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Ann-Kristin Beinlich

    Der Mythos von moralischen Akteuren
    • Der Mythos von moralischen Akteuren

      Von norm- und interessengeleiteten Zielen religiöser Nichtregierungsorganisationen bei den Vereinten Nationen

      Welche Ziele und Motivationen verfolgen religiöse und glaubensbasierte zivilgesellschaftliche Akteure in den internationalen Beziehungen? Die Autorin untersucht dies anhand der politikwissenschaftlichen Normen- und NGO-Forschung und betrachtet die spezifische Form religiöser Nichtregierungsorganisationen (RNGOs) sowie glaubensbasierter Organisationen (FBOs). Sie widerlegt die gängige Wahrnehmung dieser Akteure als rein moralisch und altruistisch. Durch empirische Fallstudien zu katholischen, protestantischen, islamischen und interreligiösen NGOs in den Bereichen sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie Frauenrechte zeigt sie, dass religiöse Akteure ebenso wie säkulare Akteure eigene Interessen verfolgen und Normen reformulieren oder verändern möchten. FBOs verhandeln zudem Themen wie Macht, Identität und das Verhältnis von Religion und Politik. Die Autorin macht deutlich, dass religiöse zivilgesellschaftliche Akteure sich an der Schnittstelle zwischen religiösem und säkularem Feld bewegen, wo Religion und Säkulares in wechselseitige Beziehungen treten und Interdependenzen entstehen, die gegenseitigen Einfluss und Instrumentalisierung ermöglichen.

      Der Mythos von moralischen Akteuren