1938 kehrt Oskar Voxlauer in die österreichische Kleinstadt seiner Kindheit zurück. Gezeichnet von den traumatischen Erfahrungen an der italienischen Front im Ersten Weltkrieg und zwanzig Jahren Fron in einer sowjetischen Kolchose, will er eine einsame, den Menschen ferne Existenz in den Bergen führen. Aber die heraufziehende Naziherrschaft und die Liebe zu einer geheimnisvollen Frau bringen ihn in Gefahr und in die kleinstädtische Gesellschaft zurück.
John Wray Bücher
John Wrays Fiktion befasst sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen Identität, Erinnerung und Ort. Sein Schreiben zeichnet sich durch tiefgreifende Einblicke in die menschliche Psyche und eine meisterhafte Beherrschung der Sprache aus. Durch seine Romane erforscht er die dunkleren Facetten menschlicher Erfahrungen und sucht nach Sinn in einer chaotischen Welt. Seine Werke werden für ihre literarische Tiefe und stilistische Raffinesse gelobt.







Das Geheimnis der verlorenen Zeit
- 736 Seiten
- 26 Lesestunden
„Das Geheimnis der verlorenen Zeit“ ist einer der megalomanischsten Romane der jüngeren amerikanischen Literaturgeschichte: ein gewitzter, raffinierter Mix aus Wissenschaft, Philosophie, Pop und Unterhaltung. Ein wilder Abenteuertrip, vom Wien der Jahrhundertwende bis ins Manhattan der Gegenwart, von der ersten Dimension in die vierte. Eingeschlossen in einer Blase angehaltener Zeit sitzt der junge Waldemar Tolliver in einem vermüllten Apartment am Central Park in New York und versucht, Herr seiner Geschichte zu werden. (Aber vielleicht hat er auch nur zu viel Science-Fiction gelesen.) Über hundert Jahre Familiengeschichte muss er erforschen und verstehen, um wieder in die Welt zurückkehren zu können. (Glaubt er.) Ein grandioses Panorama breitet sich aus: Waldemars Urgroßvater, Produzent eingelegter Gurken und Hobby-Physiker aus dem k. u. k. Znaim, war dem Geheimnis der Zeit auf der Spur. Nein, besser noch: dem Geheimnis menschlicher Reisen durch die Zeit! Leider gingen die Unterlagen bei einem dummen Unfall mit einem Automobil verloren. Drei Generationen von Tollivers – Genies, Kriminelle, Verlierer, Visionäre - ruhen fortan nicht, das Geheimnis zu lüften, obwohl bald ein deutscher Patentamtsangestellter namens Einstein mit ganz ähnlichen Theorien Schlagzeilen machen wird … Um es mit Jonathan Lethem zu sagen: „John Wray ist die nächste Welle der amerikanischen Literatur.“
Unter Wölfen
- 480 Seiten
- 17 Lesestunden
Kip Norvald wächst in den späten 80ern in Venice, Florida, bei seiner Oma auf. Kira Hetfield lebt im Trailer ihres Vaters, Leslie Vogler, der androgyne Schwarze in Glamklamotten, bei den jüdischen Adoptiveltern. Nichts in ihrem Leben ist gut und einfach. Was sie zusammenbringt, ist eine neue, unerhörte Musik: Death Metal. Deren reinigende Härte lässt vieles vergessen, Kips psychische Probleme, die Übergriffe von Kiras Vater, Leslies blutiges Gesicht nach einem homophoben Angriff. Die drei wollen nur weg aus diesem toten Winkel Floridas, wo es außer Rentnern, Bullen und Drogenköchen, Sümpfen und Palmen wenig gibt. Und so steigen sie eines Tages ins Auto und verschwinden in Richtung L. A. – Hauptstadt des Metal, des Glamrock, der legendären Clubs, in ein Dasein voller Freiheit und Risiko. Es dauert lange, bis Kip erkennt, dass seine Liebe zu Kira unerfüllt bleiben mag, aber dass sie ohne ihn von der Dunkelheit verschlungen wird. Unter Wölfen ist komplexe Liebesgeschichte, Künstlerroman, Thriller und eine an poetischen Wundern reiche Zeitreise mit gewaltigem Soundtrack.
Aden Sawyer, achtzehn, hat einen Plan. Er wird sie weit vom Haus ihrer Mutter, in dem die Familienfotos zur Wand gedreht sind, und vom Einfluss ihres dominanten Vaters entfernen. Denn sie ist entschlossen, nach Peschawar in Pakistan zu reisen, um dort in einer Medrese den Islam zu studieren. Mit Hilfe eines Freundes organisiert sie die heimliche Reise. In Pakistan schlüpft sie in eine neue Identität, verkleidet sich als junger Mann. Doch bald gerät sie in größere Gefahr, als sie sich jemals vorstellen konnte. Denn der Weg zur Erlösung ist lang und gefährlich, und er führt direkt in die Kriegswirren Afghanistans. John Wray verfolgt das Schicksal seiner jungen Heldin mit der zwingenden Logik der Paranoia und erzeugt so atemberaubende Spannung.
EINE REISE IN DEN UNTERGRUND. EINE REISE IN DEN WAHNSINN. Will Heller oder Lowboy, wie er sich nennt, ist schizophren und gefährlich. Nun ist er aus der Anstalt ausgebrochen, die Cops sind hinter ihm her mitsamt seiner Mutter. Lowboy macht sich auf die Flucht durch die Tunnel und Katakomben der New Yorker U-Bahn, denn er weiß: Nur er kann die Welt vor dem Untergang bewahren. «JOHN WRAYS ROMAN HAT DAS ZEUG ZUM KLASSIKER.» FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Madrigal : Erzählungen
- 144 Seiten
- 6 Lesestunden
Wray, Jahrgang 1971, ist Amerikaner. Seine Mutter ist Österreicherin, er ist zweisprachig aufgewachsen, verbringt seine Sommer noch immer im Kärntner Haus seiner Großeltern in Friesach – und seinen neuen Band «Madrigal» hat er auf Deutsch geschrieben. In der titelgebenden Erzählung geht es um Bruder und Schwester. Er ist ein erfolgreicher Schriftsteller mit Profilneurose, sie – Madrigal – eine erfolglose Schriftstellerin mit psychischen Problemen. Nach ein paar Absätzen entführt Wray seine Leser aus der realistischen Anfangssituation in die irrlichternden Welten im Kopf von Madrigal: filmreife Horrorszenen, Vorstadtdepression und Reisebeschreibungen aus dem 19. Jahrhundert wechseln in schneller Folge. Sogar Donald Trump hat am Ende noch einen Cameo-Aufritt. Von der ersten Seite an ist man gefangen in und von diesen Welten, deren Achse und Horizont stets verschoben erscheinen, ins Metaphysische, ins Abwegige. Daraus entwickeln die Texte eine eigene Logik, die Logik der Paranoia, die sich bekanntermaßen stets aus sich selbst begründet und fortschreibt. Nach seinem gefeierten Auftritt während der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt legt John Wray nun seinen lange erwarteten Erzählband vor.
The Excitements
- 342 Seiten
- 12 Lesestunden
A brilliant and witty drama unfolds around two elderly female World War II veterans with a secret past who embark on one last adventure to right historic wrongs. The Williamson sisters, now in their late nineties, are beloved figures, frequently appearing at events across the country. Despite their age, Josephine and Penny remain sprightly and eager for excitement. Their latest venture takes them to Paris to receive the Légion d’Honneur for their role in liberating France, accompanied by their devoted gay nephew, Archie. While the press portrays them as Royal Navy and nursing corps heroes, the truth is far more thrilling: Josephine was an intelligence operative whose maps aided the D-Day invasion, and Penny was a spy, risking her life in France. However, their trip to Paris is shrouded in intrigue, as scandal and crime have long followed the sisters. Armed with new information about an old adversary, these decorated veterans aim to settle scores, avenge lost friends, and execute one last daring heist before their illustrious careers conclude. This fast-paced and witty tale celebrates two remarkably clever women who helped save the world, all while maintaining their killer instincts and zest for life.
