellschaftliche Moral und verborgene Sünden geht. Wildes einziger Roman ist ein einzigartiges Werk, das in blumiger Sprache die Doppelnatur der menschlichen Seele und das Wechselspiel zwischen Kunst und Leben thematisiert und die Tragödie des Identitätsverlusts einer dekadenten Seele beschreibt.
Shakespeare, William – englische Weltliteratur; Übersetzung – 31
»Hamlet« ist das meistgespielte Stück Shakespeares und die bekannteste Figur des Autors. Vor rund 250 Jahren führte die Shakespeare-Begeisterung in Deutschland zu einem sogenannten ›Hamlet-Erlebnis‹, bei dem sich viele mit dem melancholischen Dänenprinzen identifizierten. Die menschliche Psyche und ihre Widersprüche sowie die Reflexion über Ich, Fiktion und Welt stehen im Mittelpunkt. Der berühmteste Monolog der Theatergeschichte, »To be or not to be, that is the question«, hat hier seinen Platz. Die Schlegel-Tieck-Übersetzung, an der August Wilhelm Schlegel, Ludwig Tieck, Dorothea Tieck und Wolf Heinrich Graf Baudissin mitwirkten, wurde im 19. Jahrhundert zu einem eigenständigen deutschen Klassiker. Die Übersetzer nutzten die Literatursprache der deutschen Klassik im Gefolge Goethes und Schillers und schufen ein poetisches Werk von großer sprachlicher Geschlossenheit und Wirkung – der Text liegt in neuer Rechtschreibung vor. Im Stück heiratet Gertrude, die Witwe des dänischen Königs, dessen Bruder Claudius, der nun König ist. Ihr Sohn Hamlet, benannt nach seinem verstorbenen Vater, sieht den Geist seines Vaters, der ihm offenbart, von Claudius ermordet worden zu sein. Hamlet sinnt auf Rache, was Gertrude, Claudius und auch die geliebte Ophelia, Tochter des Oberkämmerers Polonius, betrifft. Letztlich wird Hamlet von Ophelias Bruder Laertes getötet. Friedrich Schlegel beschreibt das Werk als ein Meisterstück, in dem alle Teil
Renowned for his wicked wit and bons mots, Wilde also had a deep understanding of the human condition - as revealed with moving simplicity in THE BALLARD OF READING GOAL.