Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit behandelt die 1912 von Umberto Boccioni geschaffene Plastik Entwicklung einer Flasche im Raum. Ein Bronzeabguss befindet sich im Museo del Novecento in Mailand und im Museum of Modern Art in New York, während das ursprüngliche Gipsmodell verloren ist. Eine Vorzeichnung, die prägende Gestaltungsmerkmale vorwegnimmt, ist jedoch überliefert. Im Gegensatz zu Boccionis bekannterer Plastik Einzigartige Form der Kontinuität im Raum von 1913 ist diese Arbeit weniger publiziert worden und wird oft nur im Kontext seines Gesamtwerks erwähnt. In Boccionis skulpturalen und malerischen Arbeiten spielt die neue Technik eine entscheidende Rolle. Sein 1914 veröffentlichtes Manifest Pittura, Scultura, Futuriste thematisiert Geschwindigkeit und Bewegung, die für den Futuristen Boccioni von zentralem Interesse sind. Er versucht, die Paradoxa der modernen Erscheinungen sichtbar zu machen, insbesondere die schnelle Bewegung. In seinem Manifest beschreibt er die Durchdringung von Ebenen durch den Menschen und umgekehrt. Boccioni verarbeitet in seinen Werken Eindrücke, die durch moderne Technologien wie Eisenbahn, Straßenverkehr und Fliegerei geprägt sind, wobei er weniger die Produkte selbst als vielmehr die damit verbundenen menschlichen Erfahrungen thematisiert. Die Untersuchung, inwiefern die Plastik Entwicklung einer Flas
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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit untersucht das um 1350 von Taddeo Gaddi geschaffene Fresko im Refektorium von Santa Croce in Florenz. Ursprünglich Giotto zugeschrieben, bedeckt das Werk die gesamte westliche Giebelwand und zeigt über einer lebensgroßen Abendmahlszene eine Kreuzigung als Baum des Lebens, umgeben von vier kleineren Heiligengeschichten. Zunächst werden die Darstellungen detailliert beschrieben, gefolgt von einer Analyse der bildimmanenten Raum- und Perspektivkonstruktion. Besondere Aufmerksamkeit gilt den narrativen Bildelementen und deren Wirkung auf den Betrachter im Kontext des Bildraums. Ein Vergleich mit anderen Florentiner Abendmahlsfresken der Zeit schließt die Untersuchung ab. Giorgio Vasari erkannte bereits die malerische Qualität des Freskos und schrieb es Giottos Lehrer Gaddi zu. Seit der Umwandlung des Refektoriums in einen Ausstellungsraum 1884 erfährt das Fresko neue Aufmerksamkeit, insbesondere die zentrale Kreuzigungsdarstellung. Die Dissertation von Stefanie Felicitas Ohligs von 2000 ergänzt die bisherigen Analysen, indem sie das Verhältnis zwischen biblischer Überlieferung und Gaddis Umsetzung untersucht. Zudem finden sich Erwähnungen in Überblickswerken zur Malerei der Zeit, wobei prominente Werke Gaddis und Giottos oft im Fokus stehen, während das Refektorium im einst für Laien unzugänglichen Bereich